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Spanien und Italien verbieten Leerverkäufe

Spanien Italien verbieten Leerverkaeufe
EPA/CHEMA MOYA
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Im Kampf gegen fallende Aktienkurse verbieten Spanien und Italien vorerst Leerverkäufen von Bank- und Versicherungsaktien.

Im Kampf gegen fallende Aktienkurse haben die Finanzmarktwächter in Spanien und Italien am Montag spekulative Leerverkäufe von Finanzaktien verboten. Wie die spanische Finanzaufsicht CNMV mitteilte, sind auf den spanischen Aktienmärkten ab sofort Leerverkäufe von Bank- und Versicherungsaktien für die kommenden drei Monate untersagt. Die italienische Finanzaufsicht verbot Leerverkäufe zunächst nur für eine Woche.

Zuvor waren die Aktienkurse in Madrid um mehr als fünf Prozent eingebrochen, nachdem die Sorge um die finanzielle Überlebensfähigkeit Spaniens gewachsen war. Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen stiegen am Montag auf ein neues Rekordhoch. Börsen weltweit reagierten mit heftigen Kursabschlägen auf die neuen Negativnachrichten aus Madrid.

In Italien wurde das Leerverkaufs-Verbot für eine Woche verhängt. Grund für die Untersagung spekulativer Geschäfte mit Bank- und Versicherungsaktien sei "die aktuelle Wendung der Ereignisse auf dem Markt", teilten die Finanzwächter mit. Auch in Mailand waren die Kurse um mehr als fünf Prozent eingebrochen.

Bei Leerverkäufen wetten Spekulanten auf fallende Kurse von Aktien, Währungen oder staatlichen Schuldpapieren. Das tun sie, indem sie sich Aktien leihen, sie weiterverkaufen und später zurückkaufen. Dabei hoffen die Spekulanten, dass Aktien beim späteren Rückkauf günstiger sind als zu dem Zeitpunkt, als sie diese verkauft haben.

(APA/AFP)