US-Blog
''Die 13 Zerstörer der Weltwirtschaft''
Das US-Wirtschaftsportal Business Insider - von "Time" 2011 unter die Top-25-Finanzblogs gewählt - hat 13 Personen herausgepickt, die "die Weltwirtschaft zerstören".Darunter findet sich auch die österreichische Finanzministerin Maria Fekter wieder. Ein Überblick.
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Im Gegensatz zu ihrer Rolle als europäische Finanzministerin habe sie eine Tendenz, Aussagen zu treffen, die auf Österreicher ausgerichtet sind, dabei aber die europäische Stabilität untergraben, schreibt der Finanz-Blog. Erinnert wird an Fekters Kommentar, dass Italien vielleicht Hilfe brauchen könnte.Die Empfehlung: Unabhängig vom Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen solle sie diese Dinge andere sagen lassen.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Auch der deutschen Bundeskanzlerin wirft man - wie Fekter - vor, bei ihrer Europapolitik zu sehr auf nationale Wählerinteressen zu schielen. Kritisiert wird ihr striktes "Nein" zu den Euro-Bonds. Die gemeinsamen Anleihen sei für viele Experten nämlich der einzigen Ausweg aus der Krise.
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Der deutsche Ökonom und ifo-Chef Hans-Werner Sinn, der für einen Euro-Austritt Griechenlands plädiert, sei lange ein Außenseiter gewesen. Nun entspreche seine Meinung immer mehr dem Mainstream. Das hat er laut "Business Insider" vor allem der "Bild"-Zeitung zu verdanken ...
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... In diesem Zusammenhang wird der stellvertretende Bild-Chefredakteur Nikolaus Blome kritisiert, der Sinn viel Platz in seiner Zeitung einräumt.Er wird auch für seine polemische und kritische Berichterstattung gegenüber Griechenland gerügt.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Der französische Präsident Francois Hollande habe sich gegenüber Deutschland nicht sehr konstruktiv erwiesen. Kritisiert wird vor allem die Senkung des Pensionsalters in Frankreich auf 60 Jahre. Hollande löste damit ein Wahlversprechen ein. Die Deutschen müssen bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten.
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Auf Hilferufe aus Spanien und Italien habe der EZB-Chef zu zögerlich reagiert. Dem Italiener wird vorgeworfen, die Geldschleusen nicht weit genug zu öffnen. Das gleiche gilt auch für seinen US-Kollegen ...
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... Fed-Chef Bernanke werfe die Notenpresse ebenfalls zu selten an, schreibt "Business Insider".
(c) Reuters (Jonathan Ernst)
Dem US-Präsidenten Obama wirft das Portal vor, ein zu kleines Hilfspaket geschnürt zu haben und selbst dann noch an Sparmaßnahmen festgehalten zu haben, als klar war, dass diese Politik nicht sinnvoll ist.
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Der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat ist überzeugter Gegner eines starken Staates. Ihm sei es gelungen, die geldpolitische Debatte so weit nach rechts zu verlagern, dass selbst gemäßigte Parteikollegen Gefallen an der Abschaffung der US-Notenbank Fed fanden.
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US-Steuer-Lobbyist Grover Norquist soll durch seine Aktionen eine überparteiliche Lösung zum Schuldenabbau der USA fast unmöglich gemacht haben. Er überzeugte 95 Prozent der republikanischen Abgeordneten, ein Abkommen zu unterzeichnen, in dem es darum geht, niemals für eine Steuererhöhung zu stimmen.
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Republikaner-Führer Eric Cantor spricht sich für einen harten Sparkurs und gegen Steuererhöhungen aus. Er habe damit eine gemeinsame Schulden-Politik mit den Demokraten erheblich erschwert.
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Der Chef der rechtspopulisitschen Oppositonspartei "Wahre Finnen" gilt als einer der größten Euro-Skeptiker. Er schießt immer wieder gegen die Rettungspakete für marode europäische Staaten quer.
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"Business Insider" hält wenig vom vom konservativen britischen Premier, der nach wie vor für einen harten Sparkurs plädiert.
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