Bei dünner Nachrichtenlage tendierte der ATX - wie auch das europäische Börsenumfeld - leicht nach unten.
Die Wiener Börse hat sich am Freitag im frühen Handel bei durchschnittlichem Anfangsvolumen mit knapp behaupteter Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2004,27 Punkten nach 2006,48 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 2,21 Punkten bzw. 0,11 Prozent.
Bei dünner Nachrichtenlage tendierte der ATX - wie auch das europäische Börsenumfeld - leicht nach unten. Marktbeobachter sprachen von Gewinnmitnahmen nach den Zuwächsen im Wochenverlauf. Mangels konjunktureller Impulse dürfte sich der Wochenausklang tendenziell ruhig gestalten, hieß es. Gegen Mittag werden die Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz über die Finanzhilfen für den spanischen Banksektor abstimmen. Gemeinhin wird von einer Freigabe der Hilfen ausgegangen.
Unter den Wiener Einzelwerten rückten OMV nach Veröffentlichung des Trading Statements um 0,62 Prozent auf 24,44 Euro vor. Dank des Wiederanstiegs der Produktion in Libyen wurde sowohl zum Vorquartal als auch gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Produktionszuwachs verzeichnet. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde im zweiten Quartal durch Ölpreis-Hedges mit 32 Millionen Euro negativ beeinflusst, wurde ferner bekannt.
Überdies stiegen Telekom Austria um 1,13 Prozent auf 7,32 Euro, der Stahlwert voestalpine verbuchte einen moderaten Aufschlag von 0,23 Prozent auf 21,65 Euro und die Aktie des Baukonzerns Strabag drehte mit plus 0,11 Prozent auf 18,96 Euro in die Gewinnzone. Im Immosektor befestigen sich CA Immo Anlagen um 1,45 Prozent auf 7,91 Euro, wohingegen die Aktien der Branchenkollegen Immofinanz und conwert um 0,35 Prozent auf 2,58 Euro bzw. 0,59 Prozent auf 9,22 Euro nachgaben.
Verluste verbuchten auch Verbund und rutschten um 0,87 Prozent auf 17,00 Euro ab. In ihrer jüngsten Studie haben die Analysten der UBS ihr Kursziel für die heimische Versorgeraktie auf 16,00 von zuvor 18,00 zurück genommen, das Votum lautet unverändert auf "sell". Die EVN-Aktie konnte indes ein Plus in Höhe von 0,20 Prozent auf 10,20 Euro für sich verbuchen.
Abgaben gab es wiederum in den beiden Bankwerten. Die schwergewichtige Erste-Group-Aktie verbilligte sich um 0,42 Prozent auf 15,31 Euro und das Raiffeisen-Papier fiel um 0,52 Prozent auf 25,90 Euro. Im Versicherungssektor büßten Vienna Insurance Group (VIG) um 0,67 Prozent auf 31,78 Euro ein.
Der ATX Prime notierte bei 992,87 Zählern und damit um 0,13 Prozent oder 1,25 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 16 Titel mit höheren Kursen, 16 mit tieferen und keiner unverändert. In acht Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 348.169 (Vortag: 276.646) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 9,010 (8,00) Millionen Euro (Doppelzählung) gehandelt.
(APA)