Wiener Börse am Nachmittag: ATX 0,49 Prozent im Minus

Marktbeobachter orteten angesichts des Treffens der Euro-Finanzminister in Brüssel Zurückhaltung seitens der Investoren.

Die Wiener Börse hat sich am heutigen Montagnachmittag bei dünnem Volumen mit weiterhin leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 1947,15 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 9,51 Punkten bzw. 0,49 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,08 Prozent, FTSE/London -0,40 Prozent und CAC-40/Paris -0,24 Prozent.

Marktbeobachter orteten angesichts des Treffens der Euro-Finanzminister in Brüssel Zurückhaltung seitens der Investoren. Zusätzlich würden anziehende Renditen in Spanien und Italien sowie negativ aufgefasste Konjunkturmeldungen aus Asien die Kauflaune dämpfen, hieß es. So werde die Abschwächung der chinesischen Inflation von Anlegerseite als Indiz für eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in der Volksrepublik gewertet.

Gegen den europäischen Branchentrend rutschten Telekom Austria um 1,64 Prozent auf 7,37 Euro ab. Die Finanzexperten der Berenberg Bank haben ihre Verkaufsempfehlung "sell" für die Aktie bestätigt, das Kursziel bleibt unverändert bei 7,60 Euro.

voestalpine und DO&CO verloren als Schlusslichter im prime market um 4,25 Prozent auf 20,18 Euro bzw. 4,22 Prozent auf 28,93 Euro. Der Stahltitel und die Aktie des Cateringunternehmens werden am Berichtstag allerdings ex Dividende gehandelt.

Strabag korrigierten nach den kräftigen Freitags-Gewinnen um 2,06 Prozent nach unten auf 19,22 Euro. Der Baukonzern startet am morgigen Dienstag sein Mitte Juni abgesegnetes Aktienrückkaufprogramm, wurde zum Wochenschluss bekannt.

Gewinne verbuchten gegen den allgemeinen Trend die beiden Schwergewichte Andritz und Erste Group. Das Papier des steirischen Anlagenbauers und der Bankwert stiegen um 0,82 Prozent auf 40,15 Euro bzw. 0,69 Prozent auf 14,50 Euro. Im Versicherungssektor rückten Vienna Insurance Group um 0,82 Prozent vor auf 30,77 Euro.

Unter den Immowerten verzeichneten conwert ein kleines Minus von 0,21 Prozent auf 8,69 Euro, s Immo und CA Immo Anlagen gingen um 0,89 Prozent auf 4,25 Euro bzw. 1,53 Prozent auf 7,80 Euro zurück. Die schwer gewichtete Immofinanz-Aktie knickte um 1,78 Prozent auf 2,48 Euro ein.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zur Eröffnung bei 1953,85 Punkten, das Tagestief lag um 11.40 Uhr bei 1935,98 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,57 Prozent bei 965,46 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market elf Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.722.412 (Freitag: 1.231.573) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 42,84 (29,60) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 368.652 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 10,70 Millionen Euro entspricht.

(APA)

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