Bausparverträge bleiben weiter das beliebteste Sparprodukt der Österreicher. Das Sparbuch erlebt eine Renaissance.
Bei den Österreichern überwiegt bei der Geldanlage weiterhin das Sicherheitsdenken. Im Zusammenhang mit Sparen gilt generell "Absicherung vor Risiko", dies ergab eine aktuelle Umfrage des Fessel-GfK-Instituts. Die Rangliste der beliebtesten Sparformen in Österreich lautet: Bausparen (47 Prozent), Sparbuch (39 Prozent), Lebensversicherung (26 Prozent), Grundstücke (23 Prozent), Investmentfonds (20 Prozent) und Pensionsvorsorge mit staatlicher Prämie (18 Prozent).
Bausparverträge bleiben weiter das beliebteste Sparprodukt der Österreicher. Die leicht rückläufige Trendentwicklung der letzten Jahre wurde 2006 gestoppt und hat sich im vierten Quartal auf 47 Prozent stabilisiert. Auf Platz zwei rangiert das traditionelle Sparbuch, das seit Anfang des Jahrtausends eine Renaissance erlebt. Das Interesse an dieser klassischen Form des Sparens lasse sich einerseits durch die offensive Konditionenpolitik und -kommunikation erklären, zum anderen durch die Unschlüssigkeit der Bevölkerung im Zusammenhang mit Sparen, so Alexander Zeh, Leiter Finanzmarktforschung bei der GfK.
Das Interesse an der klassischen Lebensversicherung bleibt laut Fessel-GfK-Umfrage auf dem schon länger anhaltenden Tiefpunkt. Zurückzuführen sei das auf die in den vergangenen Jahren breiter gewordene Palette an Vorsorgeprodukten, wie etwa die Zukunftsvorsorge mit staatlicher Prämie. Hier wird von einem gegenseitigen "Kannibalisierungseffekt" ausgegangen. Neben dem Vermögensaufbau sind weiterhin Vorsorge und Absicherung Gedanken, die das Interesse an allen Lebensversicherungsprodukten verstärken.
Auch die Veranlagung des Kapitals in Immobilien erreicht einen neuen Tiefpunkt: Nur ein gutes Fünftel der Österreicher betrachten Immobilien als interessante Anlageform.
Die Anlage in Investmentfonds bestätigt mit 20 Prozent das stabile, leicht positive Niveau der letzten Quartale. Ein anderes Bild zeigt sich für den Bereich Aktienanlage: Der Aufwärtstrend bis zum ersten Quartal 2006 (16 Prozent) setzt sich nicht fort. Im dritten Quartal 2006 erreichen Aktien einen Wert von 13 Prozent, können sich aber im vierten wieder leicht erholen (15 Prozent). (APA)