Basilikum & Ingwer: Schräges Eis

Delikatessen. Eiskreationen von konservativ bis ausgefallen.

B
eim Eis neigt der Mensch zu einem gewissen Konservatis mus - so wie übrigens auch beim Frühstück, oder kennen Sie sonst eine Mahlzeit, die jeden Tag mehr oder weniger aus den selben Zutaten besteht? Semmel, Butter, Marmelade, Kaffee und aus. Aber lassen wir uns nicht ablenken, zurück zum Eis.

Beim Blick auf die Eistüten in der Stadt fällt auf, dass die Klassiker dominieren. Schokolade und Vanille bei den einen, Erdbeer und Zitrone bei den anderen. Nun ist es ja nicht verwerflich, sich an das Bekannte zu halten, doch auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Sorten, die über das 08/15-Geschmackserlebnis hinausgehen.

In Gourmetkreisen mittlerweile gar nicht mehr so ungewöhnlich ist etwa die Kombination von Vanilleeis mit Balsamico-Essig. Aber auch ein anderer Bekannter aus der Salatschüssel harmoniert mit Vanille ganz hervorragend: Der Eissalon Tichy am Reumannplatz verfeinert das Eis mit Kürbiskernöl. Hat man sich erst einmal heran getastet, schmeckt es gar nicht so schlimm, wie es klingt - im Gegenteil.

Nicht so recht anfreunden konnten sich die Besucher von Zanoni & Zanoni am Lugeck mit der Kombination von Schokolade und Peperoncino. Und so steht der scharfe Nachgeschmack mittlerweile nicht mehr auf dem Programm. Dafür ist immer noch das Zitronen-Basilikum Eis zu bekommen, das vor allem bei der derzeitigen Hitze sehr erfrischt.

Aber nicht überall wird Eis mit schärferem Aroma abgelehnt. So bietet der Eissalon am Schwedenplatz bei den Eissorten des Tages immer wieder Ingwer-Lemoncream (nächstes Mal: Do. 27. Juli) an. Und auch Kiwi-Creme oder Sesam-Honig-Joghurt sind nicht ganz alltäglich. Im Jahr 2006 darf natürlich eine weitere Sorte nicht fehlen: das Amadeus-Eis. Allerdings, so wirklich innovativ ist das nun auch wieder nicht.


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