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Chronologie - Der Fall Litwinenko

03.01.2017 um 12:11
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Der vergiftete russische Ex-Spion Alexander Litwinenko stirbt am 23. November 2006 nach dreiwöchigem Leiden. Der Kreml-Kritiker hatte auf dem Totenbett den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Vergiftung verantwortlich gemacht. Wer hinter seinem Tod steckt, ist bis heute unklar. Gegen den russischen Ex-Spion Andrej Lugowoi wurde in Großbritannien Mord-Anklage erhoben. Nachdem Russland sich weigerte Lugowoj auszuliefern, kündigte London die Ausweisung von vier russischen Diplomaten an. Moskau drohte daraufhin mit schwer wiegenden Konsequenzen. Lesen Sie mehr: Die Chronologie einer Affäre
Der vergiftete russische Ex-Spion Alexander Litwinenko stirbt am 23. November 2006 nach dreiwöchigem Leiden. Der Kreml-Kritiker hatte auf dem Totenbett den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Vergiftung verantwortlich gemacht. Wer hinter seinem Tod steckt, ist bis heute unklar. Gegen den russischen Ex-Spion Andrej Lugowoi wurde in Großbritannien Mord-Anklage erhoben. Nachdem Russland sich weigerte Lugowoj auszuliefern, kündigte London die Ausweisung von vier russischen Diplomaten an. Moskau drohte daraufhin mit schwer wiegenden Konsequenzen. Lesen Sie mehr: Die Chronologie einer Affäre
(c)EPA
Litwinenko ist mit einem Russen in einem Londoner Hotel zum Tee verabredet. Laut Ermittlungen trifft er statt auf den Erwarteten auf einen Unbekannten, der sich ihm als "Vladimir" vorstellt. Obwohl dieser seine Identität nicht preisgibt, trinken beide Männer Tee miteinander. Später soll Litwinenko sich mit einem italienischen Wissenschaftler in einer Sushi-Bar getroffen haben.  Litwinenko hat sich allem Anschein nach mit Lugowoi und der Geschäftsmann Dimitri Kowtun, beide Ex-Spione, getroffen. Beide zählen zu den Hauptverdächtigen im Mordfall.
Litwinenko ist mit einem Russen in einem Londoner Hotel zum Tee verabredet. Laut Ermittlungen trifft er statt auf den Erwarteten auf einen Unbekannten, der sich ihm als "Vladimir" vorstellt. Obwohl dieser seine Identität nicht preisgibt, trinken beide Männer Tee miteinander. Später soll Litwinenko sich mit einem italienischen Wissenschaftler in einer Sushi-Bar getroffen haben. Litwinenko hat sich allem Anschein nach mit Lugowoi und der Geschäftsmann Dimitri Kowtun, beide Ex-Spione, getroffen. Beide zählen zu den Hauptverdächtigen im Mordfall.
(c)AP
Kurz darauf trifft sich der tschetschenische Rebellensprecher Achmed Sakajew mit Litwinenko. Der britischen Zeitung "Guardian" sagt Sakajew, der Ex-Agent habe "sehr interessante Informationen" über den Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja erhalten. Kurz darauf erkrankt Litwinenko.
Kurz darauf trifft sich der tschetschenische Rebellensprecher Achmed Sakajew mit Litwinenko. Der britischen Zeitung "Guardian" sagt Sakajew, der Ex-Agent habe "sehr interessante Informationen" über den Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja erhalten. Kurz darauf erkrankt Litwinenko.
(c)AP
Die britische Polizei wird informiert, dass Litwinenko mit lebensbedrohlichen Symptomen im Krankenhaus von Barnet liegt. 17. NovemberKreml-Kritiker Litwinenko wird in die Londoner Universitätsklinik verlegt.
Die britische Polizei wird informiert, dass Litwinenko mit lebensbedrohlichen Symptomen im Krankenhaus von Barnet liegt. 17. NovemberKreml-Kritiker Litwinenko wird in die Londoner Universitätsklinik verlegt.
(c)EPA
Britische Zeitungen berichten über eine Vergiftung des Ex-Spions. Der Toxikologe John Henry (Im Bild rechts) geht von einer Vergiftung mit Thallium aus. Ein Gramm des Schwermetalls kann beim Menschen bereits tödlich wirken.
Britische Zeitungen berichten über eine Vergiftung des Ex-Spions. Der Toxikologe John Henry (Im Bild rechts) geht von einer Vergiftung mit Thallium aus. Ein Gramm des Schwermetalls kann beim Menschen bereits tödlich wirken.
(c)AP
Die Polizei ermittelt wegen Vergiftung. Die Anti-Terror-Abteilung von Scotland Yard schaltet sich ein. Litwinenko wird im Krankenhaus unter Polizeischutz gestellt und auf die Intensivstation verlegt. Der russische Geheimdienst weist Anschuldigungen zurück, er habe mit der Sache etwas zu tun.
Die Polizei ermittelt wegen Vergiftung. Die Anti-Terror-Abteilung von Scotland Yard schaltet sich ein. Litwinenko wird im Krankenhaus unter Polizeischutz gestellt und auf die Intensivstation verlegt. Der russische Geheimdienst weist Anschuldigungen zurück, er habe mit der Sache etwas zu tun.
(c)AP
Toxikologe Henry zieht eine Vergiftung Litwinenkos durch radioaktives Thallium in Betracht. Litwinenko wird tagelang von der Polizei vernommen. Der italienische Bekannte aus der Sushi-Bar meldet sich zur Wort und bezeichent sich und Litwinenko geheimnisvoll als hoch gefährdete Personen.
Toxikologe Henry zieht eine Vergiftung Litwinenkos durch radioaktives Thallium in Betracht. Litwinenko wird tagelang von der Polizei vernommen. Der italienische Bekannte aus der Sushi-Bar meldet sich zur Wort und bezeichent sich und Litwinenko geheimnisvoll als hoch gefährdete Personen.
(c)AP
Litwinenkos Vertrauter Alex Goldfarb spricht von einer ernsthaften Verschlechterung des Gesundheitszustandes Litwinenkos nach plötzlichem Blutdruckabfall und einem möglichen Herzstillstand. 23. November: Der Chef der Intensivmedizin an der Uniklinik nennt Litwinenkos Zustand lebensbedrohlich. Die Ärzte rätseln weiter über die Ursachen der Erkrankung, glauben aber nicht mehr an eine Thallium-Vergiftung. Litwinenko stirbt um 21.21 Uhr Ortszeit (22.21 Uhr MEZ).
Litwinenkos Vertrauter Alex Goldfarb spricht von einer ernsthaften Verschlechterung des Gesundheitszustandes Litwinenkos nach plötzlichem Blutdruckabfall und einem möglichen Herzstillstand. 23. November: Der Chef der Intensivmedizin an der Uniklinik nennt Litwinenkos Zustand lebensbedrohlich. Die Ärzte rätseln weiter über die Ursachen der Erkrankung, glauben aber nicht mehr an eine Thallium-Vergiftung. Litwinenko stirbt um 21.21 Uhr Ortszeit (22.21 Uhr MEZ).
(c)AP
Litwinenko ist nach Erkenntnissen der britischen Gesundheitsbehörde mit radioaktivem Material vergiftet worden. Im Urin Litwinenkos seien "hohe Konzentrationen" der radioaktiven Substanz Polonium entdeckt worden, teilte die britische Behörde für Gesundheitsschutz mit.Litwinenkos Vater trauert um seinen Sohn
Litwinenko ist nach Erkenntnissen der britischen Gesundheitsbehörde mit radioaktivem Material vergiftet worden. Im Urin Litwinenkos seien "hohe Konzentrationen" der radioaktiven Substanz Polonium entdeckt worden, teilte die britische Behörde für Gesundheitsschutz mit.Litwinenkos Vater trauert um seinen Sohn
Im Körper des früheren KGB-Agenten werden Spuren der hoch radioaktiven Substanz Polonium 210 gefunden. Äußerst giftige Rückstände wurden zunächst nur in Litwinenkos Wohnung entdeckt sowie in einem Restaurant und einem Hotel, in dem er sich aufgehalten hatte.
Im Körper des früheren KGB-Agenten werden Spuren der hoch radioaktiven Substanz Polonium 210 gefunden. Äußerst giftige Rückstände wurden zunächst nur in Litwinenkos Wohnung entdeckt sowie in einem Restaurant und einem Hotel, in dem er sich aufgehalten hatte.
(c)AP
Die britische Polizei hat offenbar Hinweise auf eine Verwicklung ausländischer Behörden in die Vergiftung des Ex-Spions. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen sollen Untersuchungsbeamte nach Moskau und Rom reisen. Britische Diplomaten schließen Auswirkungen auf das Verhältnis mit Moskau nicht aus.
Die britische Polizei hat offenbar Hinweise auf eine Verwicklung ausländischer Behörden in die Vergiftung des Ex-Spions. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen sollen Untersuchungsbeamte nach Moskau und Rom reisen. Britische Diplomaten schließen Auswirkungen auf das Verhältnis mit Moskau nicht aus.
(c)AP
Drei Menschen müssen sich in einer britischen Spezialklinik radiologischen Untersuchungen unterziehen. Zudem stoßen die Behörden in London an weiteren Orten auf Anzeichen radioaktiver Strahlung, wie Innenminister John Reid am sagt. Damit könnten potenziell wesentlich mehr Menschen radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen sein als bis dahin befürchtet. Reid betonte allerdings, es gebe keinen Anlass zur Unruhe.
Drei Menschen müssen sich in einer britischen Spezialklinik radiologischen Untersuchungen unterziehen. Zudem stoßen die Behörden in London an weiteren Orten auf Anzeichen radioaktiver Strahlung, wie Innenminister John Reid am sagt. Damit könnten potenziell wesentlich mehr Menschen radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen sein als bis dahin befürchtet. Reid betonte allerdings, es gebe keinen Anlass zur Unruhe.
(c)AP
Die Affäre nimmt immer größere Ausmaße an. Die radioaktive Substanz Polonium 210, an der Litwinenko starb, wurde nach Angaben von Scotland Yard inzwischen an sieben verschiedenen Orten in London entdeckt. Darunter ist auch ein Büro des russischen Milliardärs Boris Beresowski, der in Großbritannien im Exil lebt. Beresowski gilt wie Litwinenko als scharfer Kreml-Kritiker.
Die Affäre nimmt immer größere Ausmaße an. Die radioaktive Substanz Polonium 210, an der Litwinenko starb, wurde nach Angaben von Scotland Yard inzwischen an sieben verschiedenen Orten in London entdeckt. Darunter ist auch ein Büro des russischen Milliardärs Boris Beresowski, der in Großbritannien im Exil lebt. Beresowski gilt wie Litwinenko als scharfer Kreml-Kritiker.
(c)AP
Es gibt eine neue Spur nach Moskau. An Bord von zwei Passagierflugzeugen der British Airways, die auf der Strecke London-Moskau im Einsatz waren, werden Spuren von Polonium 210 entdeckt. Die Fluglinie British Airways betont, dass an Bord der beiden Maschinen nur "sehr niedrige" radioaktive Spuren entdeckt worden seien.
Es gibt eine neue Spur nach Moskau. An Bord von zwei Passagierflugzeugen der British Airways, die auf der Strecke London-Moskau im Einsatz waren, werden Spuren von Polonium 210 entdeckt. Die Fluglinie British Airways betont, dass an Bord der beiden Maschinen nur "sehr niedrige" radioaktive Spuren entdeckt worden seien.
Nach dem rätselhaften Tod des Alexander Litwinenko werden auch Vorwürfe eines Giftanschlags auf den früheren russischen Regierungschef Jegor Gaidar erhoben. "Das war eine politische Vergiftung", sagt Gaidars Tochter Maria auf BBC News 24. Die Ärzte in Moskau sähen "keinen anderen Grund" für seine plötzlich Erkrankung am 24. November auf einer Konferenz in Irland. Der 50-jährige Gaidar gilt als Kritiker der russischen Wirtschaftspolitik, aber im Gegensatz zu Litwinenko nicht als erklärter Gegner von Präsident Wladimir Putin.
Nach dem rätselhaften Tod des Alexander Litwinenko werden auch Vorwürfe eines Giftanschlags auf den früheren russischen Regierungschef Jegor Gaidar erhoben. "Das war eine politische Vergiftung", sagt Gaidars Tochter Maria auf BBC News 24. Die Ärzte in Moskau sähen "keinen anderen Grund" für seine plötzlich Erkrankung am 24. November auf einer Konferenz in Irland. Der 50-jährige Gaidar gilt als Kritiker der russischen Wirtschaftspolitik, aber im Gegensatz zu Litwinenko nicht als erklärter Gegner von Präsident Wladimir Putin.
(c)AP
Der italienische Kontaktmann von Alexander Litwinenko ist ebenfalls mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 verseucht. Im Urin des Geheimdienstexperten Mario Scaramella werden große Mengen des Isotops nachgewiesen.Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde HPA haben Tests ergeben, dass "eine weitere Person", die in "direktem Kontakt" zu Litwinenko gestanden ist, mit einer "großen Menge des radioaktiven Isotops Polonium 210" belastet sei. Laut Sky News zeigte Scaramella bisher keine Vergiftungssymptome, werde aber intensiv untersucht. Scaramella steht unter Polizeischutz und gilt den Ermittlern als wichtiger Zeuge.
Der italienische Kontaktmann von Alexander Litwinenko ist ebenfalls mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 verseucht. Im Urin des Geheimdienstexperten Mario Scaramella werden große Mengen des Isotops nachgewiesen.Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde HPA haben Tests ergeben, dass "eine weitere Person", die in "direktem Kontakt" zu Litwinenko gestanden ist, mit einer "großen Menge des radioaktiven Isotops Polonium 210" belastet sei. Laut Sky News zeigte Scaramella bisher keine Vergiftungssymptome, werde aber intensiv untersucht. Scaramella steht unter Polizeischutz und gilt den Ermittlern als wichtiger Zeuge.
(c)AP
Die Ärzte dementieren, dass Litwinenkos italienischer Kontaktmann auch im Sterben liege. Der Sicherheitsberater Scaramella sei "wohlauf" und zeige keine Symptome einer radioaktiven Vergiftung. Zuvor waren in seinem Urin Spuren der selben Substanz gefunden worden, mit der Litwinenko vergiftet wurde. Scaramella ist nach Aussage seines Anwalts verängstigt und besorgt über all das, was ihm geschehen sei.
Die Ärzte dementieren, dass Litwinenkos italienischer Kontaktmann auch im Sterben liege. Der Sicherheitsberater Scaramella sei "wohlauf" und zeige keine Symptome einer radioaktiven Vergiftung. Zuvor waren in seinem Urin Spuren der selben Substanz gefunden worden, mit der Litwinenko vergiftet wurde. Scaramella ist nach Aussage seines Anwalts verängstigt und besorgt über all das, was ihm geschehen sei.
(c)AP
Scaramella, will "auspacken". Zugleich sagte der 36-Jährige, der in einem Londoner Krankenhaus liegt, er sei mit einer tödlichen Strahlendosis vergiftet: "In meinem Körper befindet sich eine Polonium-Menge, die fünf Mal über der tödlichen Dosis liegt."Sein Anwalt erklärt, der Geheimdienst-Experte Scaramella wolle "alle ihm verfügbaren Namen und Daten öffentlich bekannt geben". Darunter seien "alle Information, die Litwinenko ihm im Laufe der Zeit gegeben habe". Es gehe um Namen von Politikern und Journalisten, die mit der Spionagetätigkeit der ehemaligen Sowjetunion in Verbindung gestanden hätten, sagte der Anwalt Sergio Rastrelli. Scaramella verfüge unter anderem über entsprechende Tonbänder.
Scaramella, will "auspacken". Zugleich sagte der 36-Jährige, der in einem Londoner Krankenhaus liegt, er sei mit einer tödlichen Strahlendosis vergiftet: "In meinem Körper befindet sich eine Polonium-Menge, die fünf Mal über der tödlichen Dosis liegt."Sein Anwalt erklärt, der Geheimdienst-Experte Scaramella wolle "alle ihm verfügbaren Namen und Daten öffentlich bekannt geben". Darunter seien "alle Information, die Litwinenko ihm im Laufe der Zeit gegeben habe". Es gehe um Namen von Politikern und Journalisten, die mit der Spionagetätigkeit der ehemaligen Sowjetunion in Verbindung gestanden hätten, sagte der Anwalt Sergio Rastrelli. Scaramella verfüge unter anderem über entsprechende Tonbänder.
(c)AP
Britische Polizisten reisen für Ermittlungen nach Moskau. Großbritanniens Innenminister Reid pocht auf die Fortsetzung der Ermittlungen - unabhängig von diplomatischen oder anderen Erwägungen. Russlands Außenminister Lawrow (Bild) sagt, der Fall sei unverhältnismäßig aufgebauscht worden und schade den russisch-britischen Beziehungen.
Britische Polizisten reisen für Ermittlungen nach Moskau. Großbritanniens Innenminister Reid pocht auf die Fortsetzung der Ermittlungen - unabhängig von diplomatischen oder anderen Erwägungen. Russlands Außenminister Lawrow (Bild) sagt, der Fall sei unverhältnismäßig aufgebauscht worden und schade den russisch-britischen Beziehungen.
(c)EPA
Die britische Polizei ermittelt offiziell wegen Mordes. Bisher hatten die Behörden lediglich von einem ungeklärten Todesfall gesprochen. Gleichzeitig betont Scotland Yard, es gebe noch keine Ergebnisse hinsichtlich der Motive oder der Identität möglicher Verantwortlicher.
Die britische Polizei ermittelt offiziell wegen Mordes. Bisher hatten die Behörden lediglich von einem ungeklärten Todesfall gesprochen. Gleichzeitig betont Scotland Yard, es gebe noch keine Ergebnisse hinsichtlich der Motive oder der Identität möglicher Verantwortlicher.
(c)AP
Auch einer von Litwinenkos Kontaktleuten in Moskau ist erkrankt. Der frühere Geheimdienstler und jetzige Geschäftsmann Dmitri Kowtun leidet an den gleichen Symptomen wie Litwinenko und schwebt in Lebensgefahr. Der Anwalt des dritten in die Affäre verwickelten Ex-Spions, Lugowoj, wies Angaben über ein Koma zurück. Kowtun und Lugowoj hatten sich Anfang November mit Litwinenko in London getroffen.
Auch einer von Litwinenkos Kontaktleuten in Moskau ist erkrankt. Der frühere Geheimdienstler und jetzige Geschäftsmann Dmitri Kowtun leidet an den gleichen Symptomen wie Litwinenko und schwebt in Lebensgefahr. Der Anwalt des dritten in die Affäre verwickelten Ex-Spions, Lugowoj, wies Angaben über ein Koma zurück. Kowtun und Lugowoj hatten sich Anfang November mit Litwinenko in London getroffen.
(c)AP
Die britische Polizei konzentriert ihre Ermittlungen auf das Londoner Hotel Millennium. Die Gesundheitsbehörden rufen die rund 250 Menschen, die sich zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November in der Bar des Hotels aufgehalten haben, dazu auf, sich auf Polonium 210 testen zu lassen. In dem Hotel hatte Litwinenko russische Kontaktmänner getroffen. Der Gesundheitszustand des ebenfalls radioaktiv vergifteten Kontaktmannes Dimitri Kowtun wurde als ernst bezeichnet.
Die britische Polizei konzentriert ihre Ermittlungen auf das Londoner Hotel Millennium. Die Gesundheitsbehörden rufen die rund 250 Menschen, die sich zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November in der Bar des Hotels aufgehalten haben, dazu auf, sich auf Polonium 210 testen zu lassen. In dem Hotel hatte Litwinenko russische Kontaktmänner getroffen. Der Gesundheitszustand des ebenfalls radioaktiv vergifteten Kontaktmannes Dimitri Kowtun wurde als ernst bezeichnet.
(c)EPA
Eine Spur führt nach Hamburg. In zwei Wohnungen in der Hansestadt sucht die Polizei nach Spuren von Polonium 210 und stellt in einer leichte radioaktive Strahlung fest. Eine Strahlenquelle sei aber nicht entdeckt worden, so die Beamten.
Eine Spur führt nach Hamburg. In zwei Wohnungen in der Hansestadt sucht die Polizei nach Spuren von Polonium 210 und stellt in einer leichte radioaktive Strahlung fest. Eine Strahlenquelle sei aber nicht entdeckt worden, so die Beamten.
(c)AP
Spuren des radioaktiven Poloniums 210 wurden in der Wohnung von Litwinenkos Kontaktmann Kowtun nachgewiesen, erklärte die Polizei. Kowtun könnte an der Ermordung Litwinenkos mitgewirkt haben, wie die Staatsanwaltschaft erläutert. Medienberichten zufolge soll der mögliche Täter in einem Moskauer Krankenhaus liegen.
Spuren des radioaktiven Poloniums 210 wurden in der Wohnung von Litwinenkos Kontaktmann Kowtun nachgewiesen, erklärte die Polizei. Kowtun könnte an der Ermordung Litwinenkos mitgewirkt haben, wie die Staatsanwaltschaft erläutert. Medienberichten zufolge soll der mögliche Täter in einem Moskauer Krankenhaus liegen.
(c)AP
Die Behörden gehen nun Hinweisen auf einen möglichen Nuklearschmuggel nach. Es wird insbesondere darüber gerätselt, wieso der Agent mit der sündteuren Substanz hätte vergiftet werden sollen. Es wird von den deutschen Polizeibehörden nicht ausgeschlossen, dass in Russland produziertes Polonium über Deutschland nach London geschmuggelt wurde, um dort einen Verkauf anzubahnen.
Die Behörden gehen nun Hinweisen auf einen möglichen Nuklearschmuggel nach. Es wird insbesondere darüber gerätselt, wieso der Agent mit der sündteuren Substanz hätte vergiftet werden sollen. Es wird von den deutschen Polizeibehörden nicht ausgeschlossen, dass in Russland produziertes Polonium über Deutschland nach London geschmuggelt wurde, um dort einen Verkauf anzubahnen.
(c)Reuters
In der Affäre Litwinenko sind nach offiziellen Angaben 116 Menschen der radioaktiven Substanz Polonium 210 ausgesetzt gewesen. Insgesamt wurde der Urin von etwa 600 Menschen untersucht. Dabei handelte es sich unter anderem um Besucher und Angestellte eines Hotels und zweier Restaurants, die von dem russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko besucht wurden. Die britische Gesundheitsbehörde arbeitet mit 48 Ländern weltweit zusammen.
In der Affäre Litwinenko sind nach offiziellen Angaben 116 Menschen der radioaktiven Substanz Polonium 210 ausgesetzt gewesen. Insgesamt wurde der Urin von etwa 600 Menschen untersucht. Dabei handelte es sich unter anderem um Besucher und Angestellte eines Hotels und zweier Restaurants, die von dem russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko besucht wurden. Die britische Gesundheitsbehörde arbeitet mit 48 Ländern weltweit zusammen.
(c) AP
Britische Ermittler fordern, Lugowoj des Mordes an Litwinenko anzuklagen.28. Mai 2007: London fordert von Moskau Lugowojs Auslieferung. Nachdem Russland das abgelehnt hat, kündigte London die Ausweisung von vier russischen Diplomaten an. Moskau drohte daraufhin mit schwer wiegenden Konsequenzen.
Britische Ermittler fordern, Lugowoj des Mordes an Litwinenko anzuklagen.28. Mai 2007: London fordert von Moskau Lugowojs Auslieferung. Nachdem Russland das abgelehnt hat, kündigte London die Ausweisung von vier russischen Diplomaten an. Moskau drohte daraufhin mit schwer wiegenden Konsequenzen.

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