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I-Pension: Arbeiterkammer will Malus-System für Firmen

IPension Arbeiterkammer will MalusSystem
APA/HELMUT FOHRINGER
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Wer zu wenig ältere einstellt, soll mehr zahlen, fordert AK-Präsident Tumpel.

Die Arbeiterkammer fordert angesichts der Neuregelung der Invaliditätspension weitere Reformschritte. Konkret plädiert AK-Präsident Herbert Tumpel (SPÖ) in einer Aussendung am Dienstag für höhere Pensionsversicherungsbeiträge für Unternehmen, die zu wenig ältere Beschäftigte einstellen ("Experience Rating"). Außerdem will Tumpel ein "wirksames Malus-System" bei Kündigung älterer Arbeitnehmer und eine verpflichtende arbeitspsychologische Evaluierung von Arbeitsplätzen.

Auf den steigenden Anteil psychischer Erkrankungen bei den Anträgen zur Invaliditätspension verweist auch der ÖGB. Präsident Erich Foglar fordert diesbezüglich mehr Prävention am Arbeitsplatz. Die Reform begrüßt Foglar: Das Ziel der Sozialpartner sei immer Rehabilitation vor I-Pension gewesen. Er sieht allerdings auch die Unternehmen in der Pflicht: "Wenn die Wirtschaft nicht mehr altersgerechte Arbeitsplätze anbietet, werden die Menschen auch weiterhin frühzeitig aus ihrem Job ausscheiden müssen."

Leitl übt Kritik

Nicht ganz zufrieden mit der Reform zeigte sich die Wirtschaftskammer. Für Präsident Christoph Leitl enthält der Entwurf zwar "richtige Reformschritte, denen aber unbedingt weitere folgen müssen". Konkret will Leitl den aus seiner Sicht zu strengen Berufsschutz weiter aufweichen, weil dieser die Vermittlung von Versicherten in andere Berufe verhindere. Außerdem kritisiert Leitl die Anhebung der Notstandshilfe für rund 800 gesundheitlich Beeinträchtigte. Die Notstandshilfe sei in Österreich ohnehin überdurchschnittlich großzügig.

 

(APA)