N
ett, wie die Kinder die Heckklappe nach dem richtigen Drücker absuchen (irgendwo muss das Ding ja aufgehen). Schön, wenn ältere Damen ein für sie gar nicht passendes Auto in Quietsch-Apfelgrün begutachten, als wär's ein Gefährt von einem anderen Stern. Aber wenn dann der Moderator mit einem " . . . und schwuppdiwupp schon wieder ein Highlight" aufwartet, dann weiß der treue ÖBB-Pendler, warum er auf der Wiener Autoschau nichts versäumt hat. Auto-Fans aber können sich über glänzende Metallic-Lackierungen, futuristische Cockpits und durch den Schnee flitzende Riesen-Karossen freuen. "Go", das Motormagazin, ist so gesehen eine Special-Interest-Nische.
Für alle, die in einem Auto vornehmlich ein Fortbewegungsmittel sehen, ist "Go" (morgen, 17 Uhr, Sat1 Österreich) ein Zwitter-Format, von dem man einerseits zu viel, andererseits zu wenig erfährt. Die flotten Bildschnitte sind zwar ein Eye-Catcher - aber nicht informativ. Sie vermitteln bloß die blank gescheuerte Atmosphäre - dafür sind sie zu lang. Nur auf wenige Modelle wird im Detail eingegangen. Dabei suchen auch ÖBB-Pendler manchmal ein Auto und erhoffen sich dann natürlich mehr Info als die, dass ein Auto einen "scharfen Motor", dass Peugeot die Autoshow geschwänzt hat und dass bei einem Cabrio "die Emotionen wirklich hoch schlagen".