Harte Arbeit: Und wie steht's mit dem Alko- Spiegel?

Müllsortierer, Rauchexperten, Alkotester: Kuriose Studentenjobs sind begehrt.

Lydia Freudenberger vom "Technischen Büro Hauer" kennt ihre Mitarbeiter. "Vor allem Bodenkultur- und TU-Studenten bewerben sich bei uns." Kaum ist ein Job als Müllsortierer ausgeschrieben, schon kommen zahlreiche Bewerbungen. Der Job, um den sich die angehenden Akademiker reißen: Mithilfe bei einer Müllanalyse. Dadurch soll zum Beispiel geklärt werden, wie viel Prozent der Bevölkerung den Abfall nicht richtig trennen.
Doch die Auswahlkriterien  für den "Traumjob" sind hart. Nur wer keine Allergien hat und körperlich fit ist, kommt für diese Tätigkeit in Frage. Dafür winken inklusive Reisespesen auch 102 Euro pro Tag.

Schnelles Geld für Raucher

Wer aufgrund seiner Nikotinsucht nicht mehr fit genug für diese Arbeit ist, der kann sich für einen anderen Studentenjob bewerben. Mafos, Institut für Systemische Marktforschung, sucht Studiosi für eine Diskussion über Zigarettenmarken. Bewerber müssen verraten, welche Marke sie hauptsächlich rauchen und noch zwei weitere "präferierte Marken" bekannt geben, verrät die Ausschreibung. Wer für die Diskussion ausgewählt wird, bekommt für seine "Raucherfahrung" 22 Euro. Eine einmalige Tätigkeit. Die Bewerber kommen übrigens von allen Fakultäten, erklärt Petra Prommegger von Mafos.

Alkotesterinnen von der WU

s0;20Nicht trinken muss man beim "Alkotester"-Job. Dafür in Frage kommen nur hübsche Studentinnen, die sich für den begehrten Arbeitsplatz sogar einem Casting stellen müssen. Die schönen Testerinnen ziehen abends durch die Lokale, und spornen Nachtschwärmer dazu an, um 2,80 Euro in ihr Testgerät zu blasen. Für einen fünfstündigen Einsatz erhalten die Mädchen ein leistungsbezogenes Entgelt, das in der Regel zwischen 90 und 160 Euro schwankt. Studentinnen, die sich für diesen Job begeistern können, sollten aber auch Erfahrung im Umgang mit Betrunkenen haben, erklärt Franz Pajor von "Alkotester". Die Mädchen müssten vor allem mit den Äußerungen, die Alkoholisierte von sich geben, umgehen können. Die meisten Studentinnen, die sich als Alkotester bewerben, kommen übrigens von der Wirtschaftsuniversität.

Wer statt mit Betrunkenen lieber mit Babys kommuniziert, sollte sich bei einer Wiener Ärztin bewerben. Diese sucht via ÖH-Jobbörse Studierende, die zweimal wöchentlich mit ihrer Tochter entweder im Babybjörn oder im Tragerucksack spazieren gehen. Ein Arbeitseinsatz beträgt zwischen vier und sechs Stunden, pro vier-Stunden gibt es die unrunde Summe von 23,28 Euro. Und in Zeiten der Gleichberechtigung sind selbstverständlich Studenten beiderlei Geschlechts eingeladen, sich für diese tragende Tätigkeit zu bewerben.

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