Schnellauswahl

Libor-Skandal: RBS setzt Händler vor die Tür

AP
  • Drucken

Ihnen wird vorgeworfen, die Zinssätze für das Interbankengeschäft – Euribor und Libor – nach unten manipuliert zu haben. Eine mögliche Strafe für das Institut ist noch nicht abschätzbar.

London/Reuters/Jps. Die mehrheitlich staatliche Royal Bank of Scotland (RBS) hat im Zusammenhang mit der Manipulation wichtiger Referenzzinssätze mehrere Mitarbeiter entlassen. Dabei soll es nach Angaben aus Bankerkreisen um vier Händler gehen. Ihnen wird vorgeworfen, die Zinssätze für das Interbankengeschäft – Euribor und Libor – nach unten manipuliert und so die tatsächlichen Refinanzierungskosten der Bank verschleiert zu haben. RBS-Chef Stephen Hester sprach von „Fehlern Einzelner“.

 

Konsequenzen auch bei Deutscher Bank

Eine mögliche Strafe für das Institut ist noch nicht abschätzbar. Erst kürzlich hatte das Bankhaus Barclays im Zuge des Skandals eine Strafe von nahezu einer halben Milliarde Dollar ausgefasst. Sein Chef Bob Diamond musste in der Folge seinen Hut nehmen. Die ebenfalls untersuchte Deutsche Bank setzte zwei Händler vor die Tür.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2012)