Österreichische Firmen profitieren von Olympia

OLYMPIA - Olympische Spiele 2012, Vorberichte
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Mehr als ein Dutzend Unternehmen wurden mit einem Auftragsvolumen im zweistelligen Millionenbereich bedacht. Die Firmen überdachen und beleuchten zahlreiche Spielstätten.

"Dabei sein ist alles" - das olympische Motto gilt auch für die österreichischen Firmen, die für "London 2012" Aufträge erhielten. Laut dem Londoner Außenwirtschaftscenter der Wirtschaftskammer (WKO) nehmen mehr als ein Dutzend Firmen in den verschiedensten "Disziplinen" teil. Das Auftragsvolumen geht in die Millionen, ein zweistelliger Euro-Millionenbetrag wird kolportiert. Genaue Zahlen gibt es wegen der strengen Auflage der britischen Vergabebehörde "Olympic Delivery Authority" (ODA) nicht. Als Highlight gilt das London Cable Car, eine Gondelbahn des Vorarlberger Seilbahnen-Herstellers Doppelmayr. Außerdem sorgen Zumtobel und Co dafür, dass es in den Stadien nicht dunkel wird. Die berühmte Gondelseilbahn ist rechtzeitig zu den Spielen fertig geworden (>>>mehr dazu).

Generell habe sich London in den letzten Jahre für Olympia "herausgeputzt", sagt die stellvertretende Wirtschaftsdelegierte in London, Sonja Holocher-Ertl. Von diesem "Facelift" habe auch Österreichs Wirtschaft profitiert. Vor allem kleineren Firmen sei durch die Spiele der Einstieg in den britischen Markt gelungen. Jetzt setzt das AußenwirtschaftsCenter große Hoffnungen in Folgeprojekte.

Stahl für Wembley

Österreichs Industrieunternehmen waren an den großen Infrastrukturprojekten im Vorfeld der Spiele beteiligt. So lieferten die voestalpine Stahl für das Wembley-Stadion und Wiehag elf Holzträger für die nun größte Schwimmhalle Großbritanniens, dem Sunderland Aquatic Centre. Seele Austria montierte das Dach des Olympiastadions aus PVC-beschichtetem PE-Gewebe. Waagner-Biro überdachte das Westfield Shopping Center Stratford mit einer Stahl-Glas-Konstruktion und produzierte zudem den Stahl für eine 54 Meter lange Brücke zwischen Olympiastadion und Aquapark.

In der Disziplin Energie qualifizierten sich GE Jenbacher und TiSun: Jenbacher versorgt mit zwei erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken zahlreiche Spielstätten und TiSun lieferte zwölf Solar-Kollektoren für den Wildwasserpark in Hertshordshire, wo die Wassersportkämpfe stattfinden.

Beleuchtung aus Österreich

40.000 Glühbirnen des Vorarlberger Lichtkonzerns Zumtobel sorgen dafür, dass im Wembley-Stadion das Licht nicht ausgeht. Das steirische Unternehmen Xal beleuchtet Teile der Zuschauertribünen in der Handballhalle und Bartenbach Lichtgestaltung GmbH aus Tirol lieferte die Beleuchtung für die "Central Park Brigdes". Außerdem kommuniziert die Metropolitan Police mit Frequentis-Technologie.

(APA)

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