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Martin Graf: Für Spindelegger steht Wahl "nichts im Weg"

08.10.2008 | 16:19 |   (DiePresse.com)

Der Zweite Nationalrats-Präsident (VP) sieht keinen Grund, den FPÖ-Politiker nicht zum Dritten Nationalrats-Präsidenten zu wählen. Die Sozialistische Jugend sieht das anders.

Für den Zweiten Nationalratspräsidenten Michael Spindelegger (ÖVP) steht nach einem "langen und intensiven Gespräch" mit dem FPÖ-Abgeordneten Martin Graf dessen Wahl zum Dritten Nationalratspräsidenten "nichts im Weg". Damit wolle er aber den anderen ÖVP-Abgeordneten nicht vorgreifen. Die Entscheidung liegen bei diesen selbst - wobei es aber auch im Klub eine Meinungsfindung geben werde, hieß es am Mittwoch aus dem Büro Spindeleggers.

Bedenken gibt es gegenüber der Wahl Grafs vor allem wegen dessen Mitgliedschaft bei der deutsch-nationalen Burschenschaft Olympia. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) will mit dem Abgeordneten ebenfalls sprechen. Ihr geht es nicht zuletzt darum, dass Graf in einer möglichen Funktion als Nationalratspräsident "auch Mitglied des National- und Entschädigungsfonds" würde. Und sie lege großen Wert darauf, dass Österreichs Geschichtsverständnis "nicht korrigiert" werde, hatte Prammer am Dienstag betont.

SJÖ gegen Wahl Grafs

Die Sozialistische Jugend (SJÖ) forderte indes die SPÖ-Nationalratsabgeordneten auf, gegen Graf zu stimmen. "Martin Grafs Mitgliedschaft bei der rechtsextremen Burschenschaft 'Olympia' muss Grund genug sein für die Abgeordneten, ihm nicht eines der höchsten Ämter der Republik zu überlassen", appellierte der geschäftsführende SJÖ-Vorsitzende Wolfgang Moitzi in einer Aussendung.

Tatsächlich gibt es im SPÖ-Klub Widerstand gegen Graf. Mehrere Abgeordnete haben bereits angekündigt, den Blauen nicht zu wählen. Für die Ernennung würden Graf aber die Stimmen von ÖVP, FPÖ und BZÖ reichen.

RFJ-Obmann Johann Gudenus bezeichnete seinerseits die SJÖ als "nicht lernfähig". "Die linkskommunistische Methode, mit der Faschismuskeule auf alle einzudreschen, die einem nicht in den Kram passen, wirkt einfach nicht mehr", so Gudenus in einer Aussendung.

(APA/Red.)


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6 Kommentare
 
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Von harbard am 09.10.2008 um 09:58

Österreichs Geschichtsverständnis "nicht korrigiert" werde

...daran erkennt man, daß die babsi
...absolut nichts versteht!

Von heri3 am 08.10.2008 um 19:41

na was soll der dreizehnte zwerg anderes sagen?

er darf sich doch nicht gegen einen koalitionspartner stellen! die schwarzen werden noch mehr nachgeben müssen, den die EU sager der braunen sind noch nicht vergessen!volksabstimmung,ausstieg aus der eu, weniger zahlungen an die eu,usw.das muß der pröll alles schlucken,und er wird es auf schüssels befehl auch tun! denn der gnom bestimmt noch immer was in der övp geschieht!

Von citoyen am 08.10.2008 um 17:46

Sozialisten und Marxisten (Grüne) wählen ihn nicht - stört das wirklich irgendwen?

Die Sozialistische Jugend ist gegen Graf. Na so etwas, da schlägt es doch glatt 13! Und dann erst die Grünen, die werden ihn auch nicht wählen.

Graf kann stolz sein, daß ihn diese Linksradikalen nicht wählen werden. Er ist rechts der Mitte, und er bekennt sich dazu. Genauso wie zu seiner Mitgliedschaft bei der Olympia.

Heimat, Vaterland, Ehre, Treue, Recht und Ordnung, Verläßlichkeit - all diese Begriffe lösen bei extrem links und grün einen wahren Horror aus.

Antworten Von heri3 am 08.10.2008 um 23:06

Re: Sozialisten und Marxisten (Grüne) wählen ihn nicht - stört das wirklich irgendwen?

das sind zumindest 39,7% der wähler die sie vertreten! nicht mitgerechnet die bei den schwarzen ,aber die trauchn sich nicht aufzumucken!!

Antworten Antworten Von Ophicus am 09.10.2008 um 09:28

Re: Re: Sozialisten und Marxisten (Grüne) wählen ihn nicht - stört das wirklich irgendwen?

Ich hab schwarz gewählt und habe absolut nichts gegen die Wahl Grafs zum dritten Nationalratspräsident.
Die Olympia ist mir ziemlich suspekt, aber die FPÖ hat nunmal den 3. Platz und nicht einmal die Grünen können etwas gegen Graf als Person oder seine politischen Arbeit vorbringen. Warum also sollte man ihn nicht wählen dürfen?
Wenn man nur wählen dürfte wer voll auf der eigenen Linie liegt dürften die Schwarzen ja auch Prammer nicht wählen.

Antworten Antworten Antworten Von ralshob am 09.10.2008 um 10:16

Die akad b! olympia kann als solche nicht suspekt sein - einzelne mitglieder sehr wohl


 
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