
Die Außenminister Russlands und Serbiens, Sergej Lawrow und Vuk Jeremic, haben nach ihrem Treffen am Mittwoch die Standpunkte Moskaus und Belgrads zum Kosovo bekräftigt. Die serbische Regierung hatte vor zehn Tagen bei UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon die Wiederaufnahme der Status-Gespräche Belgrads und Pristinas beantragt.
Russland sei mit der serbischen Regierung solidarisch und unterstütze ihren Einsatz für die Fortsetzung der Gespräche, erklärte Lawrow. Belgrad und Moskau würden für eine auf dem Völkerrecht und der UNO-Resolution Nr. 1244 (vom Juni 1999) beruhenden Lösung und für die Umsetzung der demokratischen Standards, die bisher nicht erfüllt worden seien, eintreten. "Wir werden keiner Lösung zustimmen, die unseren serbischen Freunden aufgezwungen würde", wurde Lawrow zitiert.
Eine Unabhängigkeit des Kosovo sei für Belgrad "absolut unannehmbar", meinte Außenminister Jeremic. Er fügte hinzu, dass Serbien zum Kompromiss bereit sei.
Von den USA und ihren westlichen Partnern wird der Status-Vorschlag von UNO-Vermittler Ahtisaari für eine überwachte Unabhängigkeit des Kosovo unterstützt. Darauf stützt sich auch ein von ihnen vorbereiteter Entwurf einer neuen UNO-Resolution zum Kosovo.
Der Kosovo wird am Samstag auch im Vordergrund einer Begegnung des serbischen Premiers Vojislav Kostunica mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin stehen. Zu dem Treffen soll es am Rande eines internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg kommen.
(APA)





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