Der neue Jetset: Jung, weiblich, Enkel, Tochter

Erbinnen. Wen interessiert schon Paris Hilton, wenn es Camilla, Eugenia und Tatiana gibt?

Sie sind überall. Auf Empfängen, royalen Hochzeiten, prominenten Taufen und in den ersten Reihen der Fashion Weeks von New York bis Paris. Sie sind hübsch und müssen streng genommen keiner lukrativen Tätigkeit nachgehen. Grund dafür: ihr Nachname.

Zum Kreis der neuen Jetsetter-Generation gehört auch Camilla al Fayed, Tochter von Multimilliardär Mohammed al Fayed. Der firmiert unter anderem als Eigentümer des Pariser Ritz und des Londoner Kaufhauses Harrods. Zusätzliche Berühmtheit erlangte die Familie durch die Beziehung zwischen Camillas Halbbruder Dodi mit Prinzessin Diana und deren tödlichen Unfall.

Mittlerweile kennt man Camilla al Fayed aber auch ohne eines ihrer Familienmitglieder erwähnen zu müssen. Das mag nicht nur an ihrer engen Freundschaft zum ewigen Partygirl Paris Hilton, sondern vielmehr daran liegen, dass sie weiß, wie man sich als It-Girl zu benehmen hat: Etwas zickig, gelangweilt und arrogant: Das Studium brach sie ab, weil sie "keine Akademikerin" sei, die Schauspielschule beendete sie, weil sie eigentlich mehr in der Modebranche zu Hause sei. Sie jobbt nun hie und da als Model und träumt davon, ein eigenes Modelabel zu gründen.

Ähnlich wie Camillas Vater begann der Großvater von Eugenia Niarchos, Stavros Niarchos, seine Karriere: Im Schiffswesen. Der eine (Mohammed) baute in Ägypten eine Reederei auf. Der andere (Stavros) baute Mitte der Sechziger den ersten Öl-Tanker (gleichzeitig wie sein Erzrivale Aristoteles Onassis) und wurde zu einem der reichsten griechischen Unternehmer. Enkelin Eugenia ist noch nicht so bekannt wie ihr Bruder Stavros Niarchos der Dritte, der vor allem durch seine Kurzaffären mit Paris Hilton und Lindsay Lohan bekannt wurde. Schwester Eugenia hat das Jetset-Leben aber auch selbst schon ganz gut im Griff: Sie liebt Mode, ist mit großen Designern wie Valentino per Du und liebt abgetragene Grunge-Mode.

Wie es ist Schwester eines gut aussehenden, älteren Bruders zu sein, weiß auch Charlotte Casiraghi. Die 20-jährige Enkelin von Fürst Rainier von Monaco und Tochter von Caroline von Monaco, scheint sich allerdings mit der Bekanntheit ihres zwei Jahre älteren Bruders Andrea Casiraghi bestens arrangiert zu haben. Auch mit dessen Langzeit-Freundin Tatiana Santo Domingo versteht sie sich prächtig. Und die wiederum gehört als Enkelin des kolumbianischen Unternehmers Julio Mario Santo Domingo (u. a. Eigentümer der kolumbianischen Fluglinie Avianca) auch ohne ihre Liaison zum monegassischen Mädchenschwarm zum internationalen Jetset. Dass alle drei beruflich keiner geregelten Tätigkeit nachgehen, versteht sich von selbst.

Das kann man von Gabriella Windsor, Tochter von Prinz Michael von Kent (Cousin von Queen Elisabeth II) nicht behaupten. Die 25-Jährige trifft man zwar auch auf Parties, sie schloss aber heuer ihr Studium ab und schreibt in englischen Printmedien. Auch die Enkelin der italienischen Mode-Dynastie Missoni verdient selbst Geld: Margherita Missoni (23) ist etwa Model für den Missoni-Duft, floh aber vor der italienischen Großfamilie nach New York um Schauspiel zu studieren.


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