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Argentinien will Anleihen-Schulden teilweise tilgen

23.09.2008 | 06:20 |  (DiePresse.com)

Argentinien will sich mit Gläubigern einigen, deren Staats-Anleihen seit dem Jahr 2002 nicht mehr bedient werden. Drei internationale Banken sollen Lösungs-Vorschläge ausgearbeitet haben.

Zur Verbesserung seiner Kreditwürdigkeit hat Argentinien am Montag Verhandlungen über die Rückzahlung von Schulden in Milliardenhöhe bei Privatanlegern angekündigt. Dabei geht es um die Gläubiger, die sich 2005 weigerten, eine von der Regierung in Buenos Aires angebotene Umschuldung mit einem Kapitalschnitt von etwa 70 Prozent zu akzeptieren. Diese Gläubiger halten bis heute Forderungen von etwa 30 Milliarden Dollar (20,5 Milliarden Euro).

Seit 2002 keine Zahlungen mehr

Sie habe Vorschläge von drei internationalen, nicht näher identifizierten Banken für eine Einigung mit den Gläubigern erhalten, sagte Präsidentin Cristina Kirchner bei einer Rede vor US-Politikern in New York. Die Staatsanleihen werden seit der Erklärung der Zahlungsunfähigkeit durch Argentinien Anfang 2002 nicht mehr bedient.

Einzelheiten des Angebots nannte Kirchner zunächst nicht. Auf der Internetseite der Regierung in Buenos Aires hieß es lediglich, die Bedingungen seien "positiver" für Argentinien, als die 2005 mit der Mehrheit der Gläubiger vereinbarten Konditionen.

Bereits Einigung mit staatlichen Gläubigern

Zuletzt waren Zweifel aufgekommen, ob Argentinien im kommenden Jahr fällige Verbindlichkeiten werde bedienen können. Um Zugang zu zinsgünstigeren neuen Krediten zu bekommen, hatte Argentinien schon die Begleichung der Schulden bei den im Pariser Club organisierten staatlichen Schuldnern zugesagt.

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