Bauwirtschaft: Rückschlag für Strabag im Kampf um Züblin

Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner muss laut Gerichtsurteil seinen Aufsichtsratsposten räumen.

WIEN (APA). Der größte Baukonzern Österreichs, die Strabag, musste in Deutschland einen Rückschlag in Sachen Europa-Expansion hinnehmen. Ein Stuttgarter Gericht kam zum überraschenden Urteil, dass die Aufsichtsratssitzung bei der Strabag-Tochter Züblin vom Juni des Vorjahrs nichtig ist. Die Strabag legte gegen das Urteil Berufung ein.

Bei der Sitzung hatte die Strabag ihre Leute in den Züblin-Aufsichtsrat entsandt – allen voran Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner. Die Strabag hält 57 Prozent an Züblin. 43 Prozent gehören der Familie Lenz. Eberhard Lenz kämpft seit Monaten gegen die Strabag-Übernahme und deckte den Konzern mit Klagen ein.

Für die Strabag, die im Laufe des Jahres an die Börse gehen wird, ist der Streit sehr unangenehm. Denn die Integration von Züblin in die Strabag-Gruppe verzögert sich. Bisher konnte Haselsteiner Lenz nicht zu einem Verkauf seiner Anteile bewegen. Dem Vernehmen nach soll die Strabag 64 Mio. Euro geboten haben. Lenz steht auf dem Standpunkt, dass seine Anteile fast doppelt so viel wert sind.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.02.2007)

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