Auch an den übrigen Börsen Europas herrschten fallende Notierungen vor. Marktbeobachter verwiesen auf negative Vorgaben aus Übersee und den sinkenden Euro als Belastungsfaktoren für die Kurse.
Die Wiener Börse hat sich am Freitag im frühen Handel bei durchschnittlichem Anfangsvolumen mit schwacher Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2032,48 Punkten nach 2055,53 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 23,05 Punkten bzw. 1,12 Prozent.
Auch an den übrigen Börsen Europas herrschten fallende Notierungen vor. Marktbeobachter verwiesen auf negative Vorgaben aus Übersee und den sinkenden Euro als Belastungsfaktoren für die Kurse. In Wien hielt die Berichtssaison Zahlen von Rosenbauer und Kapsch TrafficCom bereit.
Rosenbauer-Aktien sackten am unteren Ende der Kurstafel um 4,68 Prozent auf 40,51 Euro ab, nachdem der Feuerwehrausrüster für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang vermeldet hatte. Das Periodenergebnis gab um 17 Prozent auf 9,5 Millionen Euro nach, wohingegen der Umsatz um 14 Prozent auf 270,7 Millionen Euro zulegte.
Auch Kapsch TrafficCom sackte in Reaktion auf die in der Früh erfolgte Zahlenvorlage deutlich ab, und zwar um 3,87 Prozent auf 50,66 Euro. Wegen aktueller Entwicklungen bei Großprojekten in Südafrika und Polen rutschte der Mautspezialist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 in die roten Zahlen. Das Periodenergebnis wurde mit minus 4,4 Millionen Euro ausgewiesen, nach einem Gewinn von 13,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 21,1 Prozent auf 106,4 Mio. Euro.
Von Analystenseite gab es ein Kommentar zur Strabag-Aktie, die im Frühhandel ein moderates Minus von 0,17 Prozent auf 17,69 Euro verbuchte. Die Analysten der Erste Group haben das Kursziel für die Aktien des Baukonzerns infolge gekürzter Ergebnisschätzungen von bisher 21,5 auf 17,2 Euro zurück genommen. Die Anlageempfehlung "reduce" wurde beibehalten.
Sehr deutlich ging es wiederum für voestalpine nach unten, der Stahltitel ging in einem europaweit schwachen Sektor um 4,27 Prozent auf 23,07 Euro zurück. In Handelskreisen wurde auf ein skeptisches Analystenkommentar zur Brachen als Belastungsfaktor genannt. Beim ATX schlugen sich überdies die kräftigen Einbußen des Bankenschwergewichts Erste Group zu Buche, das sich um 2,42 Prozent auf 15,91 Euro abschwächte.
Der ATX Prime notierte bei 1004,09 Zählern und damit um 1,12 Prozent oder 11,41 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich acht Titel mit höheren Kursen, 22 mit tieferen und zwei unverändert. In acht Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 332.801 (Vortag: 337.549) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 10,302 (8,95) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
(APA)