Bei der Bank Austria-Mutter ist ein Streit um die Prämien für 2011 entbrannt. Die Bank möchte die Zusage einhalten, aber den Geschäftszahlen anpassen.
Die Beschäftigten der Bank Austria-Mutter UniCredit in Italien streiken heute. Der Arbeitsausstand wurde von den italienischen Gewerkschaften ausgerufen, weil sich UniCredit ihren Angaben zufolge weigere, den Mitarbeitern die Prämien für 2011 zu zahlen.
Aus UniCredit-Kreisen verlautete, dass die Bank zwar bereit sei, eine Prämie zu zahlen. Diese müsse jedoch die Lage im Finanzgeschäft und die Bemühungen zur Stärkung der Produktivität bei UniCredit berücksichtigen, wie im strategischen Entwicklungsplan bis 2015 vorgesehen.
Auch die Belegschaft der krisengeschüttelten Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) streikte am Freitag. 4600 Stellen oder 15 Prozent der Belegschaft will die Bank abbauen und 400 Filialen schließen, das sind mehr als 10 Prozent. Dadurch soll bis 2015 eine Kostenersparnis von 565 Mio. Euro erreicht werden. Um die verschärften Eigenkapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA zu erfüllen, fehlen der Bank zwischen 1,3 und 1,7 Mrd. Euro. Deshalb will Monte Paschi noch in diesem Jahr zusammen mit der Regierung Anleihen im Volumen von 1,5 Mrd. Euro auflegen.
(APA)