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Türkei unterzeichnet Vertrag für Ilisu-Staudamm

14.08.2007 | 20:14 |   (APA)

APA (dpa-Archiv)

Die Türkei hat am Dienstag einen Vertrag mit einem internationalen Konsortium zur Finanzierung des umstrittenen Ilisu-Staudamms am Tigris unterzeichnet. Der zugesagte Kreditrahmen beträgt 1,2 Mrd. Euro. Deutschland ist an dem Kredit mit einer Hermesbürgschaft in Höhe von 93,5 Mio. Euro beteiligt, auch die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) zum Projekt eine Haftungsübernahme zugesichert.

Gegen eine mögliche Mitfinanzierung des türkischen Ilisu-Staudamms durch die Bank Austria Creditanstalt (BA CA) wird seit Wochen vor verschiedenen Filialen der Bank protestiert, die Aktionen sollen kommende Woche weiter gehen. Nicht-Regierungsorganisationen (NGO's) und Umweltverbände in mehreren Ländern kritisieren das Projekt seit längerem, weil es sich ihrer Meinung zerstörerisch auf Menschen, Umwelt und Kultur aus wirkt.

Der Bau des Staudamms in Dargecit, 45 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, begann vor einem Jahr. Kritikern zufolge bedroht der geplante Stausee die historische Stadt Hasankeyf und vertreibt mehrere tausend in dem Gebiet lebende Kurden. Das Wasserkraftwerk soll 2014 in Betrieb genommen werden und jährlich 3,8 Mrd. kWh Strom erzeugen. Den Projekt-Verantwortlichen zufolge liegen 80 Prozent der Bauten von Hasankeyf außerhalb des Stausees. Die übrigen würden in ein geplantes Freiluftmuseum in der Region versetzt.

Der österreichische Anlagenbauer Andritz weiter auf einem Großauftrag beim Bau des türkischen Großstaudamms Ilisu. "Wir sind überzeugt, dass die Türkei die internationalen Standards einhält. Daher sind wir nach wie vor gewillt, zu liefern", erklärte Andritz-Chef Wolfgang Leitner Anfang August. Von den 1,3 Mrd. Euro Bauvolumen würden laut Leitner für die Turbinenausstattung 230 Mio. Euro auf Andritz entfallen.

(APA)


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2 Kommentare
 
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Von Gast: LaKurdi am 15.08.2007 um 13:02

Nieder mit dem Staudamm.

Das ein paar tausend Kurden vertrieben werden ist ja nicht so schlimm denn das sind Sie dort ja bereits gewohnt. 300 zerstörte Dörfer sprechen eine klare Sprache. Das abgesehen davon eine Natur und Denkmal Geschützes Gebiert zerstört wird interessiert genau sowenig. Hauptsache der Westen bekommt genug Strom. Der Osten wird nicht gefördert aber dafür noch zusätzlich noch ausgebeutet.
Wird Kurden wollen diesen Staumdamm nicht.
Wir leben in dieser Region es ist unser Land und wir entscheiden lieber selber was dort gebaut wird.
Ein paar westliche Länder unsterstützen das auch noch. Armes Europa wirft seine Grundsätze über Bord wenns ein Geschäft zu machen gibt. Armselige Welt.
Und wenn man sich dann wehrt ist man ein Terrorist.

Von Yeschiil am 15.08.2007 um 10:12

sauber

Ich weiß zwar, dass dei Umwelt ein bischen schaden zu sich nimmt, aber wenn man bedenkt das dies nur kurzfristig schadet und lang nicht so stark wie Atomkraftwerke, dann ist dies eine sehr gute Entscheidung

 
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