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200.000 hörten Obamas Apell für neues EU-USA-Verhältnis

24.07.2008 | 20:09 |   (DiePresse.com)

Der Kandidat um das Präsidentenamt der USA möchte auf Europa zugehen. Dafür forderte er auch weiteres Engagement in den Krisenherden der Welt ein. Die deutsche Regierung blieb zurückhaltend

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, hat in Berlin für einen Neuanfang in den transatlantischen Beziehungen geworben. Vor mehr als 200.000 jubelnden Zuhörern forderte er Amerikaner und Europäer auf, ihre Konflikte hinter sich zu lassen und gemeinsam gegen globale Probleme wie Klimawandel und Terrorismus zu kämpfen.

"Jetzt ist die Zeit, Brücken zu schlagen"

Obama warb in seiner mit Spannung erwarteten Rede für ein neues Verhältnis zwischen Europa und den USA. "Jetzt ist die Zeit gekommen, neue Brücken zu schlagen", sagte er. Wahre Partnerschaft und Freundschaft bedeute, gemeinsam Lasten zu tragen.

Obama betonte, Verbündete müssten auf einander hören, von einander lernen wollen und einander vertrauen. "Deshalb darf Amerika sich nicht einigeln." Es gebe auf beiden Seiten des Atlantik Vorbehalte, sagte der demokratische Senator. Es gebe Meinungsverschiedenheiten. Er forderte: "Amerikaner und Europäer werden mehr tun müssen." Dies sei der einzige Weg zum Schutz der Sicherheit und Fortentwicklung der Beziehung.

Erinnerungen an die Luftbrücke von Berlin

Der Senator erinnerte an die Luftbrücke nach Berlin vor 60 Jahren. "Die größte und unwahrscheinlichste Rettungsaktion brachte den Menschen Hoffnung und Essen." Obama sagte: "Die Menschen von Berlin haben die Flamme der Hoffnung am brennen gehalten - sie gaben nicht auf." Deutsche und Amerikaner hätten Vertrauen aufgebaut und zusammengearbeitet. Wo die Menschen zusammenstünden, sei jedes Problem zu überwinden.

"Mohn aus Afghanistan wird Herion in Berlin"

Als konkrete Aufgabe nannte er den Aufbau Afghanistans. "Das afghanische Volk braucht unsere Truppen und eure Truppen, unsere und eure Unterstützung." In der globalisierten Welt wirke sich die Entwicklung Afghanistans global aus: "Aus dem Mohn in Afghanistan wird das Heroin in Berlin." Obama will mehr US-Truppen in das Land schicken und erwartet mehr Beiträge der Verbündeten.

Brücken auch nach Afghanistan

Obama rief die Europäer daher zu weiterem Engagement in Afghanistan auf. Konkrete Forderungen um mehr Truppen stellte er aber nicht. "Amerika kann das nicht alleine machen", sagte er. "Die Afghanen brauchen Ihre Truppen und unsere Truppen." Es stehe zu viel auf dem Spiel, um jetzt dort auszusteigen. Der demokratische US- Präsidentschaftsbewerber forderte eine globale Partnerschaft für den Kampf gegen den Terrorismus. "Das ist der Zeitpunkt, wo wir den Terrorismus zurückschlagen müssen und den Sumpf austrocknen müssen."

Obama verlangte eine Renaissance der engen Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA. "Amerika hat keinen besseren Partner als Europa." Es sei an der Zeit, neue globale Brücken aufzubauen.

Deutsche Regierung höflich zurückhaltend

Die deutsche Regierung äußerte sich dazu vor dem Besuch zurückhaltend. Auch die Zuhörer vor der Siegessäule reagierten beim Thema Afghanistan eher mit Pflichtapplaus. Steinmeier sagte aber nach seinem Treffen mit Obama, er sehe Übereinstimmung in der Frage des deutschen Einsatzes in Krisengebieten.

Im Zentrum des einstündigen Gesprächs zwischen Merkel und Obama standen die Außenpolitik, die Wirtschaftspartnerschaft, der Klimaschutz, die Energiepolitik und die Weltwirtschaft, sagte Merkels Sprecher. Obama würdigte in einer Erklärung den Einsatz Europas für Klimaschutz und die Lösung von Krisen. Er lobte Merkels Führung beim Klimaschutz, für den er Amerika zu größeren Anstrengungen verpflichten werde. Nach dem Gespräch Steinmeier bekräftigte er das Ziel, den Iran vom Bau von Atomwaffen abzuhalten.

Europa-Tournee live im US-Fernsehen

Obama richtete sich mit seiner Rede in Sichtweite des Brandenburger Tors nicht nur an die Zuhörer in Berlin, sondern vor allem an ein amerikanisches Publikum. Die Ansprache wurde live im US-Fernsehen übertragen. Es ist seine einzige öffentliche Rede während einer einwöchigen Reise, die ihn zuvor nach Afghanistan, Irak, Jordanien und Israel führte. Sie soll sein außenpolitisches Profil im Wahlkampf gegen seinen republikanischen Rivalen John McCain schärfen. Nach seinem Besuch in Berlin, der unter hohen Sicherheitsanforderungen statt, will Obama am Freitag nach Paris und London reisen.

(Ag.)


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9 Kommentare
 
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Von phuter am 25.07.2008 um 01:18

Was soll das?

Der Kerl ist irgendein Senator! Obama wurde noch nicht einmal gewählt und geriert sich bereits als der nächste Präsident, samt Posaunerei in den gleichgeschalteten Medien. Zum Speiben. Braucht man überhaupt noch eine Wahl, oder reicht es bereits wenn eine Handvoll Industrie und Medientycoone bei irgeneinem Geheimtreffen Ja sagen?

Antworten Von Gast: Pour le merite am 25.07.2008 um 10:28

Richtig erkannt! Das reicht vollkommen.

Der US Präsident wird, wie sie richtig erkannt haben, von einer "Lobby" ernannt.
Die "Auserwählten" wurden ja, wie sie selbst meinen, schon von Gott sozusagen gewählt. Das muss reichen.

Oder glauben sie allen Ernstes, man würde Typen wie George Dablju, Jimmy Carter, Billy Clinton etc. wirklich wählen?

Der letzte Präsident, der sich gegen die Bevormundung durch die "Lobby" gewehrt hat, wurde hingerichtet.
Und das sollte nicht mehr passieren.
Seitdem ist der medienwirksame "Wahlkampf" längst zur Farce verkommen und dient nur dazu den menschen "Demokratie" vorzugaukeln.

Dasselbe passiert jetzt mit dem guten Barrack Obama.
Ich denke, von sich aus würde er nicht andauernd von Truppen und Kriegen sprechen, aber er hat nun mal die Vorgaben der Lobby zu erfüllen, will er nicht fallengelassen werden.


Von alice am 25.07.2008 um 00:53

Obama und das heroingeschäft

Aus dem Mohn in Afghanistan wird das Heroin in Berlin
wirkt fast wie eine drohung aus dem mund des neuen präsidentenfavoriten....???????
beweise:
http://www.ratical.org/ratville/JFK/JohnJudge/linkscopy/RSblowback.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Air_America_%28airline%29#Allegations_of_drug_smuggling
http://ciadrugs.homestead.com/files/cia-ig-heroin-complicity.html

aber sein kumpel mc caine war direkt in vietnam involviert ... heute nennt man die drogenhändler von damals kriegshelden

Von alice am 25.07.2008 um 00:48

Obama der märchenonkel

"Aus dem Mohn in Afghanistan wird das Heroin in Berlin."
Tja was er da sagt hat viel sprengkraft...er muss es ja wissen in welche dunkle geschäfte SEINE CIA 2008 involviert ist....denn sie haben viel erfahrung im heroingeschäft die amerikanische herrscherklasse....
http://ciadrugs.homestead.com/files/cia-ig-heroin-complicity.html
oder hier
http://en.wikipedia.org/wiki/Air_America_%28airline%29#Allegations_of_drug_smuggling
dann in afghanistan:
http://www.sonic.net/~doretk/Issues/97-08%20AUG/ciacovert.html
Mujahedeen: The CIA's Heroin Heroes:
http://www.ratical.org/ratville/JFK/JohnJudge/linkscopy/RSblowback.html

lieber onkel obama bleib zuhause und zieh dir dort eine nase rein aber lass uns mit deine schmäh in ruh....

Von Gast: Pour le merite am 24.07.2008 um 22:57

Und wieder eine Marionette, diesmal eine pigmentierte!

Brav und artig, wie es sich gehört, ist Barack vor seinen Herrn und Meistern des auserwählten Volkes in Yad Vashem in die schwarzen Knie gegangen und hat seinen immerwährenden Gehorsam versprochen, ehe er in seiner Rede in Berlin die nächsten Eroberungskriege der USraeliten zum besten geben durfte.

Zum einen lechzen also die Afghanen nach US Soldaten, damit diese die terroristischen Mohnbauern über ihre Felder jagen und die deutschen Landser sollen ihnen dabei helfen.
Und zum anderen sollen wir gemeinsam mit den anderen US Vasallen den Iranern ein paar vor den Latz knallen, weil diese nach wie vor an einer Atombombe basteln, wovor sich die Israeliten so arg fürchten.

Diesen Schwachsinn hätte George
Dablju auch nicht schlechter formulieren können.

Enttäuscht kann man ihm nur zurufen:

Obama go home!


Von generator am 24.07.2008 um 21:59

Obamas Bücher!


Immerhin hat Obama schon zwei Bücher geschrieben.

Worüber?

Über sein Lieblingsthema: Über sich selbst.

Von Gast: Sieh da am 24.07.2008 um 21:26

hübsches Foto

Quod licet...

Manche Glatze mußte für die Geste 1000 Euro zahlen

Von CanisLumpus am 24.07.2008 um 21:25

Obama - jedem das Seine


Irgendwie hat man das Gefühl, Obama sagt jedem das was er hören möchte

Von karletto0 am 24.07.2008 um 21:06

B. Obama in Berlin

“Ick bin ein Notgeorgebush.”

 
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