Die kolumbianische Rebellenorganisation Farc hat erstmals seit der spektakulären Befreiung der früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt Geiseln freigelassen. Die acht Geiseln wurden dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben.
"Die Operation wurde durch vertrauensvolle und diskrete Gespräche zwischen den betreffenden Parteien möglich", sagte ein Sprecher des Komitees am Donnerstag. Das IKRK wolle auch künftig als neutraler Vermittler fungieren.
Bei den freigelassenen Geiseln handelt es sich um Zivilisten, die am 17. Juli dieses Jahres entführt worden waren.
Anfang Juli waren Betancourt und 14 weitere Geiseln von der kolumbianischen Armee befreit worden. Betancourt war im Februar 2002 von der Farc verschleppt worden. Mitte Juli hatte der kolumbianische Präsident Uribe den Missbrauch eines Rotkreuz-Emblems bei der Befreiung Betancourts aus der Gewalt der Rebellen eingeräumt. Die Farc ("Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens") ist die größte Guerillaorganisation Lateinamerikas.
(Ag.)





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