Nach wie vor angespannt ist die Lage in Radmer in der Obersteiermark: Nach neuerlichen Überschwemmungen am Donnerstag bedroht weiterhin ein Felsen, der in einem Bach unterspült worden ist, eine Siedlung. Der Brocken ist so groß wie ein Einfamilienhaus. Zehn Häuser mussten aus Sicherheitsgründen geräumt werden, die Rückkehr der Bewohner könnte erst in einigen Tagen möglich sein.
In der Nacht auf Samstag hat es "keine gröberen Vorfälle" gegeben. Wie die Polizei Hieflau sagte, sei die Situation im Vergleich zu Freitag unverändert. Neuerlicher Regen, der die Gefahr verschärfen könnte, sei nicht gefallen. Bis zur nächsten Sitzung der Einsatzleitung am Montag sind Geologen mit weiteren Untersuchungen in der Gefahrenzone beschäftigt.
Die 22 Bewohner der zehn Häuser im Ortsteil Hinterradmer haben die Nacht bei Bekannten und Verwandten beziehungsweise in einer Pension verbracht. Das neuerliche Hochwasser Donnerstag früh hatte, etwas abseits der Mure vom Wochenende, im Schüsserbach Gesteinsbrocken gelockert, darunter einen runden Fels von der Größe eines Einfamilienhauses. Sollte dieses Geschiebe in Bewegung geraten, ist die etwa 300 Meter entfernte Siedlung akut gefährdet, hieß es von den Einsatzkräften.
Wie der Sprecher der Wildbachverbauung, Alfred Ellmer, sagte, müsse zuerst eine Stabilisierung der Wetterlage abgewartet werden. Dann soll entschieden werden, ob der Fels gesprengt wird und wann die zehn Häuser wieder freigegeben werden können.
diepresse.com
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Unwetter: Keine Entwarnung in Radmer
26.07.2008 | 12:06 | (DiePresse.com)
Ein Felsen, so groß wie ein Einfamilien-
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