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Wien: Kampfhund-Training im Park

24.07.2008 | 18:05 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

Auf immer mehr Wiener Spielplätzen werden in der Nacht Kampfhunde „trainiert“. Der Sachschaden ist enorm.

WIEN. Tagsüber gehören sie den Kindern, nachts den Kampfhunden: Spielplätze in manchen Wiener Parks. Immer öfter werden diese in der Nacht von Hundebesitzern okkupiert, um ihre Tiere zu Kampfhunden abzurichten. Sie „scharf machen“. Indem Hunde (oft sind das Pitbull-Terrier) auf Kinderschaukeln gehetzt werden, in die sie sich verbeißen können. Oder dazu gebracht werden, Bäume zu „attackieren“ und sich am Stamm festzubeißen.

Die wachsende Zahl an Kampfhundetrainings verursacht enormen Sachschaden. Allein im Park in der Zanaschkagasse (Meidling) mussten heuer bereits 40 Jungbäume nach Beiß-Attacken ausgetauscht werden. Die Kosten: 1000 Euro. Pro Baum. Eine neue Schaukel kostet je nach Modell zwischen 250 und 2000 Euro. Geld, das die Bezirke aufbringen müssen.

Vor einem dreiviertel Jahr, sagt Stadtgartendirektor Rainer Weisgram, wurden in den Parks zum erstem Mal Schäden bemerkt, die „eindeutig“ durch Hunde verursacht wurden. Weil die Zahl der Fälle explodierte („Wir tauschen laufend Schaukeln aus“), wurden die „Hotspots“ der Polizei gemeldet: Betroffen sind vor allem Meidling (Zanaschkagasse, Steinbauer Park) und Margareten – hier im besonderen die Grünanlage am Hundsturm und der Einsiedlerpark. Vor kurzem tauchten die Hunde-Abrichter erstmals im Esterhazy- und Waldemarpark im sechsten Bezirk auf.

Ob es sich um dieselbe Gruppe handelt, die mit ihren Hunden von Park zu Park zieht, oder um mehrere verschiedene Gruppen, „ist schwer zu sagen“, so Weisgram. Die Polizei kontrolliert seit kurzem vermehrt in den Parks und konnte „bereits einiger Leute habhaft werden“, sagt der Bezirksvorsteher von Margareten, Kurt Wimmer (SP). Er hofft, dass die Kampfhundetrainings durch die Polizeipräsenz verschwinden. „Es fehlt mir jedes Verständnis, dass kriminelle Elemente harmlose Tiere so verhetzen.“ Wo doch das Zusammenleben mit der Mehrheit der Hundebesitzer im Bezirk sehr gut funktioniere.


Parksperre? Bezirke winken ab

Besorgniserregend findet das auch Mariahilfs Bezirkschefin Renate Kaufmann. Die Praxis, Hunden „eine irre Beißkraft anzutrainieren, ist mit Waffentraining vergleichbar. Da muss die Polizei durchgreifen.“ Die Parks in der Nacht zu sperren, da sind sich Wimmer und Kaufmann einig, sei keine Lösung. Weil bei den meisten Parks eine Umzäunung fehlt, sei das gar nicht möglich. Und es bewirke nichts: Die Leute würden trotzdem eindringen. Generell sei der Vandalismus in Parks abseits der Kampfhundetrainings im Steigen, so Kaufmann. Das Reparieren von Schäden (Spielgeräte, etc.) kostete Mariahilf im Vorjahr 100.000 Euro.

Auf einen Blick

Kampfhunde in Parks: Immer öfter richten Hundebesitzer ihre Tiere in der Nacht in öffentlichen Parkanlagen zu Kampfhunden ab. Betroffen sind vor allem Meidling (Zanaschkagasse) und Margareten (Hundsturm, Einsiedlerpark). Erstmals war auch Mariahilf (Esterhazy-, Waldemarpark) betroffen. Der Sachschaden durch zerstörte Schaukeln und Bäume ist enorm: Allein im Park Zanaschkagasse mussten 40 Bäume ausgetauscht werden. Die Kosten: 1000 Euro pro Baum.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2008)


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49 Kommentare
 
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Von Gast: SoKa´s - My Love am 30.07.2008 um 00:49

Ratschlag an alle: Nachdenken nicht nur lesen und glauben

Wie hier gegen sogenannte "Kampfhunde" und auch deren Besitzer gewettert wird ist wirklich unglaublich. Ihr seid wirklich alle das lebende Beispiel dafür dass die Menschen es bis heute nicht geschafft haben ihr eigenes Gehirn vernünftig einzusetzen. Mal abgesehen von euren widerwärtigen Rassistischen Aussagen gegenüber zB Türkischstämmigen Mitmenschen (über die ich auch noch gerne mehr schrieben würde-denn es ist wirklich unterstes Niveau was hier steht-aber das ist nicht das thema) fragt ihr allen Ernstes nach dem Nutzen sogenannter "Kampfhunde". Wenn das so ist dann überlgt euch den Nutzen anderer Hunde, die ihr ja anscheinend nicht zu hassen scheint. Den selben Nutzen haben die von euch so diffarmierten Hunde. Hat jemals einer von euch sich über die Hunderassen die ihr fälschlicherweise als "KH" bezeichnet informiert. Ich glaube nicht, sonst könntet ihr nicht auf eurer Meinung beharren. Bei eurem beschränkten Horizont bezweifel ich dass es die Hundehalter sind die dumm sind

Antworten Von Gast: Kai am 05.08.2008 um 08:25

Re: Ratschlag an alle: Nachdenken nicht nur lesen und glauben

Jetzt nimm mal Gas weg, wir haben "unser Gehirn sehr wohl eingeschaltet", deshalb sind wir auch in der Lage, die potentielle Gefahr, die von gewissen Hunderassen nunmal ausgeht, zu erkennen. Die Frage nach dem Nutzen solcher "Waffen" ist durchaus legitim. Schliesslich sind sie nicht zum Zwecke eines Familien-Kuschelhundchens gezüchtet worden, auch wenn das unbedarften Leuten immer eingeredet werden soll.

Antworten Antworten Von Gast: SoKa´s - My Love am 09.08.2008 um 00:32

Re: Re: Ratschlag an alle: Nachdenken nicht nur lesen und glauben

Und bevor ihr Hunde als "potentiell gefährlich" einstuft solltet ihr euch lieber mit aktuellen Beißstatistiken auseinandersetzen. Diese besagen nämlich dass sokas keinesfalls häufiger beißen als andere hunde. sie sind sogar abgeschlagen hinter den mode- und lieblingshunden der gesellschaft. auch in statistiken in denen die vorkommenshäufigkeit der arten mit einberechnet ist. über so etwas sollte man sich mal gedanken machen bevor man hunderassen als potentiell gefährlich ernennt.

Antworten Antworten Von Gast: SoKa´s - My Love am 09.08.2008 um 00:28

Re: Re: Ratschlag an alle: Nachdenken nicht nur lesen und glauben

Fakt ist aber auch dass nur ein kleiner Teil der als "KH" bezeichneten Hunderassen früher wirklich für Hundekämpfe gezüchtet wurden. Außerdem darf man nicht von früheren Verwendungszwecken auf die heutigen schließen. Ansonsten müsste euch der deutsche Schäferhund mindestens genauso verhasst und von euch gefürchtet sein. Hat er doch in noch näherer Vergangenheit als Wachhund in KZs gedient und wurde sogar auf Menschen abgerichtet.
aber weiter zum "Nutzen":
im englischsprachigen Raum werden Staffs als Nannydogs bezeichnet weil sie eine so extrem hohe Reizschwelle haben. Sie sind deshalb auch als Familienhunde sehr beliebt. Außerdem werden viele von ihnen auch zu Rettungs- oder Therpapiehunden ausgebildet:Der Hund der am meisten verschüttete aus den Trümmern des WTC rettete war ein AmStaff. Ebenso ist der amtierende Rettungshundeweltmeister ein StaffBull. Auch Pits werden in America als sogenannte social dogs in Krankenhäusern und Altenheimen eingesetzt.

Von leonidas am 25.07.2008 um 17:35

Tagsüber gehören die Spielplätze den Kindern?!

Ich frage mich, welche Kinder damit gemeint sind. Österreichische können es nicht sein, denn die werden von fremdsprachigen Kindern, die den Spielplatz als deren Revier ansehen, davongejagt.

Von Gast: Don Quichote am 25.07.2008 um 13:01

Auch hier ist der Gesetzgeber seit Jahren säumig.

Die Herrschaften sind ja so sehr mit sich selbst, dh. mit viel wichtigeren Angegelegenheiten beschäftigt, als sich mit den lächerlichen Wehwehchen der Bürger zu befassen. Sollen die doch selbst sehen, wo sie bleiben und bei der Wahl gefälligst die richtige Partei ankreuzeln

Antworten Von derpradler am 25.07.2008 um 16:10

Re: Auch hier ist der Gesetzgeber seit Jahren säumig.

gemessen am Verhalten der Behörden in Sachen Tierschützer ist das Verhalten der Polizei kuschelweich.
Liegt es vielleicht daran, daß es leichter und ungefährlicher ist, nackte Frauen knien oder am Boden liegen zu lassen, als die "Herrln" der Kampfhunde schief anzuschauen. Beachtet man die Vorfälle bei der Wiener Polizei in der letzten Zeit, könnte man auch darin eine Erklärung für das Verhalten der Behörden finden, denn wer hält sich schon Kampfhunde?!

Von Gast: David Shapira am 25.07.2008 um 12:34

gehts noch???

Immer schön weiter Hetze betreiben.

Wo sind den eure Polizisten um die Ordnung widerherzustellen? Erstmal gleich wieder mit Zuchtverbot, Einschläfern und Selbsjustiz kommen und seriöse Hundehalter mit verhetzen!

Äußerungen wie vor 60 Jahren. Aber dafür seid ihr ja scheinbar zu haben.

Antworten Von Ilse Albrecht am 26.07.2008 um 17:22

Re: gehts noch???

Wenn es um s o l c h e Kampfhundebesitzer geht, die n a c h t s (!!!!) ihre zukünftigen Kampfmaschinen auf KINDERSPIELPLÄTZEN trainieren, bin ich für's Chippen von Hund und HERRL!! Frauen fallen weg, habe noch keine mit Killerdog gesehen.
Sie sind auch einer von den Dodeln, die immer und überall die Zeit von 60 Jahren aufwärmen, auch wenn das Thema sich gar nicht eignet. Außerdem langweilig!!

Antworten Antworten Von Ilse Albrecht am 26.07.2008 um 17:23

Re: Re: gehts noch???

Korr. "vor" 60 Jahren

Antworten Von michaelcollins am 25.07.2008 um 19:42

Re: gehts noch???

gibts irgendein thema, mit dem man nicht auf das dritte reich kommen kann?

das wetter: heute war es warm.

ja, stimmt. unterm hitler war das wetter auch warm.

ich bin es schon so leid, das wirklich jedes thema und wenn es ums schwammerlsammeln geht, von einigen mit der vergangenheit instrumentalisiert wird.

mfg
mc

Antworten Von helfrich am 25.07.2008 um 17:15

Re: gehts noch???

wenn man die Besitzer dieser Hunde anschaut, sieht man ausschließlich Psychopathen. Der Gesetzgeber übersieht vorsätzlich, daß diese Tiere als Waffen verstanden werden. Sie sind ein Beispiel dafür.

Antworten Von Ratio am 25.07.2008 um 16:05

Re: @David Shapira

Ihrem Posting nach, liegen drei Dinge auf der Hand:

1.) Sie haben selbst einen Kampfhund

2.) Ihrer Rechtschreibung nach wird das Vorurteil bestätigt, dass derartige Hundehalter nicht die gebildetsten sind und

3.) wird durch Ihre Bemerkung "wie vor 60 Jahren", also 1948, durch Ihre Geschichtskenntnisse bestätigt.

Frage: Warum sollten wir Sie ernst nehmen?

Antworten Antworten Von Gast: gast1 am 25.07.2008 um 17:33

Re: Re: @David Shapira

(wenn sie recht haben) Wegen 1.)

Als Gefahr für andere ernstnehmen, versteht sich.

Antworten Von Gast: Mario am 25.07.2008 um 13:59

Re: gehts noch???

Wieso hetzen? Keiner hat etwas gegen verantwortungsbewußte Hundehalter mit Hunden normaler Rassen (keine Rassen die ausschließlich zum Kämpfen und Töten gezüchtet wurden), ergo hat auch niemand etwas gegen seriöse Hundehalter.

Ausserdem erschließt sich mir nicht, was das Kampfhundproblem mit der Zeit vor 60 Jahren hat.

Antworten Antworten Von seth am 25.07.2008 um 15:52

Re: Re: gehts noch???

rassenwahn...?!?!

Antworten Von Gast: Mario am 25.07.2008 um 13:58

Re: gehts noch???

Wieso hetzen? Keiner hat etwas gegen verantwortungsbewußte Hundehalter mit Hunden normaler Rassen (keine Rassen die ausschließlich zum Kämpfen und Töten gezüchtet wurden), ergo hat auch niemand etwas gegen seriöse Hundehalter.

Ausserdem erschließt sich mir nicht, was das Kampfhundproblem mit der Zeit vor 60 Jahren hat.

Von harbard am 25.07.2008 um 11:44

... werden in der Nacht Kampfhunde „trainiert“.

...kein wunder!
...am tag sind die parks ja von den kulturbereicherern
...besetzt!

Antworten Von seth am 25.07.2008 um 15:59

Re: ... werden in der Nacht Kampfhunde „trainiert“.

LOOOL

Von Ratio am 25.07.2008 um 10:35

Wo ist das Problem?

Man weiß genau, wo und wann die Kampfhunde trainiert werden.
Na dann schicke ich Zivilpolizisten hin, lass die Personalien von den Hundehaltern feststellen und dann gibts Anzeige mit Schadenswiedergutmachung.
So einfach kann das sein, statt die Schultern zu zucken und zu sagen "Was soll ma mach´n".
Energische Initiative ist gefragt.

Antworten Von helfrich am 25.07.2008 um 17:17

Re: Wo ist das Problem?

Eh klar, keine Zeit, man muß ja die Autos diverser Spielhöllen-Besitzer bewegen.

Antworten Von lurch am 25.07.2008 um 10:48

Re: Wo ist das Problem?

Das bringt ja nichts. Da kommt höchstens dabei raus, daß ein paar Polizisten von den Hunden gebissen, oder von deren Haltern attakiert werden. Verhaften kann man die Leute nicht, da man ja ansonsten auch für die Hunde eine Bleibe finden muß und das ist wieder ein viel zu hoher Aufwand, der von keiner leitenden Stelle gedeckt wird. Also bliebe die ganze Verantwortung an den handelnden Polizisten hängen und die sind schon demoralisiert genug.


Antworten Antworten Von Ratio am 25.07.2008 um 11:48

Re: Re: @lurch

"Das bringt ja nichts". Aus Ihren Worten spricht Resignation.
Das bringt schon etwas. Ein Hund, der beißt, wird eingeschläfert. Ein Hundehalter, der sein Tier liebt, wird das nicht riskieren. Strafe zahlen auch nicht. Also wird er in Zukunft mit seinem Hund dort hin gehen, wo er sein darf und soll: am Abrichteplatz.
Wenn wir alle vor Gewalt und Zerstörung resignieren , dann geschieht uns recht.
Wenn wir uns aber alle auflehnen und Druck machen, damit schlechte Zustände abgestellt werden, dann fällt das den Tätern auf den Kopf - und dann geschieht denen recht.
Also, was kann uns lieber sein?

Antworten Antworten Antworten Von michaelcollins am 25.07.2008 um 19:46

Re: Re: Re: @lurch

ich fürchte, sie verkennen die natur dieser "hundehalter". für die ist das tier eine waffe, da wird keine emotionale beziehung aufgebaut. das sind kriminelle, die sich mit hundekämpfen ihr geld verdienen.

wenn der hund tot ist, kauft man einen neuen und richtet ihn genauso ab. denen ist der hund nur soviel wert, wie er beim letzten kampf eingebracht hat.

das kann man nicht mit der beziehung von hundefreunden und hund vergleichen, die hochemotional und positiv ist.

mfg
mc

Antworten Antworten Antworten Von Peregrin am 25.07.2008 um 14:08

Re: Re: Re: @lurch

Wer Hunde fuer Hundekaempfe abrichtet, "liebt sein Tier" wohl kaum.

 
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