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Stefan Petzner: Haiders Sprecher wird Parteichef

12.10.2008 | 18:28 |  ERICH WITZMANN UND OLIVER PINK (Die Presse)

Das BZÖ wird nun vom 27-Jährigen angeführt. Eine Kooperation mit der FPÖ schließt er vorerst aus. Andere tun das nicht.

WIEN. „Was würde ein Jörg Haider jetzt machen?“ Stefan Petzner schließt gleich die Antwort an: „Er wäre der Erste gewesen, der gesagt hätte: Lasst die Köpfe nicht hängen, tut weiter!“ Der BZÖ-Vorstand hat Stefan Petzner am Sonntag dazu auserkoren, als designierter Bündnisobmann die Partei weiterzuführen. Eine Verlegenheitslösung. Aber eine im Sinne der Kontinuität. Petzner war in den vergangenen Jahren Haiders engster Vertrauter gewesen.

Denn eines hat der geniale, aber egozentrische Politiker Jörg Haider nicht geschafft: einen Nachfolger aufzubauen. Mit potenziellen Erben – wie etwa Karl-Heinz Grasser oder Susanne Riess-Passer – überwarf er sich. Haider war in der Gewährung seiner Gunst launisch. Er entdeckte neue Talente, ließ sie nach oben steigen, an seiner Seite walten und schalten, verstieß sie dann aber auch wieder, wenn andere junge Talente nachdrängten. Mit manchen versöhnte sich Haider allerdings später auch wieder.

Zuletzt waren es zwei Politiker, die ganz oben in Haiders Gunst standen: Kärntens Landeshauptmannstellvertreter Gerhard Dörfler. Und Stefan Petzner, sein Pressesprecher, den er zum BZÖ-Generalsekretär und stellvertretenden Parteichef sowie zum Kärntner BZÖ-Obmann machte. Diese beiden treten nun auch das Erbe Jörg Haiders an – Dörfler voraussichtlich in Kärnten, Petzner im Bund.

Der erst 27-jährige Stefan Petzner, geboren in Laßnitz bei Murau (Steiermark), wurde am Sonntagnachmittag einstimmig, wie er hervorhob, zum Haider-Nachfolger nominiert. „Weil ich sein Stellvertreter und engster Vertrauter war“, sagt er. „Ich werde versuchen, den Geist Jörg Haiders weiterzutragen, so gut ich kann.“

Petzner war Obmann der Freiheitlichen Studenten an der Uni Klagenfurt, als ihn Jörg Haider 2004 als Pressesprecher engagierte. Haiders Tod ging ihm besonders nahe, immer wieder brach er während der ersten Pressekonferenz nach Haiders Unfall am Samstagvormittag in Tränen aus. Er war mein „Lebensmensch“, sagte Petzner.

Peter Westenthaler und Herbert Scheibner haben im Kärntner BZÖ, das nun auch in der Bundespartei den Ton angibt, wenig Rückhalt. Scheibner war am Sonntag bei Petzners Pressekonferenz anwesend, Westenthaler nicht. Über die Führung des Parlamentsklubs sei noch keine Entscheidung getroffen worden, sagte Petzner, Scheibner werde jedenfalls „eine sehr, sehr wichtige Rolle einnehmen“. Und Westenthaler? Und der von der FPÖ zum BZÖ gewechselte Ewald Stadler? „Sie werden ihr Mandat annehmen“, so die lakonische Antwort.

Einem Auftrag, sozusagen einem „Erbe“, will sich Petzner in den nächsten Tagen und Wochen besonders widmen. „Haider wollte jede Regierungsform, außer jene der Großen Koalition.“ Ob er dann auch eine Minderheitsregierung tolerieren würde? Nein, auch diese habe Haider nicht gewollt.

 

Annäherung an die FPÖ?

Gemeinsam sind wir stark, so lautete die zuletzt von Heinz-Christian Strache und Jörg Haider verfolgte Strategie. Aber hält die Zwei-Firmen-Theorie jetzt nach Haiders Tod noch? „Prinzipiell ist das eine richtige Strategie“, sagt Lothar Höbelt, „aber ohne Haider wird sich das höchstwahrscheinlich nicht spielen lassen.“ Der Zeithistoriker, ein Ex-Freiheitlicher, hat als intensiver Kenner dieses Lagers zahlreiche Publikationen dazu verfasst. „Eine vernünftige Arbeitsteilung ist möglich“, sagt Höbelt.

Die FPÖ hat am 28. September in einem hohen Ausmaß von der SPÖ Wähler abgezogen, das BZÖ von der ÖVP. Die „Zuwanderer“ zur FPÖ haben als ihre stärksten Wahlmotive „härtere Ausländerpolitik“ und „politische Erneuerung/frischer Wind“ angegeben, jene des BZÖ die „Person Jörg Haider“. Auch im Bereich „Parteiprogramm/bessere Partei“ punkteten die Orangen überdurchschnittlich hoch, bei der FPÖ spielte dieser Punkt eine untergeordnete Rolle, so eine Nachwahlanalyse von GfK Austria.

 

Zwei-Firmen-Theorie

Lothar Höbelt weist freilich darauf hin, dass die Zwei-Firmen-Theorie erst wenige Wochen vor der Nationalratswahl für die Freiheitlichen eine überlegenswerte Variante geworden ist. Da hätte Strache erkannt, dass Haider immer noch Menschen mobilisieren kann, dass ein weiterer Konflikt für ihn nicht mehr gefahrlos sei.

Es ist jedoch die Frage, ob die Faszination Haiders nach dessen Tod erlischt. „Bei den Freiheitlichen wird wieder die Überlegung aufkommen: Wir reden nicht mit dem BZÖ und schlucken es zum Minimalpreis“, glaubt Höbelt.

Genau davor warnt Andreas Mölzer, früher einmal Haiders Chefideologe, heute freiheitlicher EU-Abgeordneter in Brüssel (Mölzer über die Person Haider Seite 6).Noch vor wenigen Monaten sei man in der FPÖ davon ausgegangen, dass sich „der Fall BZÖ“ erledige, wenn sich Jörg Haider, aus welchem Grund auch immer, aus der Politik zurückzieht. Die dramatischen Ereignisse hätten nun aber eine neue Situation geschaffen. Mölzer spricht bereits von einer Kooperation. Die in der Vorwoche von Strache und Haider vereinbarte gemeinsame Erarbeitung eines Konjunkturpakets könnte der Anfang sein, „dem eine weitreichende Kooperation im Parlament und in Kärnten folgt“. Im BZÖ erwartet er Diadochenkämpfe – etwa im Parlamentsklub. Hier könnten die Wiener Gruppe, die Kärntner Gruppe und eine Gruppe um Ewald Stadler aneinandergeraten.

 

Strache: „Zur FPÖ wechseln“

Heinz-Christian Strache will sich „in einer Zeit des Schocks und der Emotionen“ nicht für eine weitergehende Kooperation aussprechen. Ähnlich wie mit dem BZÖ wolle er auch mit den Grünen über ein Konjunkturpaket reden. Man habe jetzt ein korrektes Verhältnis zum BZÖ, aber „die FPÖ ist der einzige Repräsentant des Dritten Lagers“, sagt er zur „Presse“. Gleichzeitig unterbreitet er ein Angebot, das nicht nur an das BZÖ gerichtet sein soll: „Wir laden alle vernunftbegabten Kräfte ein, zur FPÖ zu wechseln.“ Freilich sei er froh, dass er vergangene Woche mit Jörg Haider eine Aussprache gehabt habe. „Das war gut und wichtig.“

Auch Stefan Petzner wurde am Sonntag nach einer möglichen Wiedervereinigung mit der FPÖ gefragt. „Das ist aus derzeitiger Sicht kein Thema“, so der designierte Bündnisobmann, „ich glaube an das BZÖ.“ Seine Partei sei jetzt geschlossen, „wir halten zusammen“.

Zwei Parteien im Dritten Lager gab es schon einmal in der Zwischenkriegszeit, als die Großdeutschen und der Landbund ihre Politik gemeinsam abstimmten (beide wurden freilich später von den Nationalsozialisten geschluckt). Aufschluss über den Bestand des BZÖ (außerhalb Kärntens) wird in neun Monaten geliefert: Wenn mit der EU-Wahl der nächste bundesweite Wahlgang ansteht.

DAS DRITTE LAGER

Erste Epoche. Der Begriff kommt aus der Zwischenkriegszeit: Die Großdeutschen und der Landbund bildeten dieses Lager, stell- ten mit Johann Schober mehrmals den Bundeskanzler, unterstützten aber auch christlichsoziale Kanzler.

Zweite Epoche. 1949 wurde der Verband der Unabhängigen (VdU) gegründet, aus dem 1956 die FPÖ hervorging. Am 4. April 2005 spaltete sich das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) von der FPÖ ab.


(c) Die Presse / MZ

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2008)


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93 Kommentare
 
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Von Tom93 am 13.10.2008 um 15:25

zur hoffnung der rechten, daß sie jetzt aus haider ihre ikone schnitzen können

sie können es probieren. aber haider hat ja kaum politische ideen gehabt, die ihn unterscheidbar gemacht haben. er war viel zu diffus, null theorie, alles praxis, und die war zu stark mit seiner person verbunden, als daß daraus auf längere sicht was werden kann. er war heute für etwas, und morgen für das gegenteil. erfolgreich in der unmittelbaren gegenwart, aber ohne zukunft.

es werden natürlich alle möglichen clowns sich jetzt als "erben" haiders aufzuspielen versuchen - das ist nichts als lächerlich-komische leichenfledderei.
daß das bzö jetzt schon keiner mehr ernst nimmt, zeigt sich ja darin, daß pröll jetzt ohne umschweife mit der spö verhandlungen beginnen kann. er und die vp haben die post-haider bienenzüchter schon abgeschrieben.

Von Tom93 am 13.10.2008 um 14:53

es ist klar, daß die den petzner nach wien abschieben

die wirkliche macht liegt in kärnten, und dort teilen sie sich dörfler und die scheuch-brüder. der unerfahrene petzner darf sich als bedeutungsloser klubobmann in wien versuchen, aber das machtzentrum des bzö liegt in kärnten.

Von Gast: Zahlbürger am 13.10.2008 um 11:44

Haider

hat eines gezeigt. Es braucht innovative Kräfte innerhalb der Parteien. Nämlich aller. Die gestrige Zentrum Diskussion hat wiedereinmal gezeigt, wie das ZK regieren würde. Die Zeit von Reichshälften bis vierteln hat sich überlebt. Ansonsten würde dies das Ende der Demokratie bedeuten.

Von Gast: mo am 13.10.2008 um 11:01

petzner hätte sich noch gewundert

wie schnell haider seine meinungen geändert hat, wenn er glaubt auf dem zuletzt gesagten nur drei monate aufbauen und weitermachen zu können, wird er sich wundern wie schnell alles zusammenbricht - haider stand für alles außer kontinuität, daher ist er nicht kopierbar. pech gehabt, die orange trocknet aus.

Von Gast: nolan am 13.10.2008 um 09:18

Emotionale Entscheidung, aber rational?

Petzner mag ja, wie Westenthaler feststellt, seine menschlichen Qualitäten gezeigt haben, aber es wäre für einen, der eine Partei führen will und soll, insgesamt doch etwas zu wenig, wenngleich menschliche Qualitäten etwas Besonderes und auch Wichtiges in der Politik sind.

Abgesehen davon, ob diese menschliche Qualitäten bei Petzner wirklich über das Normale hinausgehen, bleibt es insgesamt eine zu dürftige Qualifikation. Nun kann man dagegen einwenden, auch ein Faymann hat keinen Studienabschluß oder eine Berufsausbildung, ja, aber Petzners Qualifikation besteht nur darin, dass er 3 Jahre Adlatus von Haider war, das mag ihn als Haiderkenner ausweisen, aber deswegen gleich Parteiobmann? Etwas unüberlegt und zu sehr von den Ereignissen geprägt, diese Entscheidung!

Antworten Von Gast: andreas am 13.10.2008 um 10:58

menschliche qualitäten?

welche qualitäten... zu frau vasilaku sagte er in puls 4 er mag österreichische namen lieber.... ich find das ziemlich dumm!

Antworten Antworten Von Gast: schwadronowski am 13.10.2008 um 17:16

Re: menschliche qualitäten?

ich glaube er ist so, wie du die meldung von ihm findest

Antworten Antworten Von Tom93 am 13.10.2008 um 16:01

Re: menschliche qualitäten?

aber seinem vorbild sehr ähnlich!

Von Gast: tc_t am 13.10.2008 um 08:14

ist doch faszinierend...

was all die selbsternannten psychologen, polititwissenschaftler, physognomiedeuter und sonstigen fachleute bereits jetzt alles wissen und deuten können... und all das bevor der eine im grab und der andere noch nicht wirklich im amt ist... eine mischung von dummheit, arroganz, borniertheit und wunschdenken... grauslich... und pietätlos....

Antworten Von stoutman am 13.10.2008 um 09:32

Re: ist doch faszinierend...

Ich stimme oftmals Ihrer Meinung nicht zu, aber hier haben Sie den Nagel präzise am Kopf getroffen !
Es ist echt grauenhaft, was Lagerdenken und politische Verbohrtheit anrichten kann.
Irgendwie erinnert mich das an: "Ein Freudentag für Österreich..." anläßlich des Todes einer anderen Politikerin.

Von Gast: Crusader am 13.10.2008 um 07:41

Die Linke sollte jetzt alles andere als jubeln!

Gerade die Linke sollte über das Ableben tief erschüttert sein! Hätte Haider noch Jahre weitergemacht wäre er eben ein bekannter Politiker mit vielen Erfolgen geblieben aber doch nur ein Politiker. Vielleicht hätten die Wähler ihm wie schon Kreisky eines Tages die Zustimmung versagt und damit wäre er einfach nur ein ehemaliger Politiker gewesen. Mit seinem Ableben mitten in einem seiner Erfolge wird er zum Mythos - zur Haider Legende. Wie lange wird es dauern bis die ersten sagen "mit dem Haider wär`s aber ganz anders (besser)". Ich habe seine Politik der letzten Jahre zwar nicht mehr mitgetragen aber er hat große Veränderungen bewirkt die richtig waren!
An die ganzen Linken die sich über sein Ableben so freuen, daß man sogar die Foren schließen mußte: Wie bekämpft man einen Mythos der nichts mehr falsch machen kann?
BZÖ und FP werden sich über kurz oder lang wiedervereinen mit dem "historischen Haider" als gemeinsame Identifikationsfigur!
Rechts hat nun seinen eigenen Kreisky!

Antworten Von till uilenspygel am 13.10.2008 um 11:57

Re: Stardust

Yep, jetzt hat auch die Rechte ihre Ikone.

James Dean, Che Guevara, Marylin Monroe, Jim Morrison... Jörg Haider.

Hatte er doch schon im Diesseits den unabdingbaren Kultstatus. Wie bequem wird es da für die Geschäftemacher, dass er schon zu Lebzeiten ein Unbequemer war...da muss in einer eilig hingeschmierten Biographie nicht viel Rebellenromantik ersonnen werden.

Sein Ehrengrab wird bald Pere Lachaise Graffiti schmücken, das Bärenthal zum Valhalla der Szene avancieren/verkommen.

T-Shirts, Posters, Jörgl-Bierkrüge anybody?

Vergiss' €-Mariazell, hier bezahlt man in Bärenthalern.

...und den Linken wird's dämmern, dass ein toter Jörg gefährlicher ist als ein lebender.

P.S: Halllooooo Aaron, Sie dürfen sich wieder vom Berg der Freude herunterwagen.

Antworten Antworten Von ralshob am 13.10.2008 um 14:07

Mein gott, bei der ganzen tragik habe ich doch auch den hr. fishhof vergessen. in letzter zeit ist ihm aber auch viel abhanden gekommen


Antworten Von michaelcollins am 13.10.2008 um 09:20

Re: Die Linke sollte jetzt alles andere als jubeln!

über linke gibt es zu sagen, daß sie probleme nicht mehr überdenken können als bis zur eigenen nasenspitze: ein hirn zwischen 12 und mittag.:)

wenn man liest, wie sie sich freuen, kann man rückschließen auf ihre menschlichkeit. darin sind sie sich mit dem moslems sehr einig: andersdenkende sind keine menschen.

mfg
mc

Antworten Antworten Von Tom93 am 13.10.2008 um 15:18

Re: Re: Die Linke sollte jetzt alles andere als jubeln!

wieso sollte man jetzt heucheln, und behaupten haider wäre super und toll und hat alles richtig gemacht? diese heuchelei überlasse ich den lügnern von der fpö und anderen ex-kameraden die ihn zu lebzeiten wohl schlimmer beschimpft haben als alle linken dieser welt!

Von Tom93 am 13.10.2008 um 02:50

der kanns nicht

das bzö wird untergehen.

Antworten Von modestus am 13.10.2008 um 11:25

Re: der kanns nicht

es wird vielleicht "aufgehen"
ceterum.....er wird nicht weit kommen in der partei.
da warten schon andere vollprofis auf den aufsprung.
scheibner...etc...
zurzeit wäre es pietätlos..daher darf der stefferl für eine kleine weile

Antworten Von Gast: Leider, Leider am 13.10.2008 um 10:35

Re: der kanns nicht

Warum sollte es untergehen? Auch Dr. Haider hat als junger Mann angefangen und es geschafft! Herr Petzner hatte einen guten Lehrer und den Willen. Er wird wahrscheinlich kein zweiter Haider aber dafür sicher ein erster Petzner. Ich wünsche ihm alle Kraft und das Durchhaltevermögen, das er brauchen wird, um alle Widrigkeiten und Probleme meistern zu können!

Antworten Antworten Von Gast: schwadronowski am 13.10.2008 um 17:19

Re: Re: der kanns SICHER nicht

weil niemand an seinen marionettenfäden zieht und ihm sagt was sagen ist

Antworten Von q.e.d. am 13.10.2008 um 08:22

Re: der kanns nicht

Tausend Mal habe ich "das BZÖ gibts nicht mehr lange" schon gehört und tausend Mal habe ich entgegnet: Totgesagte leben länger. Und auch dieses mal wird es kein Ende des BZÖ. Auch wenn sich das der politische Mitbewerb noch so sehr wünscht.

Antworten Von Gast: Lampe am 13.10.2008 um 08:03

Re: der kanns nicht

Kann schon sein! Aber die denkenden Waehler werden dadurch nicht zufriedener sein und einen anderen Weg suchen.
Es ist unwahrscheinlich, dass dieser Weg im Sozialismus endet.

Antworten Antworten Von michaelcollins am 13.10.2008 um 09:25

Re: Re: der kanns nicht

ich wünschte allen salonsozialisten einen sozialistischen staat, in dem in der verfassung steht, daß arbeiten pflicht ist, wer null bock auf hackln hat ist asozial und wird bestraft, nicht so wie im pösen kapitalismus, wos geld vom arbeitsamt kommt.

wo man ins geschäft geht und hört: hamma nicht.

wos keine drogen oder ersatzdrogen, finanziert von der hart arbeitenden gesellschaft gibt, wo es gefangenenhäuser gibt, die keine luxusabsteigen sind.

wo nix ist mit auslandsbesuch, weil man nicht raus darf.

das würde ich allen, die im kommunismus das paradies sehen, wünschen.

einmal zu viel die go aufgemacht und schon ist die stasi da. niemanden mehr vertrauen können, nicht einmal der eigenen familie, könnt ja jeder spitzel sein, im fernsehen einheitsfernsehen mit parteihochjubeln, nix gerichtsshows und sonstigen unsinn, nein: die freuden des kommunismus.

aber sich das vorzustellen, soweit reichts hirn ja nicht aus bei links.

mfg
mc

Antworten Antworten Antworten Von Tom93 am 13.10.2008 um 14:50

Re: Re: Re: der kanns nicht

dieser sozialismus den sie da ausmalen, hört sich an wie ein land nach der fpbzö machtübernahme! insofern sollten sie auch sozialist sein!

Antworten Von Paige am 13.10.2008 um 06:15

Re: der kanns nicht

Er ist jedenfalls suspekt und unsympathisch. Ob er das nötige intellektuelle Rüstzeug hat, kann ich nicht wirklich beurteilen, allerdings kann man in Gesichtern viel erkennen, auch den Verstand. Mir ist sein kurzes Lächeln aufgefallen, als Wolf ihn nach der Nachfolge fragte - Triumph, Vorfreude, Gier - es war nur ein kurzes Aufflackern.
Das BZÖ braucht jetzt sicher keinen Jünger oder Epigonen, der auf ewige Zeiten Haiders letzte Ansichten kopiert - Haider selbst hat sich nämlich immer wieder angepasst - sondern eine eigenständige Persönlichkeit. Scheibner hätte zumind. intellektuelle und rhetorische Brillanz, aber wohl nicht das nötige Charisma.
Ja, ich glaube auch, dass das BZÖ nicht weiter bestehen wird, aber Haider hat quasi eine ökologische Nische besetzt. Gebraucht wird eine Alternative zur EU Dikt a t ur, zum Proporz und zur Politischen Korrektheit. Jemand anderer wird diese Nische füllen. Das ist ein Naturgesetz. Die Hoffnung lebt.

Antworten Antworten Von Gast: Lampe am 13.10.2008 um 07:58

Re: Re: der kanns nicht

Bitte nicht so schnell urteilen.
Ob er kann oder nicht, wird sich schnell herausstellen. Viele hatten mehr Zeit zum Vorbereiten, kamen direkt aus dem politischen Filz und hatten jede Menge Unterstuetzung - und trotzdem wurden sie ein grausamer Flop. Bitte die letzte Vergangenheit zu beachten.
Von wegen Aussehen: das ist doch kein Schoenheitswettbewerb. Das "sympathischsein" und das gewuenschte "Charisma" koennen auch ganz schoen taeuschen. Diese beiden Eigenschaften werden zu oft negativ genutzt.
Sollte Herr Petzner aber nicht koennen, wird er eben ersetzt werden oder die Waehler werden von anderen Parteien aufgesogen.
Meine Meinung ist aber schon, dass Oesterreich Politiker brauchen wuerde, die nicht dem F I L Z verpflichtet und in ihn eingebunden sind.
Und Haider war eine unabhaengige Persoenlichkeit und nach "dem Mann der Strasse" fuer seine Landsleute jederzeit da.

 
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