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Tour de France: Auto von Schleck-Vater durchsucht

24.07.2008 | 17:53 |  (DiePresse.com)

Der französische Zoll hielt den Wagen des Vaters der beiden Radprofis an. Bei einer mehrstündigen Durchsuchung wurden keine verbotenen Substanzen gefunden.

Französische Zöllner haben am Donnerstag im Rahmen der 18. Etappe der Tour de France das Auto des Vaters der Luxemburger Radprofis Fränk und Andy Schleck durchsucht. Bei den mehrstündigen Untersuchungen wurden allerdings keine verbotenen Substanzen sichergestellt. Die gezielte Aktion gegen Johnny Schleck war auf Anweisung des französischen Büros für die öffentliche Gesundheit in Vizille durchgeführt worden.

Nach Angaben mehrerer Journalisten, die Augenzeugen der Aktion wurden, hatten die Behörden zunächst rund 30 Kilometer nach dem Etappenstart in Bourg d'Oisans ein Pressefahrzeug mit Luxemburger Kennzeichen durchsucht. Danach wurde auch der Vater der Schleck-Brüder, der als Chauffeur im Auftrag des Sponsors Skoda ebenfalls zum Tour-Tross gehört, in einem Kreisverkehr angehalten. Johnny Schleck musste daraufhin in Begleitung der Behörden und eines weiteren Fahrzeuges nach Grenoble weiterfahren.

"Die Zöllner haben ihre Untersuchungen abgeschlossen. Kein Dopingmittel oder verbotene Substanz wurde gefunden. Es wurde keine Gesetzesverletzung festgestellt", erklärte die Staatsanwaltschaft von Grenoble am Nachmittag und nahm damit allen Doping-Spekulationen den Wind aus den Segeln. Dennoch seien Medikamente zur Verifizierung mitgenommen worden. "Es stellte sich aber heraus, dass dies keine verbotenen Produkte waren, sondern Medikamente zum normalen Verbrauch", sagte Staatsanwalt Raphael Grandfils.

"Meine Söhne sind sauber"

Fränk Schleck wollte nach der Etappe nach St. Etienne keinen Kommentar zu den Vorkommnissen um seinen Vater abgeben. Dafür meldete sich Johnny Schleck in einem Radio-Interview mit RTL zu Wort, nachdem die Behörden sein Auto vergeblich auf Dopingmittel durchsucht hatten. "Warum sollte ich verbotene Substanzen bei mir haben?", fragte der 65-jährige Luxemburger. "Meine Söhne sind sauber. Wie sollten sie mit all diesen Tests, die sie absolvieren, nicht sauber sein?"

Die Schleck-Brüder hatten der Tour bisher ihren Stempel aufgedrückt. Fränk Schleck musste das Gelbe Trikot erst am Mittwoch in L'Alpe d'Huez an seinen CSC-Saxo-Teamkollegen Carlos Sastre abgeben, Andy Schleck trägt das weiße Trikot des besten Jungprofis.


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