Bumerang bauen oder Fliegenfischen – was Studenten noch geboten wird.
Der Hausverstand – bekannt aus Funk und Fernsehen – sagt: Am Uni-Sportinstitut (Usi) können Studenten billig Sport betreiben. Doch meist redet der Hausverstand den Studenten dann doch nur die Teilnahme an bekannten Breitensportarten wie Fußball oder Volleyball ein. Dabei gäbe es am Usi doch auch viele andere, teils sehr kurios klingende Kurse.
Ein Highlight: „Bumerang bauen und werfen“ an der Uni Graz. Der Kurs bringt nicht nur australisches Flair nach Österreich, sondern lehrt auch spezielle Tuning-Tipps für das Wurfgerät. Wem das viel zu aufregend klingt, der sollte es vielleicht mit Fliegenfischen (in Wien und Graz) versuchen. So heißt es auf dem Infoblatt: „Es gibt viele Gründe, mit dem Fliegenfischen zu beginnen. Für manche ist es die ästhetische Art des Fliegenwurfs, andere versuchen innere Ruhe im Einklang mit der Natur zu finden.“
Manche Usi-Kurse bieten freilich die Gelegenheit, das Erlernte auch im Studium einzusetzen. Wer etwa bei einer mündlichen Prüfung einmal nicht die richtige Antwort wusste, weiß, wie wichtig Improvisieren ist. Da kann „Improvisationstheater – Theatersport“ (Uni Wien) nützlich sein. Was dagegen passiert, wenn man sich zum ersten Mal auf eine Skisprung-Schanze wagt, kann in Innsbruck oder Salzburg ausprobiert werden. Weitgehend verletzungsfrei dürfte hingegen der Kurs „Pantomimeperformance“ in Tirol ablaufen. „Jonglieren und Equilibristik“ (Uni Wien) klingt dagegen schon fast wieder gefährlich. Übrigens, noch eine kleine Warnung: Da Usi-Kurse auch Uni-Bediensteten offen stehen, kann man im einen oder anderen Kurs auch auf den eigenen Professor treffen.
www.univie.ac.at/usi-wien, www.uni-graz.at/usiwww,www.usi.jku.at,www.sbg.ac.at/usi,www.uibk.ac.at/usi,usi.uni-klu.ac.at, usi.unileoben.ac.at
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.02.2007)