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Geschmacksfrage: "Jihad - das Musical"

02.08.2007 | 10:40 |   (DiePresse.com)

Pinke Burkas und "I wanna be Osama" zum Mitsingen. "Jihad - das Musical" sorgt in Großbritannien für Aufruhr. Von den Gegnern wird es als "geschmacklose Schilderung des Terrorismus und seiner Opfer" kritisiert.

(c) jihad-the-musical.com

Eine Musical-Komödie über den internationalen Terrorismus: Kann das witzig sein? Oder ist es ein Zeugnis von Geschmacklosigkeit angesichts der internationalen Bedrohung durch den Terrorismus? Bereits vor der Vorpremiere sorgt "Jihad - das Musical" in Großbritannien für Unruhe. Am Mittwochabend solle das Stück auf dem Fringe Theaterfestival in Edinburgh (5. bis 27. August) über die Bühne gehen.

Gegner der Aufführung wandten sich bereits an die britische Regierung. Sie verurteilen die "geschmacklose Schilderung des Terrorismus und seiner Opfer" verurteilen. Vor allem die Leidtragenden des Terrorismus würden dadurch verletzt. Kritiker kreiden den Veranstaltern nach Medienangaben auch an, das Musical über einen afghanischen Bauern zu kurz nach den gescheiterten Anschlägen von Glasgow und London zu zeigen.

Humor in schweren Zeiten

Die Verantwortlichen des Stücks verteidigten sich, die Schau sei ein Versuch, selbst schwere Zeiten mit Humor zu nehmen. Das entspreche der britischen Tradition, sagte Zoe Samuel, die die Liedtexte schrieb. "Es ist nicht unsere Absicht, jemanden zu verletzen oder zu beleidigen", betonte Produzent James Lawler.

Jihad - das Musical

Das satirische Stück erzählt die Geschichte von einem afghanischen Bauern, der von Heiligen Kriegern eine Gehirnwäsche bekommt und Lieder wie "Ich will wie Osama sein" zum Besten gibt. Auf der Internetseite des Festivals wird das Werk als "sensationelle neue Musical-Komödie, die stürmischen Applaus und einen neuen Kult hervorrufen wird", angepriesen. Der Osama-Song ist bereits auf der Videoplattform YouTube zu sehen.

Das Fringe Festival bildete ursprünglich nur das Randgeschehen des offiziellen Theater- und Musikfestivals in der schottischen Hauptstadt, das traditionell eine Woche später beginnt. Es macht mittlerweile aber immer mehr von sich von Reden - jetzt mit "Jihad - das Musical". (Ag.)


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5 Kommentare
 
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Von Gast: Singsangsänger am 02.08.2007 um 10:57

Werden lernen müssen

es auszuhalten, unsere FREUNDE.

Von anna89 am 01.08.2007 um 21:01

Die Angst geht halt um,

dass es wegen so einem Schmarren wieder Terrordrohungen geben könnte. Angst erzeugt Ohnmacht und Hass. Und gerade deswegen wird für viele das Musical-wenns so weiter geht, wie auf YouTube gezeigt-Balsam auf der Seele sein.

Antworten Von Aaron Fishhof am 02.08.2007 um 11:18

Re: Die Angst geht halt um,

Warum soll realer islamistischer Terror nicht der Bevölkerung nahegebracht werden können?

Noah von der Aarche am Berg der Freude

Von Aaron Fishhof am 01.08.2007 um 18:15

Das Ölgeld

der ISLAMISTEN non olet,denn dann würde es dort fürchterlich nach Erdöl stinken!!!!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Von Gast: 34000 am 01.08.2007 um 19:18

Re: Das Ölgeld

na Zoe Samuel klingt zwar nach der Region aber eher von der anderen Seite des Jordans... Salam & Schalom

 
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