T
essa führt "Ein Leben für die Liebe". Welche Liebe die ihres Lebens sein wird, blieb aller dings auch in Folge 60 am Dienstag vorsichtshalber ungeklärt (Wer wollte denn sonst noch einschalten?). Jeff oder Felix? Auf nach Australien oder doch lieber daheim bleiben? Erst nach 230 Folgen sollte diese Frage in der Telenovela "Tessa" (ORF2/
ZDF) geklärt werden - eine zähe Angelegenheit, auch was die Quoten angeht. Das mag an den krausen Pa- rallel-Handlungen liegen, die von Kapitel zu Kapitel vor sich hin plätschern und trotzdem eine einmalige Absenz vor dem Fernsehgerät mit dem Verlust des roten Fadens strafen (ein Tipp: Das ZDF ist zwei Kapitel hinten). Wer nicht regelmäßig schaut, kann nur den Kopf schütteln: Da gesteht die Tante dem Hypnotiseur, ihre Schwester - Tessas Mutter - ermordet zu haben. Tessa erinnert sich in Trance an die Musik aus Mamas Walkman. Eine Ehefrau betrügt ihren Mann, der sich im Suff fast selbst verbrennt. Ein Girlie beklaut die Mutter. Wer ist wer? Wer mit wem? Wo? Warum? Wurscht! In derlei Endlosschleifen kann man nur voll einsteigen - oder ganz darauf verzichten.
Nun soll die Geschichte also wegen anhaltend flauen Interesses auf 130 bis 140 Folgen gekürzt werden - und voraussichtlich im August zu Ende gehen. Halbzeit also. Das ZDF will nach "Tessa" mit Telenovelas Schluss machen. Auszeit also. Gut so.