
Das von Nicholas Negroponte initiierte "One Laptop per Child" Projekt geht in die entscheidende Phase. Ziel der Kampagne ist es, Kinder in Entwicklungsländern mit speziellen Laptops um nur 100 Dollar zu versorgen. Den angepeilten Preis wird der Produzent der robusten Sozial-PCs nicht einhalten können. Vermutlich wird das mobile System vorerst für 175 US-Dollar zu haben sein. Dass die anvisierten 100 US-Dollar ausreichen würden, um den Laptop verlustfrei bauen zu können, war den Initiatoren der Bildungsinitiative schon länger klar.
Teuerer Spaß dank Microsoft
Auf einer Pressekonferenz gab Nicholas Negroponte bekannt, dass sich der Preis für die Endgeräte erhöhen werde, dafür wird das System aber auch Windows ausführen können. Ursprünglich war nur eine spezielle Linux-Version als Betriebssystem für die Laptos geplant gewesen. Zusätzlich zur Linux-Version wird voraussichtlich die jüngst vorgestellte "Student Innovation Suite" von Microsoft als Softwarepaket gewählt werden. Die eigens für Entwicklungsländer konzipierte "Student Innovation Suite" vereint die wichtigsten Officeprogramme und entsprang selbst einem Sozialprojekt des Software-Konzerns.
Produktion ab Oktober - wenn alles klappt
Ab Oktober will Negroponte mit der Produktion der mobilen Geräte beginnen. Das ist allerdings nur möglich, wenn alle Regierungen ihre bisherigen Zusagen einhalten. Da das System annähernd zum Selbstkostenpreis produziert werden soll, ist eine ausreichende Menge an Bestellungen nötig. Der Initiator der Bildungsoffensive sprach von einer Mindestschwelle von 3 Millionen Laptops. Er befürchte zwar nicht, dass die sieben Länder, die bis jetzt Bestellungen getätigt haben, abspringen, aber die gesetzte 3 Millionen Marke wird mit ihnen allein nicht erreicht werden.
Laptops auch an US-Schulen?
Weitere Interessenten für den 175-Dollar Laptop gibt es genug. Auch Nicht-Entwicklungsländer wie Russland oder die USA wollen ihren Schülern die billigen Laptops finanzieren. Um sein Produktionsziel zu erreichen, scheint Negroponte jetzt seinen Standpunkt zu überdenken, die Laptops nicht an US-Schüler zu verkaufen. Ursprünglich sind die Laptops nur für Kinder in Entwicklungsländern konzipiert worden. Sollten die Sozial-PCs auch in den USA verkauft werden, dann nur weitaus teurer als in den Entwicklungsländern, so der Projektleiter. (Ag./Red.)
ab Oktober Produktion

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