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"Man attackiert Italien, um daraus Profit zu schlagen"

attackiert Italien daraus Profit
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Der italienische Industriellenverband übt scharfe Kritik an den jüngsten Herabstufungen von Banken durch die Ratingagentur Moody's.

Die Herabstufung von 13 italienischen Banken durch die US-Ratingagentur Moody's (mehr dazu ...) erntet in Italien viel Kritik. Der Chef des Industriellenverbands Confindustria, Giorgio Squinzi, bezeichnete die Entscheidung der US-Experten am Dienstag als ungerechtfertigt. "Wir sind als Land viel wettbewerbsfähiger als die Ratingagenturen darstellen. Ich denke, dass hier eine starke Komponente internationaler Spekulation im Spiel ist. Man attackiert Italien, um daraus Profit zu schlagen", kritisierte Squinzi.

Auch der Präsident der italienischen Börsenaufsichtsbehörde Consob, Giuseppe Vegas, ist mit der Herabstufung nicht einverstanden und warnt vor Panik: "Italien hat seine Schwierigkeiten, doch man muss die Wirtschaftsstruktur betrachten, die nicht dem von den Ratingagenturen dargestellten Bild entspricht", kommentierte Vegas.

Braucht Italien Euro-Hilfen

Vergangene Woche hatte Regierungschef Mario Monti nicht ausschließen wollen, dass Italien doch noch Hilfe durch den Euro-Rettungsschirm benötigen könnte. "Es wäre gewagt zu behaupten, Italien werde diese Unterstützung niemals brauchen", sagte Monti. Bis dato hatte er entsprechende Behauptungen stets zurückgewiesen.

Die Bewertung des Staates wurde vor wenigen Tagen von Moody's um zwei Noten auf Baa2 gesenkt. Außerdem hat die Notenbank Banca d´Italia am Montag die Wachstumsprognosen nach unten revidiert. Sie rechnet im Jahr 2012 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um zwei Prozent und mit einem Minus von 0,2 Prozent im kommenden Jahr, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Notenbank. Mit einem Ende der Rezession sei erst Anfang 2013 zu rechnen.

>>> KARTE: Die Bonität der EU-Länder

(APA)