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h ja, das lieben wir. Haben wir immer. Werden wir immer. Da fährt die Liebe im zermürben den Ehe-Hick-Hack aus einem Paar und kommt à la Bumerang wieder zurück. Patsch. Punktgenau getroffen - mitten ins Herz, dass die Gefühlsduselei nur so in alle Richtungen spritzt. Herrlich. Da kann man sich als Betrachter angenehm drin suhlen. Im keifenden Gezänk, das ja einem/einer anderen gilt. Im Mit-Leiden mit den Leidenschaftlichen, Taschentuchbefeuchtung inklusive. Im Taumel der frühlingserwachten neuen alten Liebe. So geschehen beim Remake von "Heute heiratet mein Mann".
Derlei mental gesteuertes Schmetterlinge-oder-Krampf-im-Bauch-Fernsehen hat schon funktioniert, als der Film noch stumm und die Menschen in Beziehungsfragen nicht so freimütig waren wie heute. 1956 bekamen Lilo Pulver und Johannes Heesters als Filmpaar ihre zweite Chance - es wurde ein Klassiker. In der Neuverfilmung der Komödie traten Aglaia Szyszkowitz und Walter Sittler in ihre Fußstapfen. Keine schlechte Idee, diesen alten, immer guten Stoff als Grundlage für eine aktualisierte Ausgabe zu verwenden. Die Sache wirkte weder überholt noch aufgewärmt, sondern stimmig und zeitgemäß. Seicht? Vielleicht. Aber doch mit Spuren lebensechter Problematik versehen - und damit eine klitzekleine homöopathisch-komödiantische Gute-Laune-Dosis.