Zum Lachen in den Bunker
In wirklich kargen Zeiten - also jenen, in denen sich der Mangel nicht nur auf den Schnee oder die Zahl der Bierflaschen im Kühlschrank beschränkt - muss man schwere Entscheidungen treffen: "Apfelstrudel oder Guglhupf", mault der Bunkerwart. "Stellt's euch vor, es ist Atomkrieg, die ganze Regierung sitzt hier und es fehlt ein Stück Guglhupf." Nicht auszudenken! Noch weniger ist vorstellbar, was sich dann in der ersten Folge des tiefschwarzen Satireformats "Die 4 da" (in der "Donnerstag Nacht" auf ORF1) abspielte: Nach einem Nuklearunfall in Temelín (es klang so, als wäre ein Nuklear-U-Boot aus versehen über dem AKW abgeworfen worden) wird die gesamte Bevölkerung inklusive Regierung getötet (allen voran Minister Martin Bartenstein, weil "der war gerade in Tschechien Schuhe kaufen"). Nur "Die 4 da" überleben und müssen nicht mehr um die Zimmer im Regierungsbunker streiten, die z. B. für die Top-Ten des "News"-Rankings oder für den Bundeskanzler reserviert sind (Raumtemperatur: 16,31 Grad, "weil da der Rotwein noch gut zu trinken ist und Herr Gusenbauer noch nicht schwitzt").
Rupert Henning, Thomas Maurer, Florian Scheuba und Erwin Steinhauer sind "Die 4 da", schreiben ihre Rollen selbst und leisten sich tiefgründige Witze. Abschalten gilt da nicht. Wer mitlachen will, muss mitdenken. Berieselung passiert anderswo ...