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"Absolut fabelhafte Spiele": Olympia 2012 ist zu Ende

Die Litauerin Laura Asadauskaite ist die letzte Goldmedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele von London
Die Litauerin Laura Asadauskaite ist die letzte Goldmedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele von LondonREUTERS
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IOC-Präsident Jacques Rogge und OK-Chef Lord Sebastian Coe gaben den Spielen 2012 ein gutes Abschlusszeugnis. Für Österreich lief es weniger gut.

Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), hat den London-Spielen ein hervorragendes Abschlusszeugnis ausgestellt. "Ich bin ein glücklicher und dankbarer Mann. Es waren absolut fabelhafte Spiele", bilanzierte der Belgier am Sonntag in London wenige Stunden vor der Schlussfeier.

"Das waren Athletenspiele, das olympische Dorf war fantastisch, die Sportstätten haben funktioniert und das Publikum war großartig. London hat die olympische Bewegung erfrischt", sagte Rogge. Das dritte Ringe-Spektakel in der britischen Hauptstadt nach 1908 und 1948 habe immerhin 44 Weltrekorde und 117 olympische Rekorde produziert.

Das britische Team hat sein Ziel, in die Top 3 des olympischen Weltsports aufzusteigen, mühelos erreicht. "Das ist die Herausforderung für Großbritannien, diese Welle weiterzureiten. Ein großartiges Fundament wurde gelegt", erklärte der IOC-Boss und legte der britischen Regierung weitere Investitionen nahe.

Die acht positiven Dopingfälle während der Spiele und die 117 positiven Fälle zwischen April dieses Jahres und der Eröffnung des olympischen Dorfes seien ein Zeichen, dass das Testsystem funktioniere.

Auch Lord Sebastian Coe, Chef des Organisationskomitees, lobte die Olympia-Show in den höchsten Tönen: "Wir haben fantastische Spiele abgeliefert. Die Athleten haben eine ganze Generation inspiriert." Jetzt gelte es, darauf aufzubauen. "Team GB ist auf dem Höhepunkt. Es wird wichtig sein, daraus Kapital zu schlagen", sagte Coe, der von Premier David Cameron zum Sportbeauftragten der britischen Regierung ernannt wurde.

USA wieder Nummer eins im Medailenspiegel

Im Medaillenspiegel zeigte sich, dass die USA haben die Vormachtstellung im Sommersport zurückerobert haben. Nach der schmerzhaften Niederlage gegen die Chinesen bei deren Heim-Spielen in Peking präsentierte sich das Team der Vereinigten Staaten in London wieder als Olympia-Nation Nummer eins. 46 Mal Gold und je 29 Mal Silber und Bronze ergaben in den 302 Wettkämpfen 104 Medaillen. Großen Anteil daran hatten die Schwimmer, allen voran Michael Phelps mit sechs Medaillen und Missy Franklin, die fünf Medaillen in die USA mitnehmen durfte.

China musste sich trotz einer makellosen Bilanz im Tischtennis und fünf Mal Gold im Badminton mit Platz zwei begnügen. Immerhin durfte die Volksrepublik über 87 Medaillen jubeln. 38 Mal erklang die Hymne der Volksrepublik in London, 27 Mal gab es Silber, 22 Mal Bronze. Gastgeber Großbritannien (29 Gold, 17 Silber, 19 Bronze) verdrängte im Vergleich zu Peking Russland (24/25/33) von Platz drei. Hinter Südkorea etablierte sich Deutschland knapp vor Frankreich als Europas Sommersportnation Nummer drei.

Insgesamt schafften es 85 Staaten in die Medaillenwertung, Österreich gehörte erstmals seit 1964 nicht dazu.

(APA/dpa/Reuters)