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Onlinehändler Zalando zieht sich Kundenärger zu

Symbolbild
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Ein TV-Bericht über schlechte Arbeitsbedingungen in einem Versandzentrum bei Berlin kratzt am Image des Onlinehändlers Zalando. Hunderten Mitarbeitern würden wenige Container-Toiletten zur Verfügung stehen.

Wien/red. Erst vor wenigen Tagen staunte die Öffentlichkeit über den Aufstieg des Händlers Zalando: Die Erlöse stiegen innerhalb kürzester Zeit von sechs Mio. (2009) auf 510 Mio. Euro (2011), wenn dahinter auch Verluste vermutet werden. Nun erhält das Image der Firma erste Kratzer: Eine Reportage des ZDF stellt die Arbeitsbedingungen in einem Versandzentrum bei Berlin als äußerst verbesserungswürdig dar.

So würden hunderten Mitarbeitern wenige Container-Toiletten zur Verfügung stehen. Das Sitzen während der Arbeitszeit sei verboten, der Stundenlohn liege bei sieben Euro (brutto). Bei den Kunden von Zalando, der Schuhe und Kleidung auf eigene Rechnung versendet und wieder zurücknimmt, löste dies Entrüstung aus. „Schrei vor Glück? Oder vor Schmerzen!“, empörte sich auf Facebook eine Nutzerin, die auf den Slogan der Firma anspielt. „Jetzt weiß ich, warum ich bei euch nix kaufe“, merkt ein anderer an.

Zalando: „Prüfung von Partner“

Hinter Zalando stecken Investoren wie Holtzbrinck und Rocket Internet, eine Firma der Samwer-Brüder, die bereits Klingelton-Anbieter Jamba gründeten. Zalando erklärte gegenüber dem ZDF, dass im Falle der Toiletten sofort Maßnahmen ergriffen würden. Das Partnerunternehmen, das „größtenteils für Personal und Prozesse im Lager verantwortlich ist“, würde streng geprüft, auch wenn die Dokumentation nicht die Arbeitsatmosphäre widerspiegle.