Artikel versenden

Artikel drucken

Artikel kommentieren



AAA

Praxistest: Ein Speicherplatz für das gesamte Netzwerk

10.10.2008 | 09:39 |  UWE FISCHER (Die Presse)

Auf Qnaps NAS-Server TS-209 kann man in einem Heimnetzwerk die unterschiedlichsten Dateien ablegen und Strom sparen.

Spielkonsolen, Media-Player, und seit kurzem auch DLNA-fähige Fernsehapparate bieten die Möglichkeit, bequem von jedem beliebigen Zimmer aus auf Fotos, Videos und Musik, die irgendwo im Netzwerk auf einem PC gespeichert sind, zuzugreifen. Der Nachteil: Der Rechner muss permanent eingeschaltet sein, was sich bei einer Leistungsaufnahme von 300 Watt und mehr nachhaltig auf die Stromrechnung auswirken kann. Auch Wärmeentwicklung und Entlüftungsgeräusche rund um die Uhr sind nicht jedermanns Sache, vor allem, wenn der PC wie im Schlafzimmer stationiert ist.

 

Geringer Stromverbrauch

Abhilfe schafft ein NAS-Server wie die TS-209 Turbo Station von Qnap: Das „Network Attached Storage“-Device, das mit zwei Festplatten bestückt werden kann und nur 50 Watt Strom verbraucht, wird direkt an den Netzwerk-Router angeschlossen und stellt die darauf gespeicherten Daten unabhängig von einem PC jedem anderen Gerät im Netz zur Verfügung. Ein integrierter Mikrocomputer mit eigenem Speicher und einem auf Linux basierenden Betriebssystem kümmert sich dabei um die korrekte Aufbereitung und Verwaltung der Daten. So sorgt etwa ein Fileserver dafür, dass man von jedem PC im Netzwerk so auf die Turbo-Station zugreifen kann, als handle es sich um eine direkt an den Computer angeschlossene Festplatte.

Das Gerät ist sowohl für den professionellen Einsatz im Büro als auch für Heimanwender konzipiert. Der Benutzer kann über ein Web-Interface selbst auswählen, welche Funktionen aktiviert werden sollen. So sorgt beispielsweise der Twonky-Server dafür, dass Multimediadateien, die in einem bestimmten Ordner auf der Turbo-Station abgelegt wurden, sowohl von einer Playstation 3, als auch beispielsweise dem Terratec iRadio erkannt und wiedergegeben werden, während es ein integrierter Torrent-Client erlaubt, bei ausgeschaltetem PC Shareware und andere Dateien direkt vom Internet in den NAS-Server zu laden. Auch das Filesharing-Programm eDonkey kann bei Bedarf direkt auf der Turbo-Station installiert werden.

 

Integrierter Webserver

Ein Webserver ist im Lieferumfang des TS-209 ebenfalls inkludiert: Der Benutzer kann damit eine eigene Internetseite auf dem Server installieren, die dann, wenn der Netzwerk-Router entsprechend konfiguriert ist, von der ganzen Welt aus abgerufen werden kann. Dabei vermag der Server nicht nur mit einfachen HTML-Seiten umzugehen, das System unterstützt auch PHP und enthält mit Joomla sogar ein vorinstalliertes Content-Management-System. Die Steuerung einer Überwachungskamera ist ebenfalls kein Problem.

Ein nettes Extra sind die drei USB-Schnittstellen, über die ein Drucker, eine weitere Festplatte, aber auch ein USB-Stick zur Nutzung im gesamten Heimnetzwerk zur Verfügung gestellt werden können.

 

Sicherheitsfunktionen

Der TS-209 wurde mit zahlreichen Sicherheitsfunktionen ausgestattet; so kann der Systemadministrator verschiedene Benutzergruppen anlegen und den einzelnen Usern individuelle Zugriffsrechte zuweisen. Das ermöglicht beispielsweise Eltern, den Zugriff ihrer Kinder auf bestimmte Ordner der Serverfestplatte zu beschränken. Je nach Konfiguration und Plattengröße ist der TS-209 ab etwa 400 Euro zu bekommen.

www.qnap.de

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.10.2008)


| Artikel versendenVersenden | Artikel DruckenDrucken | AAA Schriftgröße

Bookmarken bei [?]: Webnews Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Übersicht Tech&Science »
zur Homepage »