SPÖ
Mit einer wahren Jubelfeier hat die SPÖ am Sonntag ihren unerwarteten Wahlsieg gefeiert. Im Festzelt zwischen Parteizentrale und Burgtheater, wo nach der Wahlniederlage 2002 Tristesse geherrscht hatte, brandeten schon am Nachmittag Jubel und "Hier regiert die SPÖ"-Sprechchöre hoch.
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"Es sieht so aus, wie wenn das Wahlresultat heute ein gutes wäre", begrüßte SP-Chef Alfred Gusenbauer bereits am frühen Abend seine jubelnde Anhängerschaft.
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Mit den "Edelseern", die den SP-Spitzenkandidaten schon im Wahlkampf begleitet hatten, wurde am späten Sonntagabend noch einmal für Gusenbauer "geschunkelt".
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In seiner kurzen Ansprache sparte der voraussichtliche Wahlsieger nicht mit Pathos: "Es ist heute einer jener Tage, wo ich den Eindruck habe: am Ende siegt die Gerechtigkeit".
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Große Freude bei den Parteigenossen. Im Bild: Bundesgeschäftsführerin Doris Bures und ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer.
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Von seinen Fans wurde die kurze Ansprache des SP-Chefs mit "Gusi, Gusi"-Rufen begleitet.
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Glückwünsche kamen auch von Gusenbauers Lebensgefährtin Eva Steiner.
Gusenbauers aus dem Wahlkampf wohlbekannte Mutti wurde ebenfalls geherzt.
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Im Anschluss eilte Gusenbauer ins Innenministerium zur Runde der Spitzenkandidaten - allerdings nicht ohne seine Rückkehr zu versprechen und seinen Fans im gut gefüllten Festzelt der SPÖ eine lange Party zu empfehlen. Sie ließen sich nicht lange bitten und versuchten mit sozialistischen Gassenhauern Stimmung zu machen, von "Bella ciao" bis zur "Internationalen".
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SP-Wahlkampfleiter Norbert Darabos frohlockte bereits etwas früher: "Wenn das so bleibt, dann ist das wie Ostern und Weihnachten zusammen."
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Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl zeigte sich im Wahlzentrum im Wiener Rathaus "unendlich glücklich" darüber, dass die SPÖ stimmenstärkste Partei sei: "Ich bin zufrieden, sehr zufrieden, das ist wunderbar"
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Freudige Erwartung und gute Laune herrschte in der SPÖ-Zentrale bereits am Sonntagnachmittag. Kurz nach 15 Uhr begannen Parteifunktionäre und Journalisten in der Löwelstraße einzutrudlen. Empfangen wurden sie von einem sichtlich entspannten SP-Geschäftsführer Norbert Darabos: "Wir gewinnen dazu und die ÖVP kriegt eine schwere Schlappe," bilanzierte er die ersten bekannt gewordenen Ergebnisse.
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Auf den Gängen tummelten sich derweil die ersten Parteipromis - etwa GPA-Chef Wolfgang Katzian (Bild), der frühere Polizeigeneral Franz Schnabl, SP-Werber Luigi Schober und der frühere Abfangjäger-Volksbegehrer Rudolf Fussi.
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Auf den engen Gängen in der Parteizentrale wurden derweil eifrig Gerüchte ausgetauscht, etwa darüber, dass die ÖVP selbst in Salzburger Kerngemeinden "zerbröselt" und über die angebliche "Grabesstimmung" in der ÖVP-Zentrale. Für die Konkurrenz hatte man hier ohnehin nur Schadenfreude übrig: "Ich würd' so gern das Gesicht vom Schüssel sehen", sagt eine SP-Frau.
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Gut gelaunt hatte sich SP-Chef Alfred Gusenbauer am Vormittag mit seiner Lebensgefährtin Eva Steiner bei der Stimmabgabe in seinem Heimatort Ybbs präsentiert.
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Trotz Nebel zeigte er sich optimistisch: "Spätestens am Nachmittag gilt wieder der Edlseer-Hit 'Überall auf der Welt scheint die Sonne'", scherzte Gusenbauer.
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Bevor der rote Spitzenkandidat seine Stimme im Wahlsprengel drei abgab, schaute er noch einen Sprung bei seiner Mutter Gertrude vorbei, die im Nebenzimmer ihren Wahldienst verrichtete. Nachdem sie ihrem Alfred noch schnell die Krawatte gerichtet hatte, zeigte sie sich dann "sehr optimistisch", dass ihr Sprössling den nächsten Bundeskanzler stellen wird.
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In der Wahlkabine ließ sich Gusenbauer dann etwas Zeit, und scherzte anschließend mit den Fotografen und Kameraleuten: "Alles startklar?", fragte er mit breitem Grinsen, als er im Blitzlichtgewitter das Kuvert in die Wahlurne steckte.
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