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Studie: Klassik-Branche erlebt einen "Boom"

(c) ORF (ALI SCHAFLER)
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Konzerte mit klassischer Musik, Oper und Operette machen den größten Teil des Live-Musikmarktes aus, noch vor Rock und Pop.

Nicht nur Rock- und Popstars des Mainstreams wie Bruce Springsteen füllen Arenen und die Kassen der Veranstalter. Auch mit Klassik-Konzerten lässt sich gutes Geld verdienen. Dazu trägt vor allem die "Generation Silber" bei, wie Marktforscher herausgefunden haben. Nie zuvor sei mit Klassik ein solcher Umsatz gemacht worden wie im Jahr 2011, berichtete das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK am Mittwoch in einer Studie. "Mittlerweile machen Konzerte mit klassischer Musik, Oper und Operette den Löwenanteil des Live-Musikmarktes aus - noch vor Rock, Pop oder Musicals", heißt es in einer GfK-Mitteilung.

Nach GfK-Erkenntnissen wuchs der Anteil der Klassik-Konzerte am gesamten Live-Musikmarkt von 27 Prozent im Jahr 2009 auf 30 Prozent im Vorjahr. Während 15,5 Prozent aller Deutschen im Jahr 2011 ein klassisches Konzert, eine Oper oder Operette besuchten, hätten lediglich 14,1 Prozent eine Eintrittskarte für ein Rock- oder Popkonzert erworben, berichteten die Marktforscher. Allerdings hätten Veranstalter klassischer Konzerte weiterhin Probleme, sich jüngeres Publikum zu erschließen. "Im Klassiksegment dominiert weiterhin die 'Generation Silber'", heißt es in der Studie.

Trotz des Klassik-Booms reichten die Eintrittspreise für Veranstaltungen mit klassischer Musik noch immer nicht an die Eintrittspreise von Rock- und Pop-Konzerten heran - auch wenn die Tickets für Klassik-Events innerhalb von zwei Jahren deutlich teurer geworden seien. Der Preis für eine Klassik-Live-Veranstaltung hat nach GfK-Erkenntnissen im Jahr 2011 im Schnitt bei 31,73 Euro gelegen (2009: 23,61 Euro). Ein Rockkonzert habe dagegen durchschnittlich 36,50 Euro gekostet. Für ein Musical hätten Musikliebhaber im Vorjahr sogar 60,93 Euro hinblättern müssen.

(APA)