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Krisenherde

Konflikte rund um den Erdball

03.01.2017 um 09:58
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Krieg, Gewalt, Terror. Rund um den Globus schwelen Krisenherde. Besonders brisant ist die Situation in einigen afrikanischen Ländern und in Asien. Aber auch in altbekannten Konfliktregionen kann bereits ein Tropfen das berühmte Fass zum Überlaufen bringen. Weiter: Krisenregionen weltweit
Krieg, Gewalt, Terror. Rund um den Globus schwelen Krisenherde. Besonders brisant ist die Situation in einigen afrikanischen Ländern und in Asien. Aber auch in altbekannten Konfliktregionen kann bereits ein Tropfen das berühmte Fass zum Überlaufen bringen. Weiter: Krisenregionen weltweit
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Fast täglich kommen Meldungen über Bombenexplosionen aus der Hauptstadt Bagdad. Seit die Amerikaner 2003 den Diktator Saddam Hussein gestürzt haben, droht das Land in Anarchie zu versinken. Terrororganisationen sorgen für einen ständig wachsenden Blutzoll. Die US-Regierung ist längst am Ende mit ihrem Latein.
Fast täglich kommen Meldungen über Bombenexplosionen aus der Hauptstadt Bagdad. Seit die Amerikaner 2003 den Diktator Saddam Hussein gestürzt haben, droht das Land in Anarchie zu versinken. Terrororganisationen sorgen für einen ständig wachsenden Blutzoll. Die US-Regierung ist längst am Ende mit ihrem Latein.
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Das von jahrzehntelangem Krieg gebeutelte Land galt bereits vor den Terroranschlägen vom 11. September auf das World Trade Center in New York als Ausbildungsstätte für Top-Terroristen. 2001 startete die USA ihren "Krieg gegen den Terror" - und ihr erster Weg führte die Truppen direkt nach Kabul. Seit der Zerschlagung des fundamentalistischen Taliban-Regimes wird an der "Demokratisierung" des Landes gearbeitet. Es darf bezweifelt werden, dass es jemals gelingen wird.
Das von jahrzehntelangem Krieg gebeutelte Land galt bereits vor den Terroranschlägen vom 11. September auf das World Trade Center in New York als Ausbildungsstätte für Top-Terroristen. 2001 startete die USA ihren "Krieg gegen den Terror" - und ihr erster Weg führte die Truppen direkt nach Kabul. Seit der Zerschlagung des fundamentalistischen Taliban-Regimes wird an der "Demokratisierung" des Landes gearbeitet. Es darf bezweifelt werden, dass es jemals gelingen wird.
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Um den Konflikt zwischen Israel und Palästina verstehen zu können, muss man weit in der Geschichte zurückblicken. Seit der zionistischen Einwanderung im 19. Jahrhundert gibt es Streit um Grenzen, Land, Wasserversorgung und religiöse Stätten. 2006 spitzte sich die Situation erneut zu. Seit Juli sind israelische Truppen wieder im Gazastreifen stationiert. Zurzeit hält ein brüchiger Waffenstillstand einen Deckel auf das Pulverfass Nahost.
Um den Konflikt zwischen Israel und Palästina verstehen zu können, muss man weit in der Geschichte zurückblicken. Seit der zionistischen Einwanderung im 19. Jahrhundert gibt es Streit um Grenzen, Land, Wasserversorgung und religiöse Stätten. 2006 spitzte sich die Situation erneut zu. Seit Juli sind israelische Truppen wieder im Gazastreifen stationiert. Zurzeit hält ein brüchiger Waffenstillstand einen Deckel auf das Pulverfass Nahost.
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Seit 15 Jahren wütet ein grausamer Bürgerkrieg in Somalia. Sechs Clans kämpfen um religiöse und ethnische Vorherrschaft. 2000 wurde ein Übergangsparlament gegründet, das sich vergeblich um innere Stabilität bemüht. Um die immer brutaler agierenden Milizen unter Kontrolle zu bekommen, wurde 2006 die ägyptische Armee hinzugezogen. Zu Weihnachten starben tausend Menschen. Mogadischu wurde mit Kampfflugzeugen angegriffen.
Seit 15 Jahren wütet ein grausamer Bürgerkrieg in Somalia. Sechs Clans kämpfen um religiöse und ethnische Vorherrschaft. 2000 wurde ein Übergangsparlament gegründet, das sich vergeblich um innere Stabilität bemüht. Um die immer brutaler agierenden Milizen unter Kontrolle zu bekommen, wurde 2006 die ägyptische Armee hinzugezogen. Zu Weihnachten starben tausend Menschen. Mogadischu wurde mit Kampfflugzeugen angegriffen.
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In Europa fast unbemerkt findet seit Jahren in Darfur ein grausamer Konflikt zwischen afrikanischen und arabischen Stämmen statt. Wasserknappheit und Streit um Land haben die Probleme zwischen den Bauern (Afrikaner) und Viehhirten (Araber) noch verschärft. Im August 2006 hat der UN-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die Truppen für Darfur vorsieht. Bisher konnten aber noch keine Soldaten stationiert werden, da dieser Truppeneinsatz nur bei einem gültigen Friedensabkommen möglich wird.
In Europa fast unbemerkt findet seit Jahren in Darfur ein grausamer Konflikt zwischen afrikanischen und arabischen Stämmen statt. Wasserknappheit und Streit um Land haben die Probleme zwischen den Bauern (Afrikaner) und Viehhirten (Araber) noch verschärft. Im August 2006 hat der UN-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die Truppen für Darfur vorsieht. Bisher konnten aber noch keine Soldaten stationiert werden, da dieser Truppeneinsatz nur bei einem gültigen Friedensabkommen möglich wird.
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Wer durch die Straßen von Bogota geht, wird auf den ersten Blick nichts von dem schwelenden Bürgerkrieg mitbekommen, der das Land seit 40 Jahren beutelt. Aber in den Abendnachrichten dominieren Tag für Tag Berichte über Scharmützel, Morde und Entführungen. Am Stadtrand von Bogota geht die Kontrolle von der Armee auf die Guerilla über. Drogenbosse und Todesschwadronen haben die Macht an sich gerissen. Die größten Guerillaorganisationen umfassen bis zu 15.000 Mitglieder.
Wer durch die Straßen von Bogota geht, wird auf den ersten Blick nichts von dem schwelenden Bürgerkrieg mitbekommen, der das Land seit 40 Jahren beutelt. Aber in den Abendnachrichten dominieren Tag für Tag Berichte über Scharmützel, Morde und Entführungen. Am Stadtrand von Bogota geht die Kontrolle von der Armee auf die Guerilla über. Drogenbosse und Todesschwadronen haben die Macht an sich gerissen. Die größten Guerillaorganisationen umfassen bis zu 15.000 Mitglieder.
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Weiße Strände, Palmen, türkises Meer. Die Insel Sri Lanka im Indischen Ozean ist ein wahres Paradies. Und doch herrschen dort seit Jahren blutige Kämpfe. Die Insel wird seit 2000 Jahren von Tamilen und Singhalesen bewohnt. Während der Kolonialzeit wurden die gebildeteren Tamilen, viele aus Indien, von den Engländern als Verwaltungsbeamte eingesetzt. Mit der Unabhängigkeit wollten die Singhalesen diesen Machtvorsprung beseitigen. 1983 eskalierte der Konflikt. Waffenstillstände wurden immer wieder gebrochen. Der letzte im Juli 2006.
Weiße Strände, Palmen, türkises Meer. Die Insel Sri Lanka im Indischen Ozean ist ein wahres Paradies. Und doch herrschen dort seit Jahren blutige Kämpfe. Die Insel wird seit 2000 Jahren von Tamilen und Singhalesen bewohnt. Während der Kolonialzeit wurden die gebildeteren Tamilen, viele aus Indien, von den Engländern als Verwaltungsbeamte eingesetzt. Mit der Unabhängigkeit wollten die Singhalesen diesen Machtvorsprung beseitigen. 1983 eskalierte der Konflikt. Waffenstillstände wurden immer wieder gebrochen. Der letzte im Juli 2006.
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Seit Jahren kämpfen nationalistische Tschetschenen für die Unabhängigkeit ihres Landes von Russland. In zwei Tschetschenen-Kriegen wurden mindestens 80.000 Menschen getötet und große Teile des Landes dem Erdboden gleichgemacht. Hunderttausende flüchteten. 1999 erklärte Präsident Putin, den Konflikt militärisch lösen zu wollen und russische Truppen marschierten in Grosny ein. Daraufhin nahmen tschetschenische Terroristen 700 Geiseln in einem Moskauer Theater. Bei der Stürmung starben 170 Menschen. 2000 wurde der Konflikt für beendet erklärt. Doch der Terror ging weiter. Im Juni 2004 starb der tschetschenische Präsident bei einem Bombenanschlag, im September 2004 stürmten tschetschenische Terroristen eine Schule in Breslan und nahmen 1200 Geiseln. 2006 wurde die Putin-Kritikerin Anna Politkowskaja in Moskau erschossen. Sie hat die Gräuel der russischen Führung in Tschetschenien angeprangert.
Seit Jahren kämpfen nationalistische Tschetschenen für die Unabhängigkeit ihres Landes von Russland. In zwei Tschetschenen-Kriegen wurden mindestens 80.000 Menschen getötet und große Teile des Landes dem Erdboden gleichgemacht. Hunderttausende flüchteten. 1999 erklärte Präsident Putin, den Konflikt militärisch lösen zu wollen und russische Truppen marschierten in Grosny ein. Daraufhin nahmen tschetschenische Terroristen 700 Geiseln in einem Moskauer Theater. Bei der Stürmung starben 170 Menschen. 2000 wurde der Konflikt für beendet erklärt. Doch der Terror ging weiter. Im Juni 2004 starb der tschetschenische Präsident bei einem Bombenanschlag, im September 2004 stürmten tschetschenische Terroristen eine Schule in Breslan und nahmen 1200 Geiseln. 2006 wurde die Putin-Kritikerin Anna Politkowskaja in Moskau erschossen. Sie hat die Gräuel der russischen Führung in Tschetschenien angeprangert.
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