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Infineon weiter in roten Zahlen - 3000 Jobs sollen weg

25.07.2008 | 09:08 |  (DiePresse.com)

Dem Konzern hat die Speicherchiptochter Qimonda im vergangenen Quartal erneute Abschreibungen beschert. Ein Personalabbau von 3000 Stellen an allen Standorten sei unumgänglich.

Der Halbleiterkonzern Infineon ist im vergangenen Quartal vor allem wegen erneuter Abschreibungen auf die Speicherchiptochter Qimonda in den roten Zahlen geblieben. Unter dem Strich sei ein Fehlbetrag von 592 Mio. Euro geblieben, teilte das Unternehmen, das auch in Österreich mit einem Werk in Villach vertreten ist, am Freitag mit.

Ein Personalabbau von etwa 3.000 Stellen brutto sei unumgänglich, er betreffe alle Standorte, Funktionen und Hierarchieebenen.

Im Kerngeschäft erreichte das Unternehmen operativ hingegen eine Ergebniszuwachs. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ohne Qimonda habe sich verglichen mit dem Vorquartal auf 71 Mio. Euro nahezu verdoppelt. Der Umsatz sei um zwei Prozent auf 1,03 Mrd. Euro geschrumpft.

Jährliche Einsparungen von 200 Mio. Euro


Im Zuge seines Sparprogramms kündigte der seit Juni amtierende Vorstandschef Peter Bauer den Abbau von 3.000 Stellen an. Zwischen dem dritten Geschäftsquartal 2007/08 und dem Schlussquartal 2008/09 will Infineon jährliche Einsparungen von mehr als 200 Mio. Euro erreichen. "Die Risiken der aktuellen Marktbedingungen, die nachteilige Wechselkursentwicklung und die Anforderungen der Reorganisation an das Unternehmen machen einen Personalabbau unvermeidlich", hieß es.

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