Die venezolanischen Steuerbehörden haben am Donnerstag alle Filialen des US-Fast-Food-Unternehmens McDonalds für 48 Stunden schließen lassen. Damit soll die Restaurant-Kette für Unregelmäßigkeiten bei der Begleichung von Steuern bestraft werden, teilte die Regierung des linksgerichteten Präsidenten Hugo Chavez zur Begründung mit. McDonalds unterhält in dem südamerikanischen Land insgesamt 115 Restaurants.
Bekannt für drastische Maßnahmen
Venezuelas Präsident Hugo Chávez gilt als glühender Gegner des US-Kapitalismus und ist für drastische Maßnahmen bekannt. Bereits mehrfach hat Chávez ausländische Unternehmen unter dem Vorwurf von Steuervergehen kurzfristig schließen lassen. Venezuelas Regierung hat in den vergangenen zwei Jahren auch verschiedene Unternehmen verstaatlicht. Darunter waren etwa die venezolanischen Tochterunternehmen großer US-Ölfirmen und zuletzt - begleitet von großen Kontroversen - den mexikanischen Zement-Konzern Cemex.