"IPocalypse": Panne zum Verkaufsstart des neuen iPhone

12.07.2008 | 13:38 |   (DiePresse.com)

iPhone-Fans stürmten in den USA die Shops. Der Frust war bald groß: Das technisch aufgerüstete Nachfolgemodell 3G funktionierte bei vielen Kunden einfach nicht.

Schlimmer hätte es für zahlreiche iPhone-Fans in den USA kaum kommen können: Als sie am Freitag endlich die Neuauflage des Multimediatelefons in den Händen halten konnten, wollten viele Geräte einfach nicht funktionieren. Auf die kurze Freude folgte bittere Frustration über das neue Handy, das am ersten Verkaufstag de facto nutzlos war. 

Mein altes Telefon funktioniert nicht und mein neues auch nicht. Jetzt muss ich wohl ein Münztelefon finden.
Enttäuschte iPhone-Kundin

"Das ist ziemlich schwach", sagte ein 60-Jähriger, der sich in New York vier Stunden vor dem Geschäft angestellt hatte, um zu den ersten Besitzern des neuen iPhones zu gehören. "Mein altes Telefon funktioniert nicht und mein neues auch nicht. Jetzt muss ich wohl ein Münztelefon finden. Gibt es so etwas überhaupt noch?", beschwerte sich eine Marketingspezialistin.

Die Telefongesellschaft AT&T, die das iPhone in den USA exklusiv vertreibt, machte den Hersteller Apple als Schuldigen aus. Der iPod-Konzern habe Probleme beim Synchronisieren zwischen dem Telefon und dem Online-Musikdienst iTunes, sagte ein Sprecher.

Tatsächlich legte der Kunden-Ansturm am Freitag zeitweise einige Apple-Server lahm, über die die Mobiltelefone aktiviert werden mussten. Deshalb konnten viele Kunden den Anmeldeprozess nicht wie geplant gleich in den Geschäften, sondern erst später zu Hause abschließen, wie ein Sprecher des Mobilfunk-Partners AT&T dem "Wall Street Journal" sagte.

Einige hätten stundenlang warten müssen. Zeitweise sei der Verkauf der Geräte ausgesetzt gewesen, während vor den Shops noch lange Schlangen standen. In Internet-Blogs machte schnell das Wort von der "iPocalypse" die Runde. Apple äußerte sich den Berichten zufolge nicht zum Ausmaß der Probleme. 

Kern der Probleme in den USA war das im Vergleich zur ersten iPhone-Generation geänderte Anmeldeverfahren. Früher reichte es, sich das iPhone im Geschäft zu nehmen, und dann konnte man es in Ruhe zu Hause aktivieren.

Viele Kunden meldeten die Telefone jedoch gar nicht erst beim Mobilfunk-Partner AT&T an, sondern "entsperrten" sie und telefonierten mit ihren alten Mobilfunk-Karten oder verkauften die populären Geräte weiter. Um dies zu vermeiden, sollen die neuen iPhones nun direkt in den Geschäften angemeldet werden. Dies dauert Berichten zufolge zehn bis 15 Minuten. Das sorgte vielen Berichten zufolge dafür, dass sich die Schlangen vor den US-Shops nur langsam bewegten, selbst ohne Server-Probleme.

(Ag.)


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2 Kommentare
 
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Von Gast: pferdekopf am 12.07.2008 um 21:47

die spinnen die...

in einer welt, wo mehr als 1mrd menschen ums nackte überleben kämpfen berührt es mich herzlich wenig,wenn ein enttäuschter kunde ein paar stunden länger auf die aktivierung seines verdummungsgeräts warten muss.
dekadenter gehts wirklich nicht mehr.

Von phuter am 12.07.2008 um 11:52

Apple hat in den letzten 2 Jahren qualitativ nachgelassen...

Obwohl ich begeisterter Macianer geworden bin, werde ich mir gut überlegen, ob ich wieder ein Mac Notebook kaufe. Jenes das ich seit 4 Jahren besitze ist ein Traum, funktioniert wie am ersten Tag. Allerdings haben in meinem Bekanntenkreis immer mehr Leute ärger mit ihren Macs - kaputte Displays, verschmorte Lüfterschlitze - man bekommt den Eindruck Apple ist der eigene Erfolg zu Kopf gestiegen. Ich kaufe aber keinen Computer um schick zu sein, sondern um damit zu arbeiten! Wenn Apple meint es muss Junk mit maximaler Gewinnausbeute und minimaler Qualität auf den MArkt bringen, dann werden sie mich als Kunden verlieren.

 
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