Der BZÖ-Chef weiß wohl längst, warum Herr Wrabetz sein Geld wert ist. Und Frau Lindner nicht.
E
s ist schon ein Kreuz mit dem ORF. Und weil das alles so schlimm ist und dort das Geld der Hörer und Seher nur so beim Fenster rausfliegt, hat Peter Westenthaler die "Sommergespräche" dazu genutzt, die "Prasserei" am Gehalt der noch amtierenden ORF-Chefin Monika Lindner festzumachen. Sie verdiene nämlich "unverfrorene" 321.398 Euro brutto im Jahr.
Um das Ausmaß der Unverfrorenheit zu illustrieren, führt Westenthaler nicht etwa die (deutlich höheren) Gehälter vergleichbarer Medien-Manager an, sondern die Entlohnung des Bundespräsidenten. Und "sogar" der Herr Bundespräsident verdiene weniger! Na dann.
Wenn wir davon ausgehen, dass ein (guter) ORF-Chef aus vielerlei Gründen mehr Geld verdienen soll als der "Händeschüttler" in der Hofburg (egal welcher Couleur), beschäftigt uns vor allem eine Frage: Welchen Vertrag hat wohl der von Westenthaler favorisierte neue ORF-General Alexander Wrabetz in der Tasche? Hoffentlich einen vergleichbar guten wie die Frau Lindner.
Wäre es anders, dürfte Wrabetz sein Amt nämlich keinesfalls antreten. Mangels einwandfrei funktionierender Gehirnmasse. Schließlich kennt er als Ex-Finanzchef den Vertrag seiner Vorgängerin und wird deshalb kaum einen schlechteren akzeptieren. Zumal der Job ein derart hohes Salär allemal rechtfertigt. Herr Westenthaler wird freilich längst wissen, warum Herr Wrabetz sein Geld wert ist. Im Gegensatz zur Frau Lindner. (Bericht: S. 31)