Vor dem Bergpanorama der Sächsischen Schweiz ist am Donnerstag die erste Klappe für das Weltkriegsdrama "Inglorious Bastards" des amerikanischen Kult-Regisseurs Quentin Tarantino gefallen. Vorerst allerdings noch ohne Superstar Brad Pitt, der wird dem Vernehmen nach erst in der kommenden Woche im Studio Babelsberg vor der Kamera stehen. Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe jüdischer US-Soldaten, die im besetzten Frankreich auf ein Himmelfahrtskommando gegen die Nazis geschickt werden.
Von offizieller Seite war am Donnerstag zu den Dreharbeiten nichts zu erfahren. Die ausführende Produktionsfirma Studio Babelsberg lehnte jede Stellungnahme zum Drehstart ab. Auch Andreas Eggert, parteiloser Bürgermeister vom sächsischen Bad Schandau, wo die Filmcrew in einem Hotel abgestiegen ist, betont: "Wir respektieren die gewünschte Anonymität und Diskretion." Er spricht von einem spannenden Ereignis für die Region. Und: "Es war nur eine Frage der Zeit, bis Hollywood erkennt, wie attraktiv die Sächsische Schweiz ist."
Am ersten Drehtag stand zumindest der Schauspieler Christoph Waltz vor der Kamera. Nach Schätzungen sollen neben den Schauspielern etwa 200 weitere Crew-Mitglieder in die Sächsische Schweiz gekommen sein. Eggert weiß, dass die Produktionsfirma beim Kulissenbau mit regionalen Unternehmen zusammengearbeitet habe. So entstand im nahen Sebnitz für die Dreharbeiten ein Bauernhof, auf den Neugierige am Donnerstag nur von weitem einen Blick werfen konnten. Für den Film sollen neben Pitt unter anderem auch die deutschen Schauspieler Diane Kruger, Til Schweiger, Daniel Brühl und Christian Berkel auftreten.
Tarantino weilt schon seit längerem in der Region Berlin-Brandenburg, um den Dreh vorzubereiten. Für den größten Wirbel sorgte aber einmal mehr Mega-Star Brad Pitt. Er hat mit seiner Familie ein Villenanwesen am Wannsee bezogen, samt Bodyguards und Kindermädchen. Auch dort wird - wie zum Start der Dreharbeiten - Geheimhaltung groß geschrieben.