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10 Fragen zum Papstbesuch

07.09.2007 | 10:22 |  MIRJAM MARITS UND PATRICIA KÄFER (Die Presse)

Heute gegen 11.15 Uhr wird Papst Benedikt XVI. in Wien ankommen. Was er am ersten Tag macht, wo man ihn zu Gesicht bekommt und weshalb er kommt.

APA (Helmut Fohringer)

Wien. Den Tag vor der Österreich-Reise des Papstes beging man im Vatikan mit einem Dementi: Eine Zeitung, dem Herbeisehnen und – Schreiben von Krisen nicht abgeneigt, vermeldete, dass der Papst krank sei. So heiser gar, dass er seine Reden kürzen werde. Stimmt nicht, ließ Vatikansprecher Federico Lombardi wissen. „Es gibt keinerlei Besorgnis um die Gesundheit des Papstes. Die Heiserkeit löst sich bereits.“ Heute, Freitag, gegen 11.15 Uhr wird Papst Benedikt XVI., heiser oder nicht, in Schwechat landen und bis Sonntagabend in Österreich bleiben.

1. Warum kommt der Papst überhaupt nach Österreich?

Offizieller Anlass ist das 850-Jahr-Jubiläum von Mariazell. Das Programm in Wien und Heiligenkreuz kam später dazu. Dass seine einzige Europa-Reise in diesem Jahr hierher führt, mag auch an der engen Verbundenheit des Papstes mit Österreich liegen. 30 Jahre lang verbrachte er seine Urlaube in Bad Hofgastein. Immer wieder besuchte er auch Kärnten, als der heutige Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari dort von 1981 bis 2001 Bischof war. Mit ihm, wie auch mit dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn verbindet den Papst eine jahrzehntelange enge Bekanntschaft.

2. Wieso ist die erste Station des Papstes die Kirche Am Hof?

Die Kirche Am Hof, wo 1806 das Ende des Heiligen Römischen Reiches verkündet wurde, ist ein für die katholische Kirche geschichtsträchtiger Ort. Der erste Papst, der Österreich besuchte, Pius VI., spendete hier am Ostersonntag 1782 vor 50.000 Gläubigen den Segen „Urbi et orbi“, ehe er nach Rom zurück reiste, ohne Joseph II. von seiner Kirchenreform abbringen zu können. Papst Johannes Paul II. traf 1983 Am Hof mit Gastarbeitern zusammen. Die Mariensäule am Platz, vor der Papst Benedikt XVI. beten wird, ist eine Reverenz an die Marienfrömmigkeit des Oberhaupts der Katholiken sowie an Mariazell – und der Ort soll auch an den Marienplatz erinnern, den der Papst bei seiner Deutschlandreise in München gleichfalls zuallererst aufgesucht hat.

3. Wie kam es zum Termin auf dem Judenplatz?

Der kam relativ spät, auf Betreiben von Kardinal Schönborn, zustande. Um 13.35 Uhr wird der Papst auf dem Judenplatz mit dem Präsidenten der Israelischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, und dem Wiener Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg vor dem Mahnmal der österreichischen Opfer des Holocaust gedenken. Schweigend – was ganz in Eisenbergs Sinn ist. „Am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu schweigen ist besser als viele Worte“, sagte der Oberrabbiner. Danach wird der Papst auch vor jene Tafel treten, auf der die katholische Kirche ihre Mitschuld an der Judenverfolgung einräumt. Um 13.40 Uhr fährt der Papst laut Protokoll wieder ab.

4. Wie kann man noch an eine Zählkarte für Mariazell kommen?

Gar nicht. Alle Zählkarten sind vergeben. Für Mariazell wurden 33.000 Karten ausgegeben, die meisten gingen an Pilger der Diözese Graz-Seckau (7500), gefolgt von Wien (7100). Von den ausländischen Pilgern kommen die meisten (über 1000) aus der Slowakei. Aus Bayern, der Heimat des Papstes, werden 350 Pilger erwartet.

5. Kann man den Papst trotzdem live sehen?

Ja, etwa entlang der Strecke, die der Papst heute im Papamobil vom Rennweg in Richtung Innenstadt ab ungefähr 12.15 Uhr (Ring, Augustinerstraße, Kohlmarkt) zurücklegt. Oder direkt am Platz Am Hof um 12.45 Uhr, der frei zugänglich ist (Zugang: Freyung). Oder man ist per TV dabei: ORF2 überträgt ab 11.05 Uhr.

6. Wie groß ist das weltweite mediale Interesse?

1600 Journalisten haben sich für den Papstbesuch angemeldet. 1100 haben's allerdings nicht weit – sie kommen aus Österreich. Die größte ausländische Berichterstatter-Mannschaft stellt mit knapp 300 Journalisten Deutschland. 100 italienische Presse-Vertreter bringt der Papst mit; Frankreich, Großbritannien und Polen schicken jeweils 30 bis 40. Aus den USA reisen 12 Berichterstatter an, darunter Vertreter der großen TV-Stationen wie CNN, ABC und NBC. Insgesamt werden Fernseh-Bilder des Papst-Besuchs von 300 TV-Journalisten in 34 Länder übertragen.

7. Wie streng sind die Sicherheitsvorkehrungen?

Der Papst gilt als „grundsätzlich hochgefährdet“, dementsprechend groß ist das Aufgebot von Polizei (rund 1900 Mann, darunter 150 Cobra-Beamte) und Bundesheer (1350 Soldaten, 50 Luftfahrzeuge). Seit Donnerstag sind Sprengstoffexperten im Einsatz. Besucher (etwa am Freitag am Platz Am Hof und Sonntag am Stephansplatz) werden an Zugängen kontrolliert, andere Zufahrtsstraßen werden gesperrt und sind nur für Anrainer und Einsatzkräfte zugänglich. Die Buslinien 1A, 2A und 3A sind am Freitag eingestellt, die Linien 71, J, 77 A verkehren eingeschränkt.

8. Was macht der Papst eigentlich heute am Abend?

Um 17.30 trifft der Papst in der Hofburg mit Bundespräsident Heinz Fischer zusammen, später mit der Bundesregierung. Um 18.00 Uhr wird er vor Vertretern internationaler Organisationen und des Diplomatischen Corps eine Rede halten. Darin wird es um die christlichen Wurzeln Europas gehen. Mit Spannung wird erwartet, ob zu einem EU-Beitritt der Türkei Stellung nehmen wird.

9. Was kostet der Besuch des Heiligen Vaters in Österreich?

4,9 Millionen Euro. Zwei Millionen tragen die Diözesen bei – somit kostet der Papstbesuch jeden Kirchenbeitragszahler rund 50 Cent.

10. Wie geht es für den Papst weiter?

Am Samstag reist der Papst gegen 8.15 Uhr per Hubschrauber nach Mariazell, wo er um 10.30 Uhr auf dem Vorplatz der Basilika die Heilige Messe zelebrieren wird. Am Sonntag folgt eine Messe im Stephansdom.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2007)


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195 Kommentare
 
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Von Gast: He P am 14.09.2007 um 15:14
Zum Artikel: Schönborn: "Fristenlösung nicht akzeptabler Status"

SJ soll sich zur Demokratie bekennen

Ich halte es für ein großes Problem, dass eine Jugendbewegung bis heute den Zusatz "demokratisch" in ihrem Namen ablehnt. Noch dazu, wo es sich um die Jugendpartei des Kanzlers handelt. Hätte ich den Eindruck, dass die SJ ein demokratisches Verständnis besitzt, wäre mir der Zusatz im Namen auch egal. Aber hier gibt es gemäß deren Verhalten für mich einen großen Aufklärungsbedarf. Meines Erachtens liegt hier eine Radikalisierung vor, die gefährliche und undemokratische Züge trägt. Dies war für mich nicht erst seit deren Entgleisungen gegenüber dem Papst zu beobachten. Ich denke, es wird Zeit, dass diese Gruppe andere Töne anschlägt und sich mit Wort UND TAT zur Demokratie bekennt. Wenn sie es verweigert, sollte man ernsthaft an deren Auflösung denken.

Von panforst am 13.09.2007 um 08:46
Zum Artikel: Schönborn: "Fristenlösung nicht akzeptabler Status"

Abtreibung ist akzeptiertes Unrecht!

Wir alle sollten uns darüber klar sein, daß Abtreibung auch in unserer Rechtsordnung ein Unrecht ist, daß aber ausnahmsweise in den ersten drei Monaten straffrei ist. Ein Recht auf Abtreibung existiert in Österreich auf keinen Fall! Die Bestrafung der Mutter wäre aber unsinnig, weil die Täter (im Sinn des Strafrechtes) ja auch die Väter die nicht zu ihrer Verantwortung stehen, die Arbeitgeber, die Ärzte die die Mütter schlecht beraten und nicht zu letzt auch die (Groß) Eltern der Betroffenen sind. Ein wichtiger "Täter" ist sicher auch unsere Gesellschaft, die so kinderfeindlich geworden ist, daß die Freude am Leben vielen einfach vergangen ist. Das Leben in jeder Form muß einfach wieder für alle eine Freude sein können und dürfen! Das gilt für den Frosch und die Großtrappe genau so wie für des werdende und vergehende menschliche Individuum. Junge Mütter (die oft als Argument vorgeschoben werden) müssen natürlich von allen die größtmögl

Von Gast: Seufzer am 11.09.2007 um 10:00
Zum Artikel: Papst in Mariazell: "Europa ist arm an Kindern geworden"

Während der Papst dies sprach

sind in der Welt tausende Kinder verhungert. Aber da war ihm während des ganzen Östereichbesuches kein Wort wert. Verantwortung gegenüber dem teytschen/europäischen/wasauchimmer Volk ist ihm wohl wichtiger als Verantwortung gegenüber den Menschen. Vor allem gegenüber den Not leidenden Menschen ...

Antworten Von freeman am 11.09.2007 um 12:46

Totschlagargument.

Dieses "Argument" ließe sich gegen jede menschliche Tätigkeit vorbringen.

Du gehst ins Kino - aber in Afrika sterben die Kinder!
Du diskutierst akademische, politische Probleme - aber in Afrika sterben Kinder!
Du postest im Presse-Forum - aber in Afrika sterben Kinder!


Von dr.michael am 10.09.2007 um 21:26
Zum Artikel: Schönborn: "Fristenlösung nicht akzeptabler Status"

... und kritisiert Österreichs Umgang mit dem Thema Abtreibung ...

Wieso bin ich als mehrfacher Familienvater dafür, diese Entscheidung den Betroffenen zu überlassen? Mir geht es nicht recht in den Sinn, dass jene, die am lautesten schreien, vom Kinderkriegen und -machen ( vom Kinder-machen häufig schon, aber sie bekennen sich dann nicht zur Vaterschaft, wie so viele Priester, Kardinäle und Päpste übrigens!), am wenigsten Ahnung von Familie, Beziehungen, von Frauen, von der Ehe und von Kindern haben. Man sollte doch den Fachleuten dieses Thema überlassen und nicht den Laien!

www.diebeichtederpaepste.com

Antworten Von Fragender am 11.09.2007 um 14:04

Wie steht die Kirche zur Verhütung?

.

Antworten Von ivan rebroff am 11.09.2007 um 12:27

Re: ... und kritisiert Österreichs Umgang mit dem Thema Abtreibung ...

die Entscheidung den Betroffenen überlassen????

Also auch dem Neffen die Entscheidung überlassen, ob er den Erbonkel umbringen darf?

Dem Ehepartner die Entscheidung überlassen, ob er den lästigen Partner ermorden darf?

So ein Blödsinn!

Von ivan rebroff am 10.09.2007 um 17:21
Zum Artikel: Papst in Wien: „Ohne Sonntag ist das Leben leer“

Danke

es waren wunderbare drei tage - danke benedikt für Ihren Besuch und für viele Denkanstöße!

Und an dieser Stelle: Ja, Abtreibung kann nie ein Menschenrecht sein.
Und, nochmals ja: Europa ist arm an Kindern.
Und ein drittes Mal ja: "Sine domenico non possumus"

Antworten Von Gast: Realist am 11.09.2007 um 09:45

Denkanstoß

die Kirche ist arm an Kindern

Antworten Von Gast: Karl am 10.09.2007 um 18:38

Die rechten Gutmenschen

hatten ihre Ergötzung. Jetzt ist wieder Ruhe für ein paar Jahre. Zum Glück für uns Bürger dieses Landes.

Von gnnyman am 10.09.2007 um 14:08
Zum Artikel: Schönborn: "Fristenlösung nicht akzeptabler Status"

In Wien nichts Neues

Der Papst kam, wurde begrüsst und war da. Kam etwas Neues von ihm - nein. Warum auch? Er hat schon oft klargemacht, welche Standpunkte er vertritt und warum - in einer sehr subtilen und sehr intelligenten Art und Weise. Denn er ist hochintelligent und intellektuell - daher formuliert er Umstände und Dinge auf eine Art und Weise, die nicht beleidigt, nicht offensiv agressiv ist und man versteht erst im Nachhinein, dass man eine Ohrfeige bekommen hat. Ich bin weder Katholik noch ein Anhänger der sgn. christlichen Amtskirchen, trotzdem finde ich den Papst extrem interessant und attraktiv. Vielleicht weil man genau hinhören muss, um zu verstehen, was er sagt. Vielleicht auch, weil er sehr intelligent und gebildet ist und dabei nicht eingebildet und nicht hochnäsig unnahbar(nicht so wie Pius XII). Hilft das der Kirche - ja, dem Glauben an Christus - nein, - warum nicht? Weil ein Glaube an Christus und das Werk der Erlösung nichts mit einer Amtskirche zu tun hat.

Von panforst am 10.09.2007 um 14:02
Zum Artikel: Schönborn: "Fristenlösung nicht akzeptabler Status"

Gedanken zum Papstbesuch

Dieser Besuch hat mir viel zum Nachdenken aufgegeben. Z.B. wieso so viele unbedingt erwarten, daß er kritische und gegenläufige Meinungen kommentieren sollte. Vermutlich sind die Reporter nur darüber böse, daß sie nichts zu schreiben haben. Alles war doch so wie es eigentlich jeder seriöse Christ erwarten musste oder?
Zum Thema Abtreibung finde ich, daß die Fristenlösung ein zwar unvervnünftiger Status Quo ist, aber das eine Bestrafung der Frau in jedem Fall untunlich ist, weil die meisten Täter ja (Groß)eltern, Arbeitgeber, Väter die nicht zu ihrer Verantwortung stehen, und Ärzte die die Frauen schlecht beraten, sind. Auch unsere ganze kinderfeinliche Gesellschaft ist Täter im Sinn des Strafrechtes (das ja wie gesagt immer noch gilt!). Am schönsten wäre ein Umfeld in dem Abtreibung nicht nötig ist, in dem Adoption einfacher ist und die Freude am Kind von jedem gelebt werden darf!
Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft hat der Papst ja auch sehr positiv in Österreich hervorgehoben!

Antworten Von Gast: Franz am 10.09.2007 um 15:38

Re: Gedanken zum Papstbesuch

Mir gibt zu denken dass der Papst immer nur uns "Kleine" auffordert Gutes zu tun, die wahren Kriminellen wie Bush, Blair, Schwarzenegger &Co. empfängt er zu Staatsbesuchen und übt sich in small talk mit ihnen. Wo bleibt der Protest der Kirche gegen die Todesstrafe und Pädophile in den eigenen Reihen, gegen Waffenlieferungen um Milliarden statt humanitärer Hilfe, ....
Hände falten, Goschn halten, Schönborn hats in der Fernsehrunde schön vorgezeigt. Beten und die richtige Liturgie sind sicher tolle Lösungen für die Probleme dieser Welt!

Von Gast: plebs potus am 10.09.2007 um 13:32
Zum Artikel: Schönborn: "Fristenlösung nicht akzeptabler Status"

nicht in meinem Namen

das gilt für die Angriffskriege der USA, für unsere Regierungspolitik und die merkwürdigen Ansagen einer Fiktionsgemeinschaft wie die katholische Kirche. Eine bessere Welt kann nur von mündigen, demokratie- und menschenrechtsbewussten, meinungsfrei und nachhaltig ökologisch denkenden Menschen geschaffen werden.

Nicht von verängstigten, entmündigten und mundtoten Verschwendungskapitalisten und selbsternannten Heilspredigern, Regierungschefs, Diktatoren und der Schäfchen b.z.w. Wahlvieh.

Von Gast: Anmerker am 10.09.2007 um 12:05
Zum Artikel: Schönborn: "Fristenlösung nicht akzeptabler Status"

Hat sich die katholische Kirche

jemals für die vielen Opfer entschuldigt, die sie in den letzten 2000 Jahren auf dem Gewissen hat? Warum nicht?

Antworten Von Gast: Letzeheim am 10.09.2007 um 18:43

Totalitäre

Regimes konnten sich noch nie entschuldigen. Religiösen (Ex-)Regimes geht es da halt auch nicht besser. Leider.

Antworten Von Peregrin am 10.09.2007 um 15:41

Re: Hat sich die katholische Kirche

Sie bringen da was durcheinander. Ihre Aufklaererfreunde haben eine Blutspur durch die Geschichte gezogen, nicht die Kirche.

Antworten Antworten Von Gast: Odo am 10.09.2007 um 18:40

Die vielen Scheiterhaufen, die Hexenverbrennungen

die lebend gehäuteten "Ketzer", die vielen Folteropfer des Mittelalters hat die Aufklärung zu verantworten? Selten soviel Dummheit in einem Post gelesen.

Antworten Antworten Antworten Von Gast: Prometheus am 11.09.2007 um 08:55

Re: Die vielen Scheiterhaufen, die Hexenverbrennungen

Ach herrje, immer die alte Leier. Aber deswegen wird sie auch nicht wahr. Der überwiegende Großteil der Hexenverbrennungen (und die vielen Scheiterhaufen) gingen auf die Rechnung von WELTLICHEN Gerichten, die Inquisition lehnte die Hexenverfolgungen sogar teilweise ab, bzw. war nach einem höchst komplizierten und langwierigen Verfahren vorzugehen, weswegen eine solche Verfolgung gleich im Vorhinein vermieden wurde (monatelange Prozesse). Ganz im Gegensatz zu den WELTLICHEN Gerichten, die die Leute ratzfatz ohne viel Federlesens verbrannten. Ganz einfach nachzulesen bei: http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverbrennung
Langsam wird es an der Zeit, daß selbst die fanatischten Kirchenhasser die Äuglein aufmachen und die Realität akzeptieren lernen. Oder wie Kreisky schon sagte: "Lernens Geschichte!"

Antworten Antworten Antworten Antworten Von Gast: Leser32147897 am 11.09.2007 um 10:11

???

Jaja, es hat so gut wie keine Hexenverbrennungen gegegen ... allein aus den Unterlagen des Vatikans kommt man auf etwas mehr als 5 Millionen lebendig verbrannte Frauen! Und man sollte schon wissen, dass der Hexenhammer und die sonstige Gesetzgebung, die zur Hexenverfolgung geführt hat, nachweislich in keinem einzigen Fall von einem weltlichen Herrscher erlassen wurden - das kam alles von der katholischen Kirche ... (Anm.: in England und den USA war es zugegebenerweise die protestantische Kirche)(die sich in der Zwischenzeit übrigens entschuldigt hat!).

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Von Peregrin am 12.09.2007 um 12:18

Re: ???

Nur damit das nicht unwidersprochen da steht: Das stimmt natuerlich alles nicht. Leser32147897 hat in seinem Leben keine serioesen Unterlagen "des Vatikans" oder von sonstwem studiert oder sich mit Nachweisen irgendeiner Art beschaeftigt, sondern sich vermutlich in seiner Jugend an diesen Filmchen delektiert, wo Maenner in dunklen Kutten nackte Frauen mit Zangen zum Quietschen bringen, und haelt sich wohl daher fuer einen Experten in Sachen Hexenverfolgung.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Von freeman am 11.09.2007 um 14:57

Die weitaus meisten Hexenprozesse

wurden von weltlichen Erbschleichern, Neidern, etc. angestrengt und durchgeführt.

Die Bevölkerung liebte so eine "Hetz".

Antworten Antworten Antworten Antworten Von Gast: Dr. N.N. am 11.09.2007 um 10:06

Historisch falsch, dass es fälscher nicht geht.

So viele Geschichtslügen in einem einzigen Post. Selbst der Vatikan sieht das nicht mehr so fanatisch einseitig wie Sie ... peinlich, peinlich - Sie hätten Sie sich vor dem Posten mit der Thematik ein bisschen auseinander setzen sollen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Von Peregrin am 12.09.2007 um 12:06

Re: Historisch falsch, dass es fälscher nicht geht.

Peinlich ist allenfalls Ihre Replik, die keinerlei Fakten enthaelt. Wer immer im Zusammenhang mit "mittelalterlichen" (in Wirklichkeit fruehneuzeitlichen) Hexenverbrennungen von "Millionen verbrannter Frauen" schwadroniert, ist entweder ein ahnungsloser Narr oder ein antikirchlicher Hetzer, der die Leser unter anderem ueber folgende Sachverhalte taeuschen will: a) es waren weniger als Hunderttausend, b) davon waren ein Drittel Maenner, c) die Hexenverfolger waren stark ueberwiegend lokale Behoerden in protestantischen Gebieten, d) die Anklaeger waren stark ueberwiegend die lieben Nachbarn, e) der Hexenglaube ist nicht ein christliches, sondern ein vorchristliches Phaenomen, das durch die Ausbreitung des Christentums in Europa zunaechst abgeschafft wurde (so musste Karl der Grosse nach der Eroberung des heidnischen Sachsen zB die bluehende Hexenverfolgung unter Strafe stellen), und erst nach der Verwirrung der Verhaeltnisse durch Luther und Aufklaerer wieder Boden gewinnen konnte.

Antworten Antworten Antworten Antworten Von Gast: Cand. jur. XY am 11.09.2007 um 10:04

Immer die alte Leier, aber dennoch

Millionen Opfer und dennoch ist die Kirche schuld. Die von Ihnen angeführten weltlichen Gerichte waren nämlich nur für weltliche Taten zuständig, Religionsdelikte wurden im Mittelalter immer von kirchlichen Gerichten abgehandelt. Die eigentliche Folterhinrichtung erfolgte dann teils durch weltliche Instanzen, ab dem 14. Jhd. aber immer öfter durch die Kriche selbst. Lernen Sie --- Rechtsgeschichte --- oder schauen Sie mal in ein Foltermuseum.

 
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