Gratwanderung über den Rücken des Volkes

WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Die Frage einer neuen EU-Volksabstimmung ist juristisch zu beantworten. Doch das reicht nicht.

Manchmal zerreißt es einem das Herz: Speziell wenn eine Seite europäisch und die andere demokratisch schlägt. Denn beides erscheint manchmal wie ein unauflösbarer Widerspruch. Die EU ist zwar nicht undemokratisch, weil in ihren Gremien indirekt gewählte (von den nationalen Parlamenten bestellte) Politiker und ein direkt gewähltes Europaparlament entscheiden. Aber Brüssel ist doch sehr weit weg vom Einflussbereich des eigentlichen Souveräns: des Volkes, sodass ein mulmiges Gefühl in der Magengrube bleibt.

Das ist mit ein Grund, warum auch jetzt alle in der Defensive sind, die sich dieser Tage gegen eine Volksabstimmung zum neuen EU-Vertrag aussprechen. Denn abgesehen von allen juristischen Bewertungen, ist doch einfach die Frage zu stellen: Warum nicht? Wenn dieser Vertrag wichtig und gut ist, wenn alle ein reines Gewissen haben, warum soll dann nicht das Volk darüber entscheiden?

Das Problem ist aber, dass diese Logik in beide Richtungen gilt: Würden unsere nach Brüssel entsandten Politiker immer die Wahrheit über ihr Tun erzählen, hätten wir wohl das Bedürfnis nach Einflussnahme gar nicht so stark. Würden umgekehrt die sogenannten Kritiker daheim die Union nicht ständig mit irgendwelchen Falschaussagen verunglimpfen, wären wir auf dem Weg in Richtung einer gemeinsamen europäischen Demokratie ebenfalls ein gutes Stück weiter. Beide Seiten sind dafür verantwortlich, dass ein hässlicher Graubereich entstanden ist, der auch die legitime Transparenz gegenüber dem Volk vernebelt.

Der neue EU-Vertrag wird bis auf eine Ausnahme – die künftigen Mehrheitsentscheidungen über Fragen von Justiz und Innerem – keine wesentliche Übertragung von Souveränitätsrechten an die Gemeinschaft bringen. Alle restlichen Argumente für eine Volksabstimmung sind Humbug: Eine Militärunion wird dadurch ebenso wenig Realität werden wie eine Union, die uns die Atomkraft aufzwingen oder das Wasser abgraben kann.

Der Reformvertrag ist kein Meilenstein der politischen Integration Europas, sondern lediglich ein Kiesel auf diesem Weg. Er bringt gerade so viel, um das weitere Funktionieren der Union mit 27 Mitgliedern zu gewährleisten. In diesem Sinne ist auch die Ausweitung der Mehrheitsentscheidungen zu verstehen. Es ist die einzige Möglichkeit, unter so vielen Mitgliedstaaten überhaupt eine Einigung zu finden. Das Veto jedes einzelnen Landes in wichtigen Fragen wie etwa des gemeinsamen Budgets oder der Aufnahme neuer Mitglieder bleibt bestehen.

Juristisch spricht vieles gegen eine Volksabstimmung. Aber damit darf die momentane Debatte nicht abgewürgt werden. Irgendwann müssen nicht nur Recht, sondern auch Emotionen abgearbeitet werden. Die Trennlinie zwischen Befürwortern und Gegnern einer Volksabstimmung zum neuen EU-Vertrag verläuft ja nicht bloß zwischen unterschiedlichen Rechtsauffassungen. Sie verläuft vor allem zwischen EU-Befürwortern und Regierungsvertretern, die heilfroh sind, diesen mühsamen Kompromiss endlich im Kasten zu haben, und jenen, die aus teilweise ganz anderen Gründen der EU skeptisch gegenüber stehen. Hier geht es nicht nur um den Vertrag, hier geht es auch um vieles andere.

Und das ist der Punkt: Versperrt sich die Regierung einer offenen Debatte über die Notwendigkeit einer Volksabstimmung, ruiniert sie damit das Image der Europäischen Union in Österreich noch weiter. Denn sie überlässt das Feld völlig jenen, die diese Debatte für ihren nationalistischen Anti-EU-Kurs ausnutzen. Wenn beispielsweise – wie am vergangenen Sonntag, kein ÖVP-Regierungsmitglied bereit ist, an einer Fernsehdiskussion über den Reformvertrag teilzunehmen, wird das Feld leichtfertig Jörg Haider, Andreas Mölzer und der Kronen Zeitung überlassen.

Das ist der objektive Teil der Geschichte, der andere ist ein persönlicher. Denn nun heißt es für jeden Teilnehmer dieser Debatte, Farbe zu bekennen und nicht mutlos das Weite zu suchen.

Ich fange hier an: Ich bin derzeit gegen eine Volksabstimmung zum Vertrag. Zum einen, weil es keine wirklich verfassungsrechtlichen Notwendigkeiten dafür gibt. Zum anderen, weil die öffentliche Debatte von allen Seiten – Befürwortern wie Gegnern – in eine Richtung läuft, die mit diesem Vertragstext wenig zu tun hat. Es ist mir aber auch bewusst, dass ich hier eine pragmatische, juristische Haltung über meinen demokratischen Instinkt stelle.


wolfgang.boehm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.11.2007)


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16 Kommentare
 
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Von dens venenatus am 18.11.2007 um 22:26

jedes kind weiss

das ist die diktatur unserer politicos die sich vor dem volk fürchten und in ihrer neuen legislaturperiode die volksrechte gleich wieder um 25 % beschnitten haben. recht haben sie, wir lassen es uns ja von den ... (will mich nicht klagen lassen) gefallen. der gusi und sein schwarzer misanthrop sollten es doch dem chavez nachmachen, dann wäre endlich ruhe mit dem dauernden herumgejammere.

Von Gast: Noname am 16.11.2007 um 22:52

Scheindemokratie, bestenfalls

Demokratie ohne Entscheidungs- und Mitbestimmungsmöglichkeit des Souveräns (=Volk) ist keine Demokratie. Siehe UdSSR, Nazi-Deutschland, etc. Die EU begann als Friedensprojekt, dann war sie ein Kaufmannsbündnis, beten wir (mitbestimmen und mitgestalten dürfen wir ja nicht, daher bleibt nur das Beten und Zahlen) dass sie nicht zur EUdSSR wird. Das Argument, dass das Volk "zu blöd" sei kostet mich bei den fortwährenden Dilletanten-Glanzleistungen und Un-Bildungshorizont vieler unserer "VolksvertreterInnen" nicht einmal mehr einen Lacher, es richtet sich von selbst und richtet auch über den Durchblick desjenigen der dieses "zu blöd"-Statement abgibt. Die Zeiten wo nur Weise und Wissende "Volksvertreter" wurden sind schon lange vorbei, momentan drängen sich ganz andere in den Vordergrund, so auch die Resultate ihrer "Politik". Gewinne an die Großen, Verluste ausbaden können die Kleinen - diese Konstante in der Geschichte verändert sich nie.

Von R. Piccolruaz am 16.11.2007 um 17:30

Volksabstimmung (-befragung) - Instrument zu Verhinderung

Das Instrument wírd fast nur dann gefordert, wenn es etwas zu verhindern gilt. Abfangjäger, ORF-Gebühren, Neutralitätsabschaffung etc etc. Ein Verwendung mit "ruhiger Hand" wie in der Schweiz, wo auch die Alternativen hinreichend im Blickpunkt stehen, gibt es bei uns nicht (und selbst dort brauchte es mehrere Abstimmungen bis zur Mst-Einführung).

Die Ursachen sind die gleichen, wie jene für den bei uns grassierenden Populismus.
Einerseits fehlt staatsbürgerliche Reife, viele sind entweder nicht willens oder in der Lage sich mit einer komplexen Problemlage auseinderzusetzen, oft schlicht zu bequem/desinteressiert.

Andererseits (und deswegen) ist es leichter Emotionen und Ressentiments anzusprechen als zur krtischen Auseinandersetzung aufzufordern.

Drittens gibt es "staatstragende" Parteien, die dies schamlos (EF/Pensionen) ausnützen, so gar in die Regierung kommen. Krokodilstränen über die KRONE? Dass ich nicht lache. Wien ist Provinz auch in dieser Hinsicht

Von Gast: Sator am 16.11.2007 um 16:48

Abstimmung? Worüber?

Der neue EU-Vertrag ist ein Kompendium von rund 400 Seiten. Wer hat dieses Werk denn gelesen? Und wir wollen doch hoffen und erwarten, dass jeder Einzelne nur über etwas abstimmt (d.h. seine Meinung kundtut), was er auch genau kennt. Es ist wohl illusorisch zu glauben, dass auch nur 1 Promille der Bevölkerung, die unbedingt abstimmen will, den Vertrag vorher gelesen hat. Daher ist der EU-Vertrag für eine Volksabstimmung denkbar ungeeignet, man würde über alles Mögliche abstimmen, nur nicht über den - weitgehend unbekannten - Inhalt des Vertrages. Es ist allerdings nur zu hoffen, das zumindest die Parlamentarier, die darüber abstimmen, ihn auch gelesen haben.

Von Staatsphilosoph 2000 am 16.11.2007 um 12:27

Mehr Mut von der großen Koalition ist gefragt 2

Herrn Böhm ist recht zu geben: Ich bin ebenfalls derzeit gegen eine Volksabstimmung auch seine Begründung ist stimmig.

Und er hat auch recht in Bezug auf d Fernsehdiskussionen: Josef Pröll (VP) & Werner Faymann (SP) die sich prächtig verstehen u ausgezeichnete Politiker u Rhetoriker sind könnten doch sicherlich Mölzer & Jörg Haider Paroli bieten.

Oder das Duo: Frau Plassnigg (VP) u Maria Berger (SP) die in Punkto Fachkompetenz die EU die Herren Mölzer & Haider haushoch übertreffen.

Liebe Regierungspolitiker TRAUT EUCH MEHR ihr könnt es ja, das Diskutieren u Überzeugen, das habt ihr bewiesen!!

Von Staatsphilosoph 2000 am 16.11.2007 um 12:19

Mehr Mut von der großen Koalition ist gefragt 1

Der springende Punkt des Kommentars ist d Satz: "... Hier geht es nicht nur um den Vertrag, hier geht es auch um vieles andere. .. "

Diejenigen die lärm- u abgasgeplagt neben einer Autobahn z.B. im Inntal wohnen denken höchstwahrscheinlich in d Wahlzelle nicht an d EU-Reformvertrag sondern an:"EU = Transit" und stimmen mit Nein. Das gleiche gilt die in Wien durch die vielen Ausländer verunsichert u verängstigt sind. Und für diejenigen die die Globalisierung mit der EU verwechseln. Die gehen auch alle wählen u stimmen mit Nein obwohl sie über d Reformvertrag höchstwahrscheinl. fast nicht nachdenken

Jeder der sich heute mit Marketing u Verkauf auskennt u entsprechende Seminare besucht weiß: "Ein negatives Verkaufsargument verbreitet sich 10x schneller u ist daher 10x wirksamer als e. positives Verkaufsargument." Mit Angst- u Panikmache in d Kronenzeitung werden mehr u leichter d Menschen zur Wahlurne geleitet die mit Nein stimmen als das redliche Überzeugen durch d Regierung.

Antworten Von Ophicus am 16.11.2007 um 13:03

Re: Mehr Mut von der großen Koalition ist gefragt 1

Absolut richtig - aber für welche Wahl gilt das nicht?
Bei der Nationalratswahl ist es immer das gleiche - Kleinigkeiten rauspicken und negative Argumente dem Gegner an den Kopf knallen. So macht man das.
Wirklich schwer wäre das bei der derzeitigen EU-Stimmung ja auch nicht. Einfach die neue, reformierte EU beschimpfen und deren Abschaffung fordern - was nur durch Umsetzung der neuen EU funktioniert, wo kleine Länder sich durch Mehrheitsentscheidungen endlich einmal durchsetzen können und die bösen Briten und Franzosen nicht immer ihre Privilegien durch Veto verbieten können.
So in der Art.
Aber wenn man das Referendum nicht abhält weil man Angst davor hat, dass sich das falsche Marketing durchsetzt, dann kann man die Demokratie gleich einmotten.

Von Gast: Austriacus am 16.11.2007 um 12:13

Die Diskussion geht an der Sache vorbei

Die EU ist vielleicht nicht völlig undemokratisch, aber auf dem besten Weg dazu. De facto liegt die Gewalt in den Händen von Rat und Kommission, die kaum einmal Rechenschaft über ihr Tun ablegen müssen.
Wie auch immer der neue Vertrag heißen soll, er ist ein Ansatz zu einer europäischen Verfassung und gehört daher von einer Verfassungsgebenden Versammlung ausgearbeitet, nicht von einem Gremium abgehalfterter europäischer Politiker, die auf eine lange Reihe von Fehlentscheidungen und Mißgriffen zurückblicken können.
Natürlich bleibt das eine Illusion, weil das Europäische Parlament eben ein professioneller Abnick- und Abcash-Verein ist und sonst nichts.
Eine Volksabstimmung würde dieser Hofschranzenpartie vielleicht einmal einen ernsthaften Schuß vor den Bug versetzen.
Mein Tipp an Rat, Kommission und deren journalistische Apologeten: Wenn Euch die europäische Bevölkerung nicht mehr paßt, dann wählt Euch doch eine neue!

Antworten Von michaelcollins am 16.11.2007 um 16:38

Re: Die Diskussion geht an der Sache vorbei

das bitte nicht zu laut sagen. die eu ist schon dabei, sich ein neues wahlvolk zu suchen, siehe barcelona verträge. siehe die 20 millionen, denen man die blue card geben möchte, die aus afrika und asien in die eu strömen sollen.

und das werden sicher keine computerfachleute sein, das werden wieder die unterschichten der jeweiligen länder, wie gehabt, sein, die den eu funktionären ihre entscheidung vergolden.

mfg
mc

Antworten Von Staatsphilosoph 2000 am 16.11.2007 um 12:46

Re: Die Diskussion geht an der Sache vorbei

".. Ansatz zu einer europäischen Verfassung, ausgearbeitet v. e. verfassungsgebenden Versammlung .." In den Jahren 2001 u 2002 hatte sich e. verfassungsgebende Versammlung offiziell konstituiert die den Namen "Europäischer Verfassungskovent" hatte, Präsident war Herr Giscard d'Estaing. Hast Du das schon vergessen?

"abgehalfterter Politiker,... Abnick- und Abcash-Verein, ... Hofschranzenpartie, ... Wenn Euch die europäische Bevölkerung nicht mehr paßt, dann wählt Euch doch eine neue!"

Cool klingende Begriffe die sich trefflich für die Diskussion im Kaffeehaus eignen, aber: Eine Sachargumentation ist das beileibe nicht!

Jeder einzelne Abgeordnete im EU-Parlament, jedes Mitglied der EU-Kommission, jeder von den EU-Fachministerräten u dem Rat der Regierungschefs wurde demokratisch gewählt u ist korrekt u voll legitimiert!

Von Rudolf Wirthig am 16.11.2007 um 11:37

Volksabstimmung nach den Regeln der Kronenzeitung?

Die Volksabstimmung ist ein hehres Instrument der Demokratie aber viel zu Schade um sie der Beliebigkeit der Kronenzeitung und anderer Demagogen zu überlassen. In dieser Auseinandersetzung wird jedoch deutlich wie zutiefst unglaubwürdig die gerade regierenden Politiker geworden sind und wie leicht die Unzufriedenen sich um einen konträren Kristallisationpunkt sammeln lassen. Ich bin überzeugt das Wahlverhalten der Franzosen und Holländer hatte genauso wenig mit der EU zu tun wie heute der Wunsch der Österreicher nach einer Volkabstimmung zum Reformvertrag. Es geht einzig und allein um eine Machdemonstration am völlig ungeeigneten Objekt. Aus diesem Grund bin auch gegen eine Volksabstimmung. Auf jeden Fall sollten jedoch bei allen Politikern die Alarmglocken zu schrillen beginnen und Ehrlichkeit, Geradliniegkeit sowie Moral wieder Teil des politischen Handelns werden.

Von lurch am 16.11.2007 um 11:36

was

"Würden umgekehrt die sogenannten Kritiker daheim die Union nicht ständig mit irgendwelchen Falschaussagen verunglimpfen"
Um welche Falschaussagen handelt es sich denn bitte?
Wieso funktioniert die EU nicht ohne den Vertrag? Das wird nur immer als Stehsatz so hingeschrieben oder gesagt. Wird dann das Leben der EU-Bevölkerung leichter, gibt es dann keine Arbeitslosigkeit mehr, oder wird die Armut damit abgeschafft?
Oder bilden sich das die hohen Herren lediglich ein, daß dann das Regieren leichter fällt? Was mir persönlich ziemlich egal wäre, ob es ein paar Politikern besser geht oder nicht.

Von dresak am 16.11.2007 um 11:35

Volksbefragung

Es ist sicherlich so, dass mit diesem Vertrag den EU-Bürgern Rechte ohne das Volk (Völker) zu fragen praktisch "aufgezwungen" werden. Man meint das diese Grundrechte, die ohnehin in den Verfassungen aller Mitgliedsstaaten festgeschreiben sind nun in den Kompetenzbereich der EU übergehen sollten (wo sie indirekt durch den Rechtsbestand der EU und der ständigen Rechtssprechung des EuGH ohnehin schon sind). Der europäische Superstaat, der jeden Bürger betrifft, wird damit beginnende Realität. Die einzige Kompetenz die exklusive bei den Mitgliedssaaten verbleiben wird, sind Fragen der nationalen Sicherheit.
Die verantwortlichen Politiker tun dies unter dem Deckmäntelchen des "Gutmenschentums", aber ohne den Rückhalt ihrer Völker ernsthaft zu suchen (ausser Frankreich und die Niederlande) - das ist schlecht. Eine EU-weite Volksbefragung wäre sinnvoll um die Glaubwürdigkeit der EU bei der Bevölkerung zu gewährleisten. Ansonsten läuft Europa gefahr ein politisches Kopfprojekt zu werden.

Von Ophicus am 15.11.2007 um 22:06

Bei allem Respekt...

Mit dieser pragmatischen Haltung kann man in Österreich jede Wahl ausfallen lassen. Wann wurde zuletzt ein sachlicher Wahlkampf in Österreich geführt? Wann waren die Slogans der zu wählenden Parteien mehr als Schlagwörter? Und wann hatte der Inhalt des Wahlkampfs zuletzt mit dem folgenden Regierungsprogramm zu tun?
Ich habe eine tiefe Abneigung gegen die Demokratie (hier Churchills Zitat einfügen), aber es ist nunmal die Grundlage unserer Republik und wenn das Volk auf die idiotischen Befindlichkeiten von selbstinszinierten Politikern hereinfällt dann ist das eben der Preis, den wir dafür zu zahlen haben, dass wir unsere eigenen Herren (und Damen) sind.
Inkonsequenz ist schlimmer als Demokratie je sein kann. Und inkonsequente Demokratie ist nicht mehr viel wert. Denn wer auch immer entscheidet wann man das Volk befragt und wann nicht ist der wahre Machthaber. Das Volk ist dann schon entmündigt, auch wenn es das vielleicht nicht merkt.

Antworten Von michaelcollins am 16.11.2007 um 16:49

Re: Bei allem Respekt...

doch. einige merken es schon.

mir ist die todesstrafe vor und während eines krieges zuwider, mir ist der einsatz des heeres bei unruhen im inneren zuwider, ebenso der schießbefehl bei unruhen.

für mich geht die eu in richtuung superdiktatur.

was heißt denn das, daß der bereich justiz und inneres an die eu abgegeben wird? das sind doch die grundpfeiler der demokratie.

bestimmt jetzt die eu, wie die innenpolitik in österreich zu laufen hat? wozu brauchen wir dann ein parlament? und die justiz? schaffen wir dann die dritte säule der demokratie ab und führen eine willkürjustiz ein? gerichtsurteile fern in brüssel? die eu bestimmt, wer verbrecher ist und wer nicht? sind bald kritiker an der eu verbrecher?

ich mache mir schon sorgen.

mfg
mc

Von Gast: pit am 15.11.2007 um 20:10

Wioe wäre es,

den ausgehandelten Vertragstext einmal zu veröffentlichen ?
Oder ist das "dem Volk" nicht zumutbar ?

 
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