Rohstoffpreise wieder im Steigen

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Analysten sehen als Ursache vor allem die Hoffnung auf Geldspritzen durch die Notenbanken. Auch der Goldpreis befindet sich auf einem moderaten Erholungskurs.

Wien/B.l. Im Juni sah es düster aus für jene Anleger, die zu Jahresbeginn auf Rohstoffe gesetzt hatten. Der S&P GSCI Spot Index, der die Wertentwicklung von 24Rohstoffen widerspiegelt, war auf ein Tief von 560 Punkten gefallen. Zu Jahresbeginn lag er noch bei 660 Zählern. Doch seit Mitte Juni geht es bergauf. Am Freitagnachmittag war der Index auf 635 Punkte geklettert und lag damit seit Jahresbeginn „nur“ noch fünf Prozent im Minus.

Goldpreis zieht wieder an

Auch der Goldpreis befindet sich auf einem moderaten Erholungskurs. Seit Jahresbeginn können sich Goldanleger über ein Plus von vier Prozent auf Dollarbasis und fast zehn Prozent auf Eurobasis freuen. Auch in den vergangenen Tagen ging es mit dem Goldpreis weiter nach oben, auch Kupfer und Öl erholten sich.

Experten meinen, dass das weniger mit der Aussicht auf eine bessere Konjunktur zu tun habe als mit der Hoffnung auf Geldspritzen durch die Notenbanken. Die Analysten der Commerzbank sehen als Ursache den leicht stärkeren Euro. Die Aussage von EZB-Chef Mario Draghi, die Zentralbank werde alles Erforderliche tun, um den Euro zu erhalten, hatte die Gemeinschaftswährung kurzfristig beflügelt. Seit Jahresbeginn geht es mit dem Euro aber nach unten, ein Euro kostete am Freitag 1,2287 Dollar. Zu Jahresbeginn waren es noch 1,3 Dollar.

Ein starker Dollar schwächt Gold- und Rohstoffpreise eher. Hinzu kommt laut Commerzbank, dass die Zentralbanken im Juni fast kein Gold gekauft haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2012)

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