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Moody's stuft 13 italienische Finanzinstitute herab

Moodys stuft italienischen Finanzinstitute
Mark Lennihan/AP/dapd
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Nachdem die US-Ratingagentur vergangene Woche die Kreditwürdigkeit Italiens gesenkt hatte, wurden nun auch 13 Finanzinstitute herabgestuft.

Die US-Ratingagentur Moody's hat die Bewertung von insgesamt 13 italienischen Finanzinstituten gesenkt. Der Schritt sei eine Folge der gesenkten Kreditwürdigkeit Italiens vom 13. Juli, teilte die Agentur am Montag mit. Moody's hatte die Bewertung von Staatsanleihen um zwei Stufen von "A3" auf "Baa2" herabgesetzt. Betroffen ist auch die Großbank Unicredit, der Mutterkonzern der Bank Austria, sowie das Kreditinstitut Intesa SanPaolo. Wie bei Italien ist auch bei den Kreditinstituten der Ausblick "Negativ", das heißt mit weiteren Abstufungen muss gerechnet werden.

Sieben Geldhäuser wurden um zwei Noten zurückgestuft, sechs weitere um jeweils eine Stufe. Zudem wurde der Ausblick auf negativ gesetzt. Eine schlechtere Kreditwürdigkeit zieht im allgemeinen höhere Zinskosten bei der Aufnahme neuer Kredite nach sich.

Zugang zum Finanzmarkt unsicher

Die Senkung der Kreditwürdigkeit Italiens hatte Moody's in der vergangenen Woche damit begründet, dass die Kosten für die Refinanzierung der Staatsschulden weiter steigen dürften oder das Land angesichts eines Vertrauensverlustes seien Zugang zum Finanzmarkt verlieren könnte. Angesichts einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Entwicklung in Italien, die durch sinkendes Wachstum und steigende Arbeitslosenzahlen deutlich werde, steige auch das Risiko, die Einsparungsziele zu verfehlen. Dies würde sich dann wiederum negativ auf das Vertrauen am Markt und die Möglichkeiten zur Beschaffung frischen Geldes auswirken, hatte es geheißen. Die Agentur drohte am Freitag sogar mit einer weiteren Herabstufung, sollten sich die Konjunkturaussichten weiter verschlechtern oder die Umsetzung von Reformen stocken.

(APA/Reuters/dpa)