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Martin Graf: „Ich bin rechts, aber ein aufrechter Demokrat“

01.10.2008 | 19:13 |  ERICH WITZMANN (Die Presse)

Als Dritter Nationalrats-präsident nominiert, rechnet FPÖ-Kandidat Martin Graf fix mit seiner Wahl.

Die Presse: Sie sind im rechten Lager angesiedelt. Wie weit rechts?

Martin Graf: Das ist eine Definitionsfrage. Das kommt darauf an, wer das zu beurteilen hat.

Ihre Selbstbeurteilung?

Graf: Ich bekenne mich dazu, dass ich rechts bin. Aber ich bin ein aufrechter Demokrat.

Überrascht Sie die Kritik an Ihrer Person, die jetzt nach Ihrer Nominierung durch die FPÖ einsetzt?

Graf: Für mich war das nicht überraschend. Ich werde ja seit Jahren immer wieder für irgendeine Position gehandelt, und es sind immer die gleichen Vorwürfe, Anwürfe und Anschuldigungen. Mir persönlich kann man nichts vorwerfen, ich habe mir noch nie in meinem Leben etwas zuschulden kommen lassen.

Die FPÖ riskiert eine Ablehnung ihres Nominierungsvorschlags, das ist für Ihre Partei doch kein Vorteil.

Graf: Ich glaube nicht, dass ich abgelehnt werde. Die Leute im Parlament kennen mich. Ich gehe davon aus, dass ich in einer geheimen Wahl die Mehrheit bekomme.

Es wurde seit 1983 dreimal die FPÖ-Nominierung für den Dritten Nationalratspräsidenten abgelehnt, Friedrich Peter, Harald Ofner und Herbert Haupt. Eine Ablehnung wäre nichts Außergewöhnliches.

Graf: Irgendwann muss man Traditionen, die sich gegen eine Usance im Parlament aussprechen, durchbrechen. Die Usance, dass wir das Nominierungsrecht haben, ist ja unbestritten. 2006 lagen wir ganz knapp hinter den Grünen, wir haben auch erklärt, dass wir das anerkennen. (Dennoch stellte die FPÖ eine Gegenkandidatin, Anm.)

Es könnte ja nicht um die Nominierung, sondern um die Person gehen. Was liegt Ihnen so sehr an der Funktion des Dritten Präsidenten?

Graf: Meine Partei hat darüber diskutiert, wer in Frage kommt, und hat einstimmig die Meinung vertreten, dass ich der geeignete Kandidat bin. Ja, das freut mich.

Gibt es ein Notszenario, sollten Sie nicht gewählt werden?

Graf: Das gibt es nicht. Wir gehen davon aus, dass ich es werde. Ich gehe auch davon aus, dass die Nationalratswahl 2008 von den anderen Parteien richtig gedeutet wird.

Mit welchen Parteien können Sie besser, mit welchen eher nicht?

Graf: Ich habe mit allen Parteien eine gute Zusammenarbeit gepflogen, sowohl mit der ÖVP als auch mit der SPÖ. Ich kann auch mit grünen Abgeordneten in Sachfragen etwas weiterbringen, ich habe auch kein Problem mit dem BZÖ.

Welche Zustimmung erwarten Sie?

Graf: 50 Prozent plus eine Stimme reicht. Ich gehe nicht davon aus, dass ich 100 Prozent bekomme.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.10.2008)


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170 Kommentare
 
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Von Staunton am 01.11.2008 um 22:52
Zum Artikel: Grüne gegen Burschenschafter Graf als Nationalratspräsident

Also, ich bin wirklich kein FPÖ-Wähler, obwohl ich der Meinung bin, dass mit dieser Partei mehr für Arbeit- und Dienstnehmer erreicht werden könnte als mit Arbeit- und Dienstnehmerbekämpfungspartei ÖVP.

Aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob die SPÖ und insbesondere die Grünen, dort wo sie die Macht haben, nicht mehr Gesinnungsterror betreiben als die FPÖ. Und nicht eine größere Neigung zu "Säuberung" von Ämtern, öffentlichen Posten und Dienststellen von missliebigen Widersachern und Nonkonformisten haben als die FPÖ-Politiker der Nachkriegszeit.


Von oitzinger am 28.10.2008 um 16:15
Zum Artikel: Grüne gegen Burschenschafter Graf als Nationalratspräsident

Nazikeule?

Wie soll man vor solchen Politikern noch Respekt haben?

Da gibt es einen der eindeutig den so genannten Kühnengruß eine Abwandlung des verbotenen Hitlergrußes vollzieht und dies als Bestellung von drei Bier sich herausredet.

Derselbe zeigt sich bei einer „Wehrsportübung“ und nennt es Paintball.

Dann ertappt man wieder Mitglieder dieser Partei beim Skandieren des SS-Wahlspruchs „Meine Ehre heißt Treue“ und man gibt sich ganz naiv, dass Ehre und Treue doch was Nettes seien.

Und heute waren die FPÖler mit blauen Kornblumen geschmückt, welche vor 1938 in Österreich das Symbol der illegalen Nazis war.

Alles nur Zufall? Na klar, wers glaubt. Die oft zitierte „Nazikeule“ schwingt Ihr schon selbst genug.

Von Franz Fröhlich am 06.10.2008 um 11:30

Demokrat? und ehem. Leiter der ARC

so jemand soll Nationalratspräsident werden?

05/2003-10/2006 Alleingeschäftsführer der ARC business service GmbH

dazu:
Der Standard, 2006-09-18: Offenbarungseid über Finanzmisere in Seibersdorf
2006-09-14: GPA zu ARC-Seibersdorf: Zweifelhafte Methoden bei Betriebsratswahl
Wundersame Vermehrung der Beschäftigtenzahl, um Wahl zu beeinflussen
"profil" Nr. 9/06 vom 27.02.2006 - "Blaue Bande"
NEWS veröffentlicht Rechnungshof-Rohbericht zu ARC Seibersdorf.
Utl.: Vernichtendes Prüfungsergebnis der Rechnungshof-Prüfer.
Kritik an Verträgen mit FP-Granden Krünes und Graf.

Von derpradler am 02.10.2008 um 19:28

es handelt sich da immerhin

um einen Vertreter einer Partei die aus ihrem Rassismus kein Hehl macht. Wenn nun so ein Mann noch dazu bei einer solchen Vereinigung ist, ist ganz einfach Vorsicht angebracht. Die Geschichte lehrt uns ganz einfach, daß nur anstreifen, an diese Ideologien, schon tödlich sein kann!

Antworten Von DerRoteWolf am 03.10.2008 um 12:43

Re: es handelt sich da immerhin

Vorsicht angebracht JAWOLLLL
3x roter DAUMEN HOCH

Antworten Von Störenfried am 02.10.2008 um 21:36

Re: es handelt sich da immerhin

Und wo bist du schon überall angesteift ?

Und würdest du Geschichte vorbehaltlos lernen tätest nicht so einen Unsinn von dir geben.

Antworten Antworten Von Gast: gast am 05.10.2008 um 21:07

Re: Re: es handelt sich da immerhin

wo ich überall "angesteift" bin tätest wohl gern wissen, gelle, kleiner schmutzfink du

Antworten Antworten Von Gast: gast am 03.10.2008 um 01:52

Re: Re: es handelt sich da immerhin

wieviel müll kann ein mensch von sich geben....naja nomen est nomen, ge lieber störenfried, weil von geschichte scheinst ja nicht so viel ahnung zu haben(ich empfehle eine lektüre über das 20.Jhdt, im speziellen den Bereich von der WWk 29 bis Ende d. 2 WK 45)

Antworten Antworten Antworten Von Störenfried am 03.10.2008 um 12:49

Re: Re: Re: es handelt sich da immerhin

Aus dem Schulgeschichtsbuch ? Das dient doch nur zur Verdummung.

Antworten Antworten Antworten Antworten Von daPeda am 08.10.2008 um 17:11

es handelt sich da immerhin

Jetzt kommst du also aus deinem Schneckenhäuschen heraus.
Also sprich: Wie war das mit **schwitz etc. Wurden da Millionen J*den ermordet oder nicht?

Von Harald_Sigl am 02.10.2008 um 14:53

DÖW

mir gefällt das ja immer wenn vom DÖW in tiefer erfurcht gesprochen wird... da die so gut wie jeden der sich nicht links vom kommunismus aufhält als rechtsextrem einstufen, halte ich davon ohnehin nichts.

und wie es darum ging, das geld aus dem restitutionsfonds zu verteilen hat dich das DÖW überall und bei jedem quergelegt, die nicht aus ihrem politischen lager kamen. ich find es immer noch schade, dass die noch immer zitiert werden und jemand auf die hört.

bin gespannt ob sie den burschenschafter micheal häupl auch als rechtsextrem eingestuft haben, oder frischenschlager vom Lif, oder karl marx, der immerhin auch schlagender verbindungsstudent war.

Antworten Von Gast: xx am 14.10.2008 um 01:47

Re: DÖW

Also! Zum Punkt Geschichte lernen: in Zeiten von Karl Marx war eine "Burschenschaft" noch etwas ganz Anderes als jetzt im 3. Jahrtausend. Verallgemeinerungen, die sich über hunderte Jahre ziehen, sind absolut unqualifiziert. Nach ein paar Tagen posten bei der Presse überlege ich mir nochmals GANZ genau, ob ich etwas schreibe, da die kommenden Statements und Anworten mir die Vermutung nahe legen, dass es einfach sinnlos ist!!!!!!

Antworten Von Die Borg am 05.10.2008 um 18:49

Re: DÖW

Übrigens die borg sammeln vio daten ...................
also bis nächste woche

Antworten Von Die Borg am 05.10.2008 um 18:45

Re: DÖW

HATSCH..i Bratschi Luftbalon
lol lieb geschriben es wird aber nichts nützen das dummvolk begreift nicht das das politiker nur an die tröge der macht wollen sonst nix
und man mit unserer vergangenheit noch immer kapitalschlagen kann wie wärs mit einer neuen partei........
und auserdem sind 60 jahre buse und frohn genug das döw sollte endlich zu politischen fragen schweigen

Antworten Antworten Von daPeda am 08.10.2008 um 17:14

HAben die Borg

noch keinen Germanisten assimiliert?
balon, geschriben, buse, frohn, auserdem, ...

Antworten Antworten Antworten Von Die Borg am 09.10.2008 um 18:52

Re: HAben die Borg

Nein die Borg haben noch keinen Germanisten
aber das war an den Siegel gerichtet der weis daraus wer die Borg sind und ausademm darvsd ta tie vehhler
behalden bis bald

Antworten Von Störenfried am 02.10.2008 um 21:38

Re: DÖW

Das sich dieser dubiose linksextreme anti-österreichische Geschichtsfälscherverein immer noch als geschichtlich-moralische Instanz darstellen kann ist allerdings seltsam.

Antworten Antworten Von Gast: franz am 03.10.2008 um 01:54

Re: Re: DÖW

wow, wie die bild-zeitung, nur auf noch schlimmerem niveau.gratulation an den störenfried

Antworten Antworten Antworten Von Harald_Sigl am 06.10.2008 um 13:03

Re: Re: Re: DÖW

franzl, du hast ja offenbar von gar nichts irgend einen plan.

weiß gar nicht was die mehr ärgert, franzl, die schwachen 9%, der platz hinter jörg oder dass es niemanden mehr gibt der deine meinungen hören will?

Von Gast: Graf Gudenus am 02.10.2008 um 14:26
Antworten Von Gast: Graf Gudenus am 05.10.2008 um 15:07

Ich bin rechts, NEIN ich bin links

Auf meinem Kragen allerdings weisse Tupfer. Ich bin also ein Proletarier im Aufsteigen. Auf-, resp. Einstieg dauert in etwa 4 Generationen; Dann hätt' es vielleicht ein unansenliches “von” hinzugegen; um Einstieg in besserer Welt vorzutäuschen

Von violet am 02.10.2008 um 12:52

"rechts ... aber Demokrat"

Das klingt ja fast so, als ob es nicht normal wäre, dass die Personen im rechten Spektrum der Parteien demokratisch gesinnt sind. Irgendwie macht mir das jetzt beim wachsenden "Rechtstrend" Sorgen!

Von Bombur am 02.10.2008 um 12:37

Warum verteidigen?

Der Herr wird von niemanden beschuldigt, aber es ist ja nichts Neues das sich die meisten Deutschnationalisten in Burschenschaften wiederfinden.
Hab auf Besuch bei einer auch Diskussionen über die Fälschung des Holocausts mitbekommen und meistens wenns um den Krieg geht wird von Dresden und Terrorbombardements geredet, ganz im Sinne "die bösen Allierten."
Solange solche Lügen in Kellern und Wirtshäusern bleiben und mit Freibier an dem Mann gebracht werden hab ich kein Problem damit, aber wenn es um offizielle Ämter geht sehe ich das anders.

Antworten Von ralshob am 03.10.2008 um 10:16

Es ist wie in der sandkiste - hat aber mit hr. gusenbauer nichts zu tun - die kleinen koennen nicht friedlich miteinander spielen und beschuldigen sich gegenseitig angefangen zu haben. die wehrmacht hat polen ueberfallen - die gegenseite hat dresden bombardiert................

das ganze hat im spaeten 19. jhd begonnen - wir leben im fruehen 21. jhd - oesterreicher tun so, als ob alles in bester ordnung waere, und es ist ja nur die oe geschichte aufzuarbeiten. ich sehe jeden tag mord, todschlag, vergewaltigung, sklaverei und verhungernde menschen. ich kann nicht sagen ob die, die fuer das mitverantwortlich sind, rechte oder linke sind. ist auch egal, denn zu verurteilen ist beides. in keinem krieg gibt es nur gute und nur schlechte. im vorigen jhd sind millionen menschen von deutschen/oesterreichern und deren verbuendeten ermordet worden - im osten sind millionen menschen vom regime ermordet worden - und? es ist geschichte - es ist passiert - die verantwortlichen sind bestraft, und es gab den schwur, dass so etwas nie mehr wieder passiert - und das ist der/die scherz/tragik - es passiert jeden tag, und die "welt" schaut zu (somalia, congo, suedsudan, chad, darfur etc)

Antworten Von Störenfried am 02.10.2008 um 21:43

Re: Warum verteidigen?

Solche wie du, erfolgreich indoktriniert, die sich als Geschichtswissenschaftler aufspielen, sind mir die Liebsten...

Warum sollen kritische Gedanken nicht auch mal in öffentliche Ämter Einzug halten ?

Aber ja, Keller und Wirtshäuser genügen nicht, zum Glück gibts ja das Internet :)

 
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