
Belgrad (ag.). So etwas hört man in Belgrad nicht gern: Serbien könne sich nicht gegen einen westlichen Plan zur Unabhängigkeit der südserbischen Provinz stellen und gleichzeitig erwarten, in die EU aufgenommen zu werden. Mit diesen Worten forderte Frankreichs neuer Außenminister Bernard Kouchner von Belgrad eine konstruktivere Rolle in Bezug auf die abtrünnige Albaner-Provinz ein: „Es ist nicht möglich, mit einem ethnischen Konflikt in die EU zu kommen.“
„Haben Maximum gegeben“
Serbien will die Unabhängigkeit Kosovos um jeden Preis verhindern und hat Russland auf seiner Seite. Moskau kann im UN-Sicherheitsrat jede Resolution per Veto zu Fall bringen. Die westlichen Staaten, allen voran die USA, haben bereits den fünften Resolutionsentwurf vorgelegt, mit Kompromissvorschlägen wie etwa einer weiteren Periode Direkt-Verhandlungen von 120 Tagen. Russland will dies prüfen.
„Wir haben das Maximum gegeben und sind damit einverstanden, im Falle eines Misserfolges andere Schritte zu unternehmen“, zitierte die kosovarische Zeitung „Koha Ditore“ einen westlichen Diplomaten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.07.2007)





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